Auslandshöhlenbeschreibung ÖFFENTLICH
Höhle:

Ponikevska Draga

[ verschleiert Verschleierte Informationlink ]
Lage: Slowenien, Sezana
Koordinaten: [BBE100]
864B1CA0-DC63-11E4-A7C8-5855CAF3A79D
Typ: Wasserhöhle - halbtrocken
Länge: 362 m
Tiefe: 114 m
Bewertung: 86
Anspruch: 5
Material: Ein 30m Seil. Rest eingebaut.
Getier: Massenhaft Grashüpfer, Asseln und Schnecken (jeweils weiß)
Verschlossen: nie
Gesamtzeit: 6:45 Stunden
Bekriecher: Oliver WolframThomas WarnickUlrich HenschkerFlorian SeeleitnerJürgen Wipplinger
Spektakuläres: Ponikevska DragaPonikevska Draga
Missionen:
Beschreibung:

Der Eingang der Ponikevska liegt am Ende eines schönen gar allerliebst versteckten Grabens, der sich durch ein kleines Waldstück zieht und zur Schlucht vergrößert. Es scheint so, als würde hier manchesmal viel Regen gesammelt und ins Loch fließen.

Ponikevska Draga - Höhleneingang.

Mehrere verottende Bäume bilden die ersten Problemstellen für den CaveSeeker, der voller Vorfreude zum Loch drängt

Ponikevska Draga

Im Eingang dann zunächst ein wenig Enttäuschung: Handelt es sich doch um ein extraunansehnliches Loch. Wie eigentlich immer wenn man ohne abzuseilen ins Loch kommt. Man beschreitet einen Gang im Stile der typischen 08/15 Restwasserhöhle. Schotter und Schwemmaterial am Boden, felsige Wände ohne Schmuck sorgen für mittelmäßige Stimmung. Mäandernd geht es ein wenig in die Tiefe, ab und zu muss zumindest eine Hand aus der Hosentasche genommen werden.

Ponikevska Draga - Fachmännisch verlängertes letztes Seil.Nach nur 30 Metern trennt sich dann leichtere Spreu von schwererer: Abseilen an einem 'fest' eingebauten Seil um horrende vier Meter. 50 Meter weiter - aufrecht gehend in einer ca. 40 Meter hohen Schlucht - dann der nächste Schock in Form der nächsten fest eingebauten Abseilstrecke durch einen Verbruchhaufen. Diesmal 11 Meter. Dieser kann aber genauso gut auch abgeklettert werden - zu diesem Zweck sind Unmengen an Trittstiften in den Fels geschlagen - wenn auch nicht immer ganz fest.

Jetzt noch ein paarmal kurz bücken und einige wenige Schritte weiter steht man in der vermeintlichen Endhalle des Lochs. Hier wird versucht die obligatorischen 16 Bilder zu gestalten. Viele atmen auf - weil das Ende des Lochs auch oft das Ende der Strapazen bedeutet. Und wer in dieser Halle steht, hat viel geleistet: 4 Meter abseilen, 11 Meter eine Art Leiter hinabsteigen. Und das in nur einer Stunde. Respekt!

Ponikevska DragaAn der tiefsten Stelle der Halle findet sich ein kleiner und fast enger Schluf - mit erstem Wasser am Boden. Wasser wird im Schluf nicht gern gesehen. Doch die Engstelle zwingt den CaveSeeker nur kurz in den Dreck, denn dahinter wird es sofort wieder geräumiger. Im Kämmerchen kann die Pfütze mit etwas Scharren im Sediment fast komplett entwässert werden, um nachfolgende Kameraden zum Durchschlupf zu motivieren.

Hinter diesem Schluf beginnt dann die eigentliche Höhle. Zunächst ein herrlich mäanderndes Schlüssellochprofil - gerade eng genug, um nicht zu eng zu sein. Und es fließt Wasser. Immer mehr. Wer Gummistiefel hat, kann sich die Kraft fürs Ausspreizen an den Gumpen sparen.

Ponikevska Draga

An einem ca. 15 Meter tiefen Schacht reichen plötzlich auch die Gummistiefel nicht mehr, das plätschernde Nass fällt ins Dunkel. Neben einem weiteren fest eingebauten Seil. Dieses Seil glänzt dadurch, dass es in seinem unteren Bereich anständig versintert ist - so anständig, dass es ein Bild wert ist.

Ponikevska Draga - Herr Seeleitner im Glück.Am Boden des kreisrunden Schacht es angekommen fällt der Blick durch ein kleines Fenster in der Schachtwand in den Nachbarschacht. Hier muss nun zum ersten Mal ein eigenes Seil eingebaut werden. Es empfiehlt sich ein 30 Meter Seil. Der Schacht ist zwar vermutlich auch in etwa so tief, man biegt jedoch auf halber Höhe ab und klettert eine Rampe hinunter - hier ist das zu lange Seil von Vorteil.

Ab jetzt sind die Höhlenwände vollständig mit Sinter überzogen. Und dann scheint an einem kleinen Loch, welches einen Wasserfall aufnimmt, ein weiteres Mal das Ende erreicht. Ein weiteres Mal kann aufgeatmet werden.

Hier hat es sich Herr Wolfram aber nicht nehmen lassen, sich - beinahe elegant - einfach durchzuwuchten. Mit Erfolg. Danach befindet man sich in einem Bereich, welcher von Kristallen von noch nicht gesehener Größe und Anzahl dominiert wird.

Und es geht weiter in die Tiefe. Man steigt weitere 5 Meter durch tropfendes und fließendes Wasser ab und steht am - für uns - letzten eingebauten Seil, welches jedoch nur unter Zuhilfenahme aller Reserven an Bandschlingen so verlängert werden konnte, um den See am Boden zu erreichen. Und hier ist dann endgültig Schicht.

Ponikevska Draga

Zurück an der Oberfläche erfuhr man dann, dass hier noch nicht wirklich Schluss ist, und das zu kurze Seil auch nicht zum Abseilen gedacht war.

Fazit: Sowohl der Höhlencharakter als auch der -schmuck sind abwechslungsreich, garniert mit ein paar überschaubaren Abseilstrecken. Wer den immer gleichen Sinter-Overkill leid ist, muss sich dieses Loch anschauen.

Erzeuger: Autor: Jürgen WipplingerAutor: Florian Seeleitner 22.11.2015 - 16:02:02
Speläotheme: Palmenstammstalagmit [ ]
Stalagmit [ ]
Sinterbecken [ ]
Kristalstalaktit [ ]
Baatz [ ]
Kristall [ ]
Sinterröhrchen [ ]
Schacht [ ]
Sinterüberzug [ ]
Lebensformen: Mensch [ ]
KOORDINATEN REAKTOR ZWEI VERSION 0.22 - HIRNMACHT
CAVESEEKERS
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