Das Letzte
Ich bin Blindtext. Von Geburt an. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe,
was es bedeutet, ein blinder Text zu sein: Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier
und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin
ich deshalb ein schlechter Text? Ich weiss, dass ich nie die Chance haben werde,
im Stern zu erscheinen. Aber bin ich darum weniger wichtig? Ich bin blind! Aber ich
bin gerne Text. Und sollten Sie mich jetzt tatsächlich zu Ende lesen, dann habe ich
etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.
Das Letzte
Ich bin Blindtext. Von Geburt an. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe,
was es bedeutet, ein blinder Text zu sein: Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier
und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin
ich deshalb ein schlechter Text? Ich weiss, dass ich nie die Chance haben werde,
im Stern zu erscheinen. Aber bin ich darum weniger wichtig? Ich bin blind! Aber ich
bin gerne Text. Und sollten Sie mich jetzt tatsächlich zu Ende lesen, dann habe ich
etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.
Mission 471: Zerdrückte Körper 12:12-19:07 [7:30-23:43]:
7:15 Uhr: Frau Bartos
kehrt bestens gelaunt mit den Hunden von deren Morgenschiss zurück. Herr Wipplinger
erwacht nach 5 Stunden Schlaf und denkt - benebelt wie so oft - "Scheisse, schon
wieder nicht im Schlaf verreckt." Dann erbricht das Hirn einen zweiten sehr wichtiger
Gedanken:
Mission 470: 651 Kilometer hinter Fürth 11:11-17:33 [12:15-16:50]:
Am Anfang war ein Plan, der - nach mehreren Minuten eines als durchaus üblich zu
bezeichnenden Wipplinger-Monologes - quasi unumstößlich im Raum stand: Man war sich
sicher, vier Löcher allein am ersten Tag zu gestalten - und plante vorsichtshalber
noch zwei weitere Löcher dazu - falls die ersten vier zu schnell befahren und fotografiert
würden.
Wassereinbruch
Donnerstag Nacht: 5 hochmotivierte Männer wurden in der bereits grosszügig mit Holzboden
ausgestatteten Sandsiphonblase von einem massiven Wassereinbruch ausgebremst. Es
wurde lange gekämpft - aber nach exzessiven Unterwassergrabungsarbeiten musste durchnässt
aufgegeben werden. Tiefste Stelle im Sandsiphon nun mindestens 2 Meter tiefer als
der Boden der Wasserspalte. Nahezu kein Platz mehr für weiteren Abraum.
Wo ist BUNK wenn man ihn braucht?
Mission 469: Geheimathleten 01:40-06:40 [13:42-18:36]:
Trotz vertraulichlink und logistischen Problemen,
schafften es drei unbeugsame CaveSeeker fast pünktlich am Gullag einzutreffen. Gleich
den drei Musketieren, den Heiligen Drei Königen oder den Dreien von der Tanke, waren
nun diese drei motiviert bis in die Sackhaarspitzen. Jede Sehne ihres gestählten
Körpers lechzte nach Arbeit. Ihre Muskeln zuckten und der sonst stark störende Harndrang
war vergessen - da plötzlich ein lauter Aufschrei: Einer der Drei fiel in den Staub
und bedeckte sein Antlitz mit Erdreich, "Schande über mich!" rief er, "Ich bin es
nicht Wert auf Gottes Erdball zu wandeln!". Die anderen zwei schauten sich nun fragend
an und kratzten sich ihre Morcheln. Was mochte den Dritten wohl so zur Verzweiflung
gebracht haben? "Ich hab' die Speicherkarte des Fotoapparates vergessen! Scheißendreck
- verfluchte Technik!"
Mission 468: Brauner Schnee 7:30-20:11 [15:12-15:41]:
Der CaveSeeker fürchtet die Hitze des Sommers
und die Kälte des Winters. Darum zieht es ihn oftmals in Löcher.
Hier ist es im Sommer kühl - genauso wie im Winter. Es ist quasi egal, ob Winter
oder Sommer - im Loch ist es für gewöhnlich immer angenehm. Und der
Kopfschmerz verschwindet. Und mit ihm der Drang zu töten...
Stattliche Körper
Schwerer Niederschlag vor der Rostnagelhöhle. Die Kohle im Grill will ohne Brandbeschleuniger
- wegen sehr starkem Flüssigkeitszufluss von oben - nicht zünden. Der darum eilig
zum Oberpfälzer Benzindealer geschickte Vollbartträger O. Arendt musste bei seiner
entnervten Wiederkunft dann auch noch Zeuge werden, wie bereits sechs Würste vorschriftsmäßig
unter einem von der Maus zerfressenen Rest-Sonnenschirm über rot glühender Grillkohle
Farbe annahmen. In den unüberschaubaren Mengen an Alt-Material im Bauwerk hatte sich
noch ein wenig Grillkohlenanzünder gefunden.
Der - wie immer - nicht anspringende Generator wurde zunächst im Biergarten umhergetreten,
bis er dann doch ein paar Töne von sich gab. Überrascht wurde er daraufhin ins "Generator-Haus
ohne Dach" verbracht - nur damit Herr Wipplinger beim Versuch ihn wieder anzulassen
zunächst die Fingerkuppe der linken Hand im Gras verlor und danach wutentbrannt das
Anlasserseil zum x-ten Mal abriss. Völlig unerwartet wurde eine praktikable - und
hoffentlich ENDGÜLTIGE - Lösung gefunden: Ein Edelstahlseil im dünnflüssigen Bodensatz
der Hütte.
Vorher erschien der Verkünder - zunächst noch gut gelaunt. Dann aber wurden Klagen
ob der Qualität des Generators laut - und er verschwand. Schade eigentlich.
Dann ansatzlos wieder unglaubliches: Man begab sich tatsächlich ins Loch - und es
wurde das Primärziel der Mission erreicht. Nun liegt ein Kabel von der Halle des
schwebenden Blocks bis ins Bachbett. Teilweise schon ordentlich verdrahtet.
Wie gewöhnlich kam auch der Spass nicht zu kurz, als der Warnicker zum zweiten mal
verzweifelt versuchte, seinen stattlichen Körper in die Bachspalte zu quetschen.
Erfolglos.
Mission 467: Seilnot 10:33-23:11 [12:13-15:23]:
Nach kurzen 12 Stunden
Schlaf im "Rakov Skocian" ist die Motivationslage in Sachen Höhle eher gering. Man
drückt sich extra lang am Frühstücksbuffet herum und checkt nur zögernd aus. Dann
verläuft man sich verzweifelt absichtlich im Wald, nur um gegen 11:00
Uhr festzustellen, dass es noch immer zu früh ist, um ohne Gesichtsverlust die Rückreise
anzutreten.
Mission 466: Bärenangst 6:45-16:11 [8:10-15:47]:
"Moment! Lass' mich kurz überlegen, ob es irgend etwas gibt, was mich weniger interessiert
als Fledermäuse." Kurze Pause. Dann die Antwort: " Nein."
So viel zu einem der zahlreichen wirklich wichtigen Monologe im Loch.