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Beschreibung: |
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Die Wundershöhle ist ein Teil der immer in einem Atemzug genannten Höhlenkombination
"Oswaldhöhle, Wundershöhle, Witzenhöhle". Daher herrscht auch beständig babylonisches
Sprachgewirr, soll über eins der Löcher diskutiert werden.
Dabei ist alles ganz einfach: Egal von welcher Seite man sich dem Loch nähert, es ist
immer die mittlere der drei Höhlen, welche die wirkliche Wundershöhle ist.
Die Oswaldhöhle fällt - genauso wie die Witzenhöhle - durch von zahlreichen Wandersmännern
bereits zu Beton festgetrampeltem Höhlenlehm am Boden auf. Wer hier mit Sandalen stürzt,
darf nicht hoffen auf irgendetwas Weiches zu fallen. Es sei denn, ein anderer Wandersmann
hat kürzlich am Aufschlagpunkt seine Notdurft verrichtet. Zahlreiche Papiertaschentücher
lügen nicht.
Doch zurück zur Wundershöhle: Ein geräumiges Portal lädt zum Feiern ein. Was dort natürlich
verboten ist. Im Portal findet sich ein Schluf, welcher offenbar viele Sandalenträger davon
abhält, weiter ins Loch vorzudringen. Immerhin steht manchesmal sogar Wasser am Boden des
Schlufs!
Wer diesen Schluf gemeistert hat, muss sich einen beängstigend tiefen Schlund hinuntergleiten
lassen. Nach 150cm ist alles vorbei - und man kann stolz sein. Schließlich ist die Hose bisher
nur an den Knien und am Hintern total verdreckt.
Von hier kann man beherzt in vielerlei Richtungen sein Glück versuchen, und findet an
relativ vielen Stellen noch relativ gut erhaltenen Sinter. Wer besonders aufmerksam ist,
dem fällt sogar das weltberühmte Wundershöhlenweisswasser auf. Zahlreiche Sinterformen an
Decke und an Wänden weisen charakteristische "Unterbrechungen" auf, die unbedingt begutachtet
sein müssen.
Hat man sich nun endlich verirrt - schließlich ist die Batterie des Schlüsselanhänger-LED-Lichtleins
schon beim einschlufen schwach gewesen und plötzlich war es dunkel - so gibt es bestimmt irgendjemanden,
und sei es nur der eigene Arbeitsvermittler, der irgendwann eine Vermisstenanzeige aufgibt. In der
Wundershöhle ist noch niemand für immer verschwunden. Nur Mut!
 
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