Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 509: Frauenteile
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Völlig unausgeschlafen rückt man über Wege ins Zielgebiet vor, die - so denkt man zunächst - mit egal welchem KFZ nicht zu bezwingen sind: 30cm tiefe Schlaglöcher, ausgedehnte Pfützen ungewissen Grundes und beeindruckende Felsen lauern auf diesen Wegen. Ungleichmäßig verteilt und in großer Zahl. Aber gerade darum herrscht totale Ausgelassenheit im Fahrzeug. Insbesondere am Steuer. Nur der Mann im Fonds, welcher genau keinen Platz für seine Füße hat, und den Dingen, die um ihn herum passieren, ohne Fenster entgegenharrt, ist ein ein klein wenig unzufrieden.

Jürgen WipplingerUlrich HenschkerFlorian Keßler

Am Eingangsschachtboden. Reissendes Wasser.Am Eingangsschachtboden. Stehendes Wasser.Kurz vor dem 180Grad Schluf.
Ganz kurz vor dem 180Grad Schluf. Kein Durchkommen zur Blase.Schlimmer Nagetierbefall in der Hütte.Schön Billigbratwürste. Weihnachtsschmuck. Und Rauchwaren.

Wassereinbruch mit 22
Herr Keßler hat Geburtstag! Was liegt da näher, als sich da mal wieder in der Rostnagel umzusehen? Schließlich ist bestes Wetter angesagt. Und man munkelt, es stände dort noch eine leckere Flasche Öttinger.

Was dann aber im Loch beobachtet werden muss, ist neu. Bereits beim Öffnen der inneren Verschlußeinrichtungstür hören die Helden starkes Wasserrauschen. Die Geräusche werden umgehend schnell fließendem Wasser am Schachtboden zugeordnet.

Ist endlich die Große Nagel durchgebrochen?

Um dies zu klären, will man sich zur Blase durchschlagen - muss aber bereits am 180 Grad-Schluf feststellen, dass das Wasser im Loch ca. 5 Meter über normal steht. Heisst: Kein Weg zur Blase.

Die Freude bei Herrn Wipplinger ist - so kann man sich umgehend dem Grillgut zuwenden.

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 508: Den Gürtel enger geschnallt
4:00-1:13 [8:14-0:03]: Der Plan war, entspannt in 2h bis zur Umziehstelle zu stylen, dort dann entsprechend der jeweiligen Körperfülle zu speisen - und zwar endlich mal schön Schwein aus der Dose mit deutschem Schwarzbrot - um dann 3h nach der Einfahrt im "Neuland" zu sein. Heisst: Am unteren Ende des 10 Meter Seils. Die Realität brachte dies: Zum Schwein und dem Brot waren noch Eier und scharfer Senf am Start. Alles andere trat beinahe so ein iwe geplant: Nach 83 Minuten an der Umziehstelle, nach 180 Minuten im "Neuland". Beeindruckend. Heisst: Vom ersten Abseilen bis in die richtige Pourpevelle brauchen drei alte Männer - die den Weg kennen und dennoch fett pausieren - exakt drei Stunden.

