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Beschreibung: |
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Der Name des Hohlraumes an sich ist irreführend. Weil im Wald gelegen ist zwar ausreichend Holz
vorhanden, ein Weiher oder sonst etwas Nasses findet sich nicht - selbst wenn die Schweißausbrüche des zuletzt hinauskletternden
Kameraden und die Tränen der übrigen, die sich das Schauspiel haben ansehen müssen, miteinbezogen werden, reicht es für kein
wirklich nennenswertes Gewässer.
Die massive Verschlußeinrichtung, die noch aus einer Zeit stammt, in der die Stahlpreise im Keller und die
Sicherheitsbedürfnisse der Förster hoch waren (oder - wie in alten Geschichten - Kinder tatsächlich noch im Wald spielten),
erhöht zwar die Vorfreude, hinterher sind die Gesichter dafür aber umso länger. Irgendwie hat der Besucher Angesichts
dieses Konstrukts mehr erwartet.
Die ausreichend große Eingangsröhre endet ein paar Meter über dem Boden des eigentlichen
Hohlraumes, der sich durchaus eindrucksvoll nach beiden Seiten öffnet, unangenehmerweise in derselben Ausrichtung wie der
Einstieg. Zunächst fällt das aber nicht weiter auf.
Die Besichtigung nimmt nicht viel Zeit in Anspruch; In der irrigen Hoffnung, in dem Verbruch der am tiefsten liegenden
Bereiche eine Fortsetzung zu finden, wird den zahlreich anwesenden Fledermäusen eine spontane Vorführung von Dehnübungen
übergewichtiger Großstädter zur Nachtzeit geboten.
Der Eifer erlahmt jedoch rasch, es werden die ersten Vorschläge zur Umschichtung des einen oder anderen Geröllberges
geäußert. Aus Mangel an Alternativen kann dann jedes Winkelchen schonungslos ausgeleuchtet werden, da der Spalt eine
beachtliche Ausdehnung hat, gibt es dazu ausreichend Gelegenheit. Neben der langsam zu Ende gehenden Geduld wird der
Geist arg auf die Probe gestellt, wenn es um das Entziffern des Höhlengraphities (von Graphit = Bleistift) geht, der
noch in Sütterlin verfasst wurde. Der Besucherstrom scheint sich seitdem in Grenzen zu halten.
Nicht unerwähnt bleiben sollte der Wiederaufstieg, der sich ähnlich zäh gestaltet, wie die gleichnamigen regelmäßig
stattfindenden Inszenierungen des Clubs.
Fazit: viel Prosa, wenig Höhle, korrekter Text
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