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Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik. |
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   | Mission 454: Auf die Wurzel gekommen 11:11-20:53 [13:33-20:11]:
Gewaltaktionen sind nichts für Memmen oder starke
Trinker, die den zugeführten Alkohol nicht rechtzeitig wieder abbauen können.
Das steht fest.
Zunächst was kurz vor Ende geschah: Unter frenetischen Anfeuerungen bestieg
er zunächst die Wurzel, nur um nach ca. 5 Minuten des tapferen
Kampfes wie ein nasser Sack an ihrer Seite zu hängen. Jubel
brandete auf - denn es roch plötzlich nach Frau.
Den darauf folgenden, kurzen Moment der nasalen Verwirrung nutzte vertraulich link
gekonnt aus und hing plötzlich bereits mit seinem sehr flexiblen Bauch über der Wurzel.
Jetzt mussten nur noch die viel zu lang und zu muskulös geratenen
Beine in akribischer Kleinarbeit entwirrt und auf die andere Seite der Wurzel gebracht
werden. Viele zerbrechen unter der Last solcher Aufgaben. Nicht aber der echte
CaveSeeker, denn weitere 5 Minuten später war nur noch das Problem zu lösen,
wie man denn nun einen Spalt ausspreizt.
|     | Mission 453: Erinnerungslücken 11:11-20:53 [17:33-18:56]:
Schlimme Langeweile in Mittelfranken. Der Bratwürste
sind genug verzehrt. Der Ranzen spannt. Schlaftrunken findet sich Stosstrupp Süd
zusammen, nimmt weitere Nahrung auf und gelangt auf unglaublichen Umwegen
in die Einsatzzentrale Ebermannstadt.
Hier freut sich der Zigarrenfreund, den einzigen
verbliebenen Platz in der freien Republik Deutschland gefunden zu haben, an dem es
erlaubt ist, trotz Dach über dem Kopf und ohne auf der Flucht zu sein, zu rauchen.
|   | Mission 452: Zerbrochene Speläotheme 9:32-11:35 [10:03-11:35]:
Der Aufstieg am Vortag war geprägt
durch zwei, sich jeweils an einem Fuß der korpulentesten Person der Gruppe befindlichen,
großflächigen Blasen. Erstmals wurden diese nach ca. 15% des Aufstiegs
entdeckt, aber ignoriert. Nach weiteren 20% des Aufstiegs waren dann zwei 3x5cm große,
vollständig hautfreie Stellen an den Fersen zu bejammern. Glücklicherweise hat der
erfahrene Alpinist zahlreiche 'Compeed' Blasenpflaster am Start - deren Existenz
dem Blasenträger bis Dato völlig unbekannt war - und deren Hilfe zunächst nur stark
zweifelnd angenommen wurde. Jetzt aber steht auch für Herrn Wipplinger fest: Compeed
Blasenpflaster Verknüpfungmüssen mit!
Am Abend vor der geplanten Befahrung
wurden die letzten Sonnenstrahlen - von den Teilen der Mannschaft mit intaktem Gehwerk
- genutzt, um den Höhleneingang zu finden. Da man sich zwar eine gute Zugangsbeschreibung
ausgedruckt hatte, diese dann aber zur Sicherheit im Auto hat liegen lassen, wurde
das Hüttenpersonal zunächst um Rat gefragt. Mit einer ungefähren Richtung und Entfernung
im Hinterkopf brachen die Kameraden Seeleitner und P. auf, fügten aus ihren blassen
Erinnerungen des Textes weitere Informationen hinzu - und fanden nichts
. Immerhin konnte die Bullö-Doline kurz besichtigt werden, bevor man sich dann einige
Höhenmeter tiefer zum Rückweg entschloss. In einem Geistesblitz erinnerte sich Herr
Seeleitner plötzlich an die Ausrichtung des Höhleneingangs, immerhin konnten so die
potenziellen Stellen auf wenige Felswände reduziert werden. Diese wurden wenig systematisch,
aber trotzdem erfolgreich abgesucht und so konnte Herrn Wipplinger bei einem Bier
und rotem Wasser Vollzug gemeldet werden.
|       | Mission 451: Schönsteinabschlußsafari Phase A 17:13-23:33 [18:37-22:44]:
Schon immer langweilen Bilder der Schönsteinhöhle
und vermitteln einen desaströsen Eindruck des Lochs. Egal wo man
sich umsieht. Selbst auf CaveSeekers.com - eigentlich Garant für wahrheitsgetreue
Fotografie: Nur Paradebeispiele der besonders schlechten Bilder.
Bis jetzt.
Dieser Umstand steht in krassem Gegensatz zur Höhle selbst, die,
polemikfrei, als durchgehend "schön" zu bezeichnen ist. Trotz den vielen Reisebussen.
Einzig das Problem der Motivationsfindung war zu lösen. Wer will schon nach
Streitberg?
|    | Mission 450: Freitodspringen 11:11-20:53 [13:33-20:11]:
Nach unüblich vielen Fehlschlägen - unter anderem
wurde "mit am dreggerdn Steggn in der vertraulich link gsdocherd" - stand man unschlüssig
am VW. Zunächst war da nur noch eine Option um den Tag zu retten: Die Nikki
. Aber in letzter Sekunde zog der Senior Software Architect die Bestažovca
aus dem Hut. Letztere genau so weit vom VW entfernt wie erstere.
|    | Mission 449: Der Uhu 9:12-23:33 [13:23-13:44]:
Es riecht unangenehm nach Kupplung. Der mit
drei Dicken und einem Dünnen besetzte Caddy wird unbeholfen auf einem, nur für Einheimische
und Italiener als solchen erkennbaren, Parkplatz in übelster Hanglage und ohne jede
Befestigung gewendet. Man ist - so vermutet man - am Ziel. Ein Ziel, welches erst
nach dem wiederholtem Scheitern an italienischer Strassenführung auf slowenischem
Boden erreicht wurde. Merke : Die Befähigung zu übersichtlichem -
und damit sicheren - Strassenbau macht sich nicht an der Nationalität des Strassenbauplaners
fest, sondern offenbar eher an dessen Genen. Dies wiederum weist auf regen Grenzverkehr
zwischen Italien und Slowenien hin - insbesondere im grenznahen Bereich.
Mit zwei GPS Geräten, etlichen Rücksäcken und zwei Peliboxen marschierte man los.
Strahlender Sonnenschein, schöne Menschen. Aber bereits nach dreihundert Metern Marsch
war die Entfernung zum Loch nur um hundertfünfzig Meter geschrumpft. Bald darauf
bewegte man sich nur noch auf Wegen, die die Entfernung zum Loch im besten Falle
nicht größer werden ließ. Jemand musste etwas unternehmen. Und so schlug sich Architekt
Wipplinger - seine Körpermasse nutzend - ins Unterholz. Nahezu undurchdringliche
Brombeersträucher bei gleichzeitiger 70 prozentiger Steigung wurden dem Erdboden
gleichgemacht - eine Spur der Verwüstung zieht sich nun durchs Land. Wer diese genauer
untersucht, wird viel Blut finden.
|   | Mission 448: Männerschweiß 11:33-18:18 [11:58-16:47]:
Alle zwei Jahre findet in Belgien das gute Höhlenwochenende statt.
An jedem dieser überschaubaren Wochenenden wird am Samstag massenhaft über zahlreiche
Löcher hergefallen. Und ausgerechnet an einem dieser Samstage - von denen die Welt
bisher nur sehr wenige gesehen hat - entschließt sich der CaveSeeker eine offene
Rechnung mit der Puits aux Lampes zu begleichen.
Nach einer unruhigen Nacht im Wald - das Wort "Belgien" steht quasi als Synonym für
"Angst im Wald" - erwachte man im kalten, feuchten Gras. Kurz den Horizont erweitert,
markiert, das Material ins Auto geschmissen und schon war man um 11:45 Uhr am 2km
entfernt gelegenen Loch.
|   | Mission 447: Rohes Fleisch 11:35-17:31 [11:54-17:11]:
Weitgehend unerschrocken
stellt sich der CaveSeeker generell den Schrecken eines Höhleneingangs
- egal in welchem Land und unter welchen widrigen Umständen
. Aber hier - im doch eher unscheinbaren Österreich - steht so mancher
plötzlich neuen Herausforderungen gegenüber. Ein echter Berg. Mit
einem ausgesetzten Steig zum Loch.
Es gilt, im Angesicht des eigenen Absturzes, mindestens 50 Meter
auf einem 30cm breiten Felsband voranzuschreiten, auf dessen linker
Seite es entspannte 100 Meter senkrecht in die Tiefe geht und an
dessen rechter Seite die Felswand 50 Meter senkrecht nach oben ragt.
Der routinierten Mehrheit zaubert dieser Spaß nur ein müdes Lächeln ins Gesicht,
während die fränkische Minderheit fast den Müller macht.
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   | Burgfeuer
Ein infernalisches Gewitter ging hernieder. Hernieder auf die hartnäckigen Rostnagelhelden,
die - noch bei strahlendem Sonnenschein eingefahren - lange Zeit nichts davon mitbekamen.
Merke: Im Loch ist es stellenweise trockener als draussen.
Als nach vielen Messpunkten endlich die äußere Tür von innen aufgestossen wurde,
schwamm ein rosa Zettel im Wasser vor der Tür ("die was nach aussen aufgeht"). Aufschrift:
Unbekannt.
Eine kurze Regenpause ausnützend rannte man zum Fahrzeug und fuhr in Richtung Burg
- um dort mit anständig Nahrung allerlei sinnfrei verbrauchte Kalorien zu ersetzen.
Selbstredend war die Burg nicht dort, wo sie vermutet worden war. Nein sie war woanders.
Tief in der Oberpfalz.
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 | RNH Verplanung 5
15:00 Uhr. Wolfram und Wipplinger körperlich leicht angeschlagen, aber geistig aufrecht
am Loch. Da aber sonst niemand vor dem Loch steht, muss versucht werden, ein Telefongespräch
abzusetