Auslandshöhlenbeschreibung ÖFFENTLICH
Höhle:

Grotte St-Barbe

Lage: Luxemburg
Koordinaten: N49°47.851' E6°19.08' [329m]
A9786620-460E-11DE-8BE6-0019D1127B5A
Typ: Sandsteinspalthöhle
Länge: 523 m
Bewertung: 78
Anspruch: 8
Material: 30m Seil am Einstieg, 60m mittendrin
Getier: allerlei imposante Spinnen
Verschlossen: nie
Gesamtzeit: 3:41 Stunden
Bekriecher: Oliver ArendtStephan BunkPeter LanigJürgen Wipplinger
Spektakuläres: Grotte St-BarbeGrotte St-BarbeGrotte St-Barbe
Missionen:
Beschreibung:

Grotte St-Barbe - Eingangsbereich.Dieses Loch trennt die Spreu bereits 2 Meter hinter dem Eingang vom Höhlengänger. Gnadenlos. Noch im Tageslichtbereich hat man sich quer durch einen wirklich engen Spalt abzuseilen, wird dabei jedoch zum einen von seiner eigenen Ausrüstung stark behindert, zum anderen aber von einem fest installierten Stahlseil - auf welchem im Spalt balanciert werden kann - unterstützt. Sehr empfehlenswert.

Grotte St-Barbe - Die Einstiegsengstelle. Echt eng. Mit Drahtseil.Hat man sich dann bis zum Grund der Spalte abgeseilt, trügt der Schein nicht: Ein geräumiges, tristes, völlig trockenes Loch. Doch schon fünf Meter weiter ist die nächste Abseilstelle zu überwinden. Dies hilft die Gedanken an den Ausstieg zu dämpfen. Und so kämpft man sich durchs Loch - ohne jemals auf irgendwelche größeren Hindernisse zu stoßen. Man klettert über Versturzblöcke, untersucht allerlei Spalten - jedoch ohne Erfolg - und ist über zufrieden mit enormem Landgewinn.

Grotte St-Barbe - Noch im kleinräumigen Bereich.Bis zu der Stelle, an der es zunächst nicht weiterzugehen scheint. Hier hat man sich unter und hinter einer Verbruchblock hindurchzuwinden, und steht dann vor einem alten Seil, das dort vor sich hinmodert. Der Christ mit Gottvertrauen seilt sich dran empor - der CaveSeeker der ohne Selbstbetrug durchs Leben geht, benützt das Seil nur zur labilen Selbstsicherung, und erklettert sich den Schacht auf eigene Faust.

Grotte St-Barbe - Chefarzt Bunk vor der hohen Abseilstrecke.Erstaunlich weit nach oben müssen Männer und Material gewuchtet werden, eh ein kleines Plateau erreicht ist, von dem aus man sich endlich ca. 25m in einen der beiden Hauptspalten abseilen kann. Bereits oben stehend wird klar, dass die Spalte für die Verhältnisse außerhalb Österreichs sehr beeindruckend ist.

Grotte St-Barbe - Der grosse Spalt.Dieser Eindruck wird am Grund des Spaltes weiter verfestigt. Die Gruppe zieht sich so weit auseinander, dass geordnete Befehlsübermittlung nur noch schwer möglich ist. Leider findet sich außer der imposanten Dimension des Spaltes nichts was weiter von Interesse wäre. Daher sucht man sich einen Weg in den direkt parallel verlaufenden zweiten Schacht.

Grotte St-Barbe - Der zweite grosse Spalt.Dieser zweite Spalt scheint dem ersten zunächst wie ein Spalt dem anderen zu ähneln. Die Scurion muss zwar noch ein wenig weiter durch die Dunkelheit feuern, bis sie die Decke des Spalts erhellt - aber die Sandsteintristess leuchtet genauso unspektakulär in ihrem Licht, wie im ersten Spalt.

Grotte St-Barbe - Spaltensinter. Wie in echten Höhlen.Unfassbar ist dann aber das, was sich dem CaveSeeker ohne jede Vorwarnung plötzlich beim weiteren Druchschreiten der Spalte offenbart. Hat doch der Schöpfer hier Sinterformationen hinterlegt, die in ihrer Pracht so überhaupt nicht zum Rest der Höhle passen wollen.

Grotte St-BarbeWunderbarer, weißer Sinter der in vollem Saft steht. Sieben Meter hohe und 40cm tiefe Sinterfahnen und sogar freistehende tropfsteine lassen sich fotografieren.

Ist diese Pracht fotografiert, biete es sich an, den Rückzug einzuleiten. Denn der Weg ist weit, und die Einstiegsengstelle droht.

Grotte St-BarbeWie gewöhnlich nimmt der Rückzug nur einen Bruchteil der Zeit in Anspruch, den der Vormarsch benötigt hatte. Und so findet man sich nach ca. 35 Minuten unter dem Einstiegsspalt ein. Hier finden dann heftigste Diskussionen zum Thema "Ausbringen der Schleifsäcke, der Seile und aller alten Säcke" statt.

Weitere 30 Minuten später ist das Material vorm Loch - und die Alten auch.

Fazit: Ein beeindruckendes Loch, mit angenehmen, niemals zu langen Abseilstrecken zwischen 5 und 25 Metern, großen "Hallen", spannenden Engstellen und bestechendem Sinter.

Erzeuger: Autor: Jürgen Wipplinger
KOORDINATEN REAKTOR ZWEI VERSION 0.22 - HIRNMACHT
CAVESEEKERS
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  Vectran
18.06.2009 / 04:00:33 / 361 / 84.58.52.170 / KORREKTURVORSCHLAG / BBE 112
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  Wipplinger
01.10.2009 / 16:40:02 / 382 / 217.194.34.103 / REAKTION AUF KOMMENTAR / BBE 100
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  Vectran
01.10.2009 / 23:28:18 / 383 / 84.58.45.180 / REAKTION AUF KOMMENTAR / BBE 100
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