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 507: Insomaniacs
22:45-14:51 [6:31-12:22]: Abfahrt in Schwabach Donnerstag Nacht um exakt 22:53 Uhr. Ankunft an der Poppowell um 6:19 Uhr. In der Zeit dazwischen riecht es durchgängig nach sehr, sehr altem Mann im mit 120 km/h über europäische Spitzenautobahnen rasenden KFZ. 100 Kilometer nach dem Start herrscht kurz Panik im KFZ - weil Herr Henschker kein Seil dabei hat. Herr Wipplinger dafür aber um so mehr. Die eingetretene Entspannung hält bis zur Grenze. Dort fühlen sich die Insassen stark ethnisch diskriminiert, als sie bezahlend zahlreiche Mautstationen in Frankreich passieren. Zur Strafe wird nur ein einziger Mc Donalds aufgesucht. Ziel zur Einstimmung des Ausfluges ist der Nordteil der Pourpevelle. Man ließt, es gäbe einen 35-Meter-Schacht und ein paar Tropfsteine abzulichten. Aber schon der erste kleine Abstieg von ca. 2 Metern bereitet ungeahnte Schwierigkeiten - weil Herr Henschker schon wieder das Seil vergessen hat. 30 Minuten später liegt man einem Schluf gegenüber, der den Autor dazu zwingt, seinen Fallgurt (angelegt wegen den 2 Metern) abzulegen. Man kriecht durch den feuchten Dreck, und kommt in einer Halle an, die nicht viel höher als der Schluf ist. Hier hat jemand einen kleine Rinne gegraben, der man folgt, bis man endlich an einer Spalte ankommt. Man baut ein Seil ein, und begibt sich auf den Grund des Spaltes. Die Verwirrung ist groß, denn auch nach sehr intensivem Stöbern in allen Ecken, wird nichts entdeckt, was auch nur im Ansatz auf einen Schacht von mehr als 5 Meter tiefe schließen lässt. Enttäuscht zieht man sich - nach einigen traurigen Bildern - wieder zurück. Dabei stösst man auf einen Durchgang - welcher dann in den echten Spalt führt. Dieser ist sehr groß, und man befindet sich an dessen oberen Ende. Hier seilen sich die Herren beschwingt die besagten 35 Meter ab. Herr Henschker zuerst. Der Spalt wird während des abseilens zunächst enger gegen ende dann aber sehr geräumig. Landung - nicht wie üblich an der Spitze, sondern - in der Mitte eines Geröllfeldes. Offenbar ein ehemaliger Eingang. Vom Eingeborenen mit Steinen zugemüllt. Seinerzeit hat der Franzose noch was bewegt. Als die komplette Mannschaft endlich am Schachtgrund angekommen ist, wird sofort damit begonnen, das vorgefundene Abzulichten. Leider wird hier versäumt, die Hauptsache im Raum zu fotografieren: Ca. 15 frei im Raum stehende sehr dünne und hohe Stalagmiten. Alle tot, aber dennoch recht beeindruckend, weil man zwischen ihnen durchgehen und in seinen bunten Kasparkostümen herrlich posen kann. Schließlich ist irgendwann mal wieder Fasching. Beim Aufseilen leiden die Helden sehr stark an der Enge des Spaltes. Und kurz vor der Ausfahrt wieder an dem ekelhaften 2 Meter-Drop. Dann ist die Freude groß, als der bei Einfahrt hinterlegte Red Bull noch immer vor der letzten Aufstiegstelle wartet. Aber nur kurz. Um 14:07 - also exakt 7 Stunden und 49 Minuten nach Ankunft, verlässt man den Parkplatz bei bestem Wetter, und fragt sich nicht zu letzten Mal, was man denn nun eigentlich so lange im Loch gemacht habe. Auf jeden Fall ca. 30h nicht mehr geschlafen. Das reisst offenbar Erinnerungslücken.

Ulrich HenschkerFlorian KeßlerMark Weiss

Elendsbeschau
Die Herren Weis, Kessler und Henschker treffen sich am Loch, um mal wieder nach dem Rechten zu sehen. Das Einschlufen findet extra vorsichtig statt, um vertraulich Vertrauliche Informationlink nicht beim vertraulich Vertrauliche Informationlink zu stören. Es werden vertraulich Vertrauliche Informationlink gezählt - ganz Höhlenforscher.

Der zur tiefen Spalte führende „Bodenbelag“ ist so dreckig wie immer, wobei hier und da geringste Mengen an Wasser einige Steinchen freigewaschen hat. Der schlammige Boden der Spalte zeigt sich erhöht und die Vermutung, dass die enge waagerechte Zugangsröhre zum Teil mit Schlamm verfüllt sein muss, bestätigt sich bei der folgenden Beschau.

Nach der Entfernung von etwa 11 Eimern feinstsämigen Rostnagelschlamm, ist der Zugang vorerst wieder frei und die Herrschaften schlufen von brauner Farbe in die Röhre. Ein grausiges Bild bietet sich: Einbruch des vorletztjährigen Grabungsbereiches! Vordringen dorthin unmöglich.

Die in den Jahren 2014 bis 2016 zum Teil ausgeräumte Blase, wurde mit einem nach-dem-Siphon-Volumen von etwa 1,15m² verlassen. Nun kann der hintere Bereich nicht mehr Befahren werden - da wohl etwa 0,65m² Sediment mit Feinkiesel den Raum verfüllen. Vermutlich stammt das Material aus den oberen Lagen der durch Teilfreilegung geschwächten Sedimentbank.

Die somit offene Frage, ob die finale Blase nun nach dem „Einbruch“ den Weg in weiterführende Bereiche frei gab, bleibt bis nur nächsten Grabung offen.

Erkenntnisse: Es floss wohl Wasser – wenn auch nur geringste Mengen. Das fliesende Wasser, staute sich nicht augenscheinlich im Grabungsbereich. Die etwa 10-15cm hohe Schlammschicht in der Röhre wurde von der Spalte und deren Einlagerungen gespeist. Aus sämtlichen angrenzenden, verfüllten Bereichen drückt der Schlamm heraus. Ein weiterer Grabungseinsatz ist unumgänglich um endlich zur Großen Nagel vordringen zu können. Die zum Ausbau verwendeten Fichtenholzbretter stinken schlimm vor sich hin und verderben dadurch die wenige vorhandene Atemluft.

Die Große Nagel ist nah!

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 506: Brustbetont
10:12-9:53 [17:27-04:20]: Wipplinger: "Ich hab keinen Bock nicht!" <br> Warnick: "Egal." <br> Wipplinger: "Hennermaahn hat sicher auch keinen Bock!" <br> Henschker: "Doch. Habe sogar ein Mofa dabei." <br> Wipplinger: "Na gut. Ich wart' dann halt vorm Loch. Man soll ja Nachts nicht viel von Frankreich sehen müssen. Dann könnte es gehen."

Jürgen WipplingerFlorian SeeleitnerThomas WarnickUlrich HenschkerJohanna Bartos

Mission 504: Höhle mit Gefühlen
10:30-21:15 [14:14-19:55]: Zunächst sucht man ein Loch, in welches man einfach "ohne Schlaz reinlaufen" könne. Das klingt gut. So könnte man sich - nach Monaten der absoluten Ruhe - langsam wieder an das Thema 'Hohlraum' herantasten kann. Und so fährt man hinter Herrn vertraulich Vertrauliche Informationlink her - und wundert sich ob der herrlichen Wege, die dieser - unter der offensichtlichen Führung Herrn Sturms - befährt. Nach ca. 5 Kilometern Feldweg und der vollständigen Untersuchung zahlreicher Ortschaften wird dann durchkommuniziert, dass das Loch gerade nicht gefunden werden kann - es befinde sich auf der Flucht. Also fährt man zum zweiten Loch. Hier heisst es, es müsse 35 Meter abgeseilt werden. Da die Koordinate klar ist, besteht Hoffnung, das Loch relativ schnell finden zu können. Um dem Finden nicht im Wege zu stehen, haben die Herren Warnick und Wipplinger während der Suche grossen alternativen Spaß mit Blümchen und "Boomerang" während der Rest zum Loch schwärmt. Und dieses dann auch aufstöbert. Am Loch entspinnt sich die immer gleiche Diskussion ob denn nun das Seil mit einer Bandschlinge und Karabiner am Baum befestigt werden soll (damit alles nicht zu einfach aussieht, vertraulich Vertrauliche Informationlink - Höhlenretter und Theologe) oder einfach direkt am Baum (damit nicht zwei sinnlose Teile die Sicherheit beeinträchtigen, Wipplinger - Praktiker und Angstmensch). Schlussendlich wird ein beeindruckend peinlicher Kompromiss eingebaut: Seil direkt um den Baum, aber das Seil wird zusätzlich von einer Bandschlinge mit Karabiner daran gehindert am Baum herabzurutschen. Damit das Aufsteigen leichter fällt, und das Seil nicht über den Boden schleift. Klar ist: Der Papst ist total unfehlbar. Herr vertraulich Vertrauliche Informationlink seilt als erster ab, und baut das Seil - eine Umsteigestelle direkt am Schachtanfang - ein. Nach und nach rutscht der Rest hinterher - nur nicht Herr Sturm. Denn dieser begeht lieber den slowenischen Wald. Schließlich ist es kalt und feucht. Und es beginnt dunkel zu werden. Schließlich ist Herr Wipplinger an der Reihe, und Herr Herr vertraulich Vertrauliche Informationlink lässt es sich nicht nehmen, auch ihn mit gepflegter Höhlenthelogie zu beglücken - was dazu führt, dass Herr Wipplinger nach wenigen Minuten völlig hilflos am Seil baumelt.

Jürgen WipplingerFlorian SeeleitnerThomas WarnickUlrich HenschkerJohanna Bartos

Mission 505: Vom Islam abgefallen
20:04-23:43 [20:51-22:55]: Die Untergrundvereinigung sitzt mit ungewaschenen Extremitäten und teilweise sehr stark riechend an einem Tisch des wohl einzigen Nobel-Restaurants in Südwest-Slovenien. Zuvor hatte man wie üblich versucht eine billige Spelunke zu überfallen - wie es sie vor Ort eigentlich in Hülle und Fülle gibt - hatte aber - ganz CaveSeeker - keine gefunden. Einige trauen beim Betrachten der Preise auf der Karte ihrem Augenlicht nicht - nur die Herren vom Konzern bestellen großzügig wie immer einfach das teuerste. Mit dieser Technik fährt man immer ganz gut. Und der Bauch bleibt unter Kontrolle.

Oliver ArendtJürgen WipplingerThomas WarnickUlrich HenschkerJohanna Bartos

Mission 503: Die Kackstelle
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Der Wecker klingelt um 2:15 Uhr. Was aber weiter nicht so schlimm ist, weil man ist eh noch wach - musste man doch bis um 1:30 Uhr noch das allernötigste Material zusammensuchen und einpacken. Plus - als kleiner Luxus - ein paar Dosen Red Bull. Denn: Ausflüge in die Salzgrabenhöhle kommen immer überraschend. In diesem Falle wurde erst 6 Wochen vorher Bescheid gegeben. Ein Skandal.

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 502: 100 Meter gegen den Wind
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Gekonnt lenkt Herr Warnick das Fahrzeug am Loch vorbei. Ohne dass irgendein Held dessen gewahr wird - denn man vermutet das Loch tief im Wald. Und so übernimmt Collin Mc. Hauselt das Steuer und quält das Fahrzeug durch bist zu 30cm tiefe Schlammlöcher immer weiter einen Weg entlang, den offenbar nur er sehen kann - klar, denn normalerweise soll man nach dem Frühstück nicht mehr fahren.