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Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 454: Auf die Wurzel gekommen
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Gewaltaktionen sind nichts für Memmen oder starke Trinker, die den zugeführten Alkohol nicht rechtzeitig wieder abbauen können. Das steht fest. Zunächst was kurz vor Ende geschah: Unter frenetischen Anfeuerungen bestieg er zunächst die Wurzel, nur um nach ca. 5 Minuten des tapferen Kampfes wie ein nasser Sack an ihrer Seite zu hängen. Jubel brandete auf - denn es roch plötzlich nach Frau. Den darauf folgenden, kurzen Moment der nasalen Verwirrung nutzte vertraulich Vertrauliche Informationlink gekonnt aus und hing plötzlich bereits mit seinem sehr flexiblen Bauch über der Wurzel. Jetzt mussten nur noch die viel zu lang und zu muskulös geratenen Beine in akribischer Kleinarbeit entwirrt und auf die andere Seite der Wurzel gebracht werden. Viele zerbrechen unter der Last solcher Aufgaben. Nicht aber der echte CaveSeeker, denn weitere 5 Minuten später war nur noch das Problem zu lösen, wie man denn nun einen Spalt ausspreizt.

Jürgen WipplingerMichael HärtlDirk HeumannOliver Arendt

Mission 453: Erinnerungslücken
11:11-20:53 [17:33-18:56]: Schlimme Langeweile in Mittelfranken. Der Bratwürste sind genug verzehrt. Der Ranzen spannt. Schlaftrunken findet sich Stosstrupp Süd zusammen, nimmt weitere Nahrung auf und gelangt auf unglaublichen Umwegen in die Einsatzzentrale Ebermannstadt. Hier freut sich der Zigarrenfreund, den einzigen verbliebenen Platz in der freien Republik Deutschland gefunden zu haben, an dem es erlaubt ist, trotz Dach über dem Kopf und ohne auf der Flucht zu sein, zu rauchen.

Jürgen WipplingerFlorian Seeleitner

Mission 452: Zerbrochene Speläotheme
9:32-11:35 [10:03-11:35]: Der Aufstieg am Vortag war geprägt durch zwei, sich jeweils an einem Fuß der korpulentesten Person der Gruppe befindlichen, großflächigen Blasen. Erstmals wurden diese nach ca. 15% des Aufstiegs entdeckt, aber ignoriert. Nach weiteren 20% des Aufstiegs waren dann zwei 3x5cm große, vollständig hautfreie Stellen an den Fersen zu bejammern. Glücklicherweise hat der erfahrene Alpinist zahlreiche 'Compeed' Blasenpflaster am Start - deren Existenz dem Blasenträger bis Dato völlig unbekannt war - und deren Hilfe zunächst nur stark zweifelnd angenommen wurde. Jetzt aber steht auch für Herrn Wipplinger fest: Compeed Blasenpflaster Verknüpfung zu einer externen Quelle.Verknüpfungmüssen mit! Am Abend vor der geplanten Befahrung wurden die letzten Sonnenstrahlen - von den Teilen der Mannschaft mit intaktem Gehwerk - genutzt, um den Höhleneingang zu finden. Da man sich zwar eine gute Zugangsbeschreibung ausgedruckt hatte, diese dann aber zur Sicherheit im Auto hat liegen lassen, wurde das Hüttenpersonal zunächst um Rat gefragt. Mit einer ungefähren Richtung und Entfernung im Hinterkopf brachen die Kameraden Seeleitner und P. auf, fügten aus ihren blassen Erinnerungen des Textes weitere Informationen hinzu - und fanden nichts . Immerhin konnte die Bullö-Doline kurz besichtigt werden, bevor man sich dann einige Höhenmeter tiefer zum Rückweg entschloss. In einem Geistesblitz erinnerte sich Herr Seeleitner plötzlich an die Ausrichtung des Höhleneingangs, immerhin konnten so die potenziellen Stellen auf wenige Felswände reduziert werden. Diese wurden wenig systematisch, aber trotzdem erfolgreich abgesucht und so konnte Herrn Wipplinger bei einem Bier und rotem Wasser Vollzug gemeldet werden.

Jürgen WipplingerMichael HärtlPeter KlampflRudi PfisterOliver ArendtHolger Christiansen

Mission 451: Schönsteinabschlußsafari Phase A
17:13-23:33 [18:37-22:44]: Schon immer langweilen Bilder der Schönsteinhöhle und vermitteln einen desaströsen Eindruck des Lochs. Egal wo man sich umsieht. Selbst auf CaveSeekers.com - eigentlich Garant für wahrheitsgetreue Fotografie: Nur Paradebeispiele der besonders schlechten Bilder. Bis jetzt. Dieser Umstand steht in krassem Gegensatz zur Höhle selbst, die, polemikfrei, als durchgehend "schön" zu bezeichnen ist. Trotz den vielen Reisebussen. Einzig das Problem der Motivationsfindung war zu lösen. Wer will schon nach Streitberg?

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 450: Freitodspringen
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Nach unüblich vielen Fehlschlägen - unter anderem wurde "mit am dreggerdn Steggn in der vertraulich Vertrauliche Informationlink gsdocherd" - stand man unschlüssig am VW. Zunächst war da nur noch eine Option um den Tag zu retten: Die Nikki . Aber in letzter Sekunde zog der Senior Software Architect die Bestažovca aus dem Hut. Letztere genau so weit vom VW entfernt wie erstere.

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 449: Der Uhu
9:12-23:33 [13:23-13:44]: Es riecht unangenehm nach Kupplung. Der mit drei Dicken und einem Dünnen besetzte Caddy wird unbeholfen auf einem, nur für Einheimische und Italiener als solchen erkennbaren, Parkplatz in übelster Hanglage und ohne jede Befestigung gewendet. Man ist - so vermutet man - am Ziel. Ein Ziel, welches erst nach dem wiederholtem Scheitern an italienischer Strassenführung auf slowenischem Boden erreicht wurde. Merke : Die Befähigung zu übersichtlichem - und damit sicheren - Strassenbau macht sich nicht an der Nationalität des Strassenbauplaners fest, sondern offenbar eher an dessen Genen. Dies wiederum weist auf regen Grenzverkehr zwischen Italien und Slowenien hin - insbesondere im grenznahen Bereich. Mit zwei GPS Geräten, etlichen Rücksäcken und zwei Peliboxen marschierte man los. Strahlender Sonnenschein, schöne Menschen. Aber bereits nach dreihundert Metern Marsch war die Entfernung zum Loch nur um hundertfünfzig Meter geschrumpft. Bald darauf bewegte man sich nur noch auf Wegen, die die Entfernung zum Loch im besten Falle nicht größer werden ließ. Jemand musste etwas unternehmen. Und so schlug sich Architekt Wipplinger - seine Körpermasse nutzend - ins Unterholz. Nahezu undurchdringliche Brombeersträucher bei gleichzeitiger 70 prozentiger Steigung wurden dem Erdboden gleichgemacht - eine Spur der Verwüstung zieht sich nun durchs Land. Wer diese genauer untersucht, wird viel Blut finden.

Jürgen WipplingerOliver Wolfram

Mission 448: Männerschweiß
11:33-18:18 [11:58-16:47]: Alle zwei Jahre findet in Belgien das gute Höhlenwochenende statt. An jedem dieser überschaubaren Wochenenden wird am Samstag massenhaft über zahlreiche Löcher hergefallen. Und ausgerechnet an einem dieser Samstage - von denen die Welt bisher nur sehr wenige gesehen hat - entschließt sich der CaveSeeker eine offene Rechnung mit der Puits aux Lampes zu begleichen. Nach einer unruhigen Nacht im Wald - das Wort "Belgien" steht quasi als Synonym für "Angst im Wald" - erwachte man im kalten, feuchten Gras. Kurz den Horizont erweitert, markiert, das Material ins Auto geschmissen und schon war man um 11:45 Uhr am 2km entfernt gelegenen Loch.

Jürgen WipplingerFlorian Seeleitner

Mission 447: Rohes Fleisch
11:35-17:31 [11:54-17:11]: Weitgehend unerschrocken stellt sich der CaveSeeker generell den Schrecken eines Höhleneingangs - egal in welchem Land und unter welchen widrigen Umständen . Aber hier - im doch eher unscheinbaren Österreich - steht so mancher plötzlich neuen Herausforderungen gegenüber. Ein echter Berg. Mit einem ausgesetzten Steig zum Loch. Es gilt, im Angesicht des eigenen Absturzes, mindestens 50 Meter auf einem 30cm breiten Felsband voranzuschreiten, auf dessen linker Seite es entspannte 100 Meter senkrecht in die Tiefe geht und an dessen rechter Seite die Felswand 50 Meter senkrecht nach oben ragt. Der routinierten Mehrheit zaubert dieser Spaß nur ein müdes Lächeln ins Gesicht, während die fränkische Minderheit fast den Müller macht.

Oliver WolframStephanie RostRudi PfisterPeter LanigMichael HärtlEvi HehenbergerJürgen Wipplinger

Burgfeuer
Ein infernalisches Gewitter ging hernieder. Hernieder auf die hartnäckigen Rostnagelhelden, die - noch bei strahlendem Sonnenschein eingefahren - lange Zeit nichts davon mitbekamen.

Merke: Im Loch ist es stellenweise trockener als draussen.

Als nach vielen Messpunkten endlich die äußere Tür von innen aufgestossen wurde, schwamm ein rosa Zettel im Wasser vor der Tür ("die was nach aussen aufgeht"). Aufschrift: Unbekannt.

Eine kurze Regenpause ausnützend rannte man zum Fahrzeug und fuhr in Richtung Burg - um dort mit anständig Nahrung allerlei sinnfrei verbrauchte Kalorien zu ersetzen.

Selbstredend war die Burg nicht dort, wo sie vermutet worden war. Nein sie war woanders. Tief in der Oberpfalz.

Jürgen WipplingerOliver Wolfram

Der fünfte Streich: Der rote Wurmfortsatz. Hier allerdings in Falschfarben.

RNH Verplanung 5
15:00 Uhr. Wolfram und Wipplinger körperlich leicht angeschlagen, aber geistig aufrecht am Loch. Da aber sonst niemand vor dem Loch steht, muss versucht werden, ein Telefongespräch abzusetzen. Funklochbedingt also kurzerhand 5km (!) quer durch die Oberpfalz gefahren, um festzustellen, das sich die Gegenstelle in einem ähnlichen Funklug zu befinden schien. Klar: In einem Land ohne Atomkraft ist auch ein Mobilfunknetz weitgehend obsolet.

Im Loch wurde dann der luftlose Wurmfortsatz in Angriff genommen, und - trotz schlimmer Enge und unter erheblichen Schmerzen - mit 105 weiteren Messzügen verplant.

In der Zwischenzeit trug sich vor dem Loch folgendes Drama zu: Frau Rost und Herr Pfister fanden sich vor einer verschlossenen RNH-Tür wieder, hinterließen einen Zettel, dessen Aufschrift sich später nicht mehr rekonstruieren ließ, und fuhren unverrichteter Dinge wieder zur Burg.

Als die Verplanungshelden wenige Stunden später wieder aus dem Loch stiegen, ging an der Oberfläche gerade ein gar gewaltiger Wolkenbruch nieder. Schön, wenn man eine Hütte vorm Loch hat. Blöd, wenn ein hinterlegter Zettel dennoch in einer Pfütze versinkt.

Aktueller Stand: 1022 Messzüge, 4 perfekte Ringschlüsse mit Fehlern kleiner 10cm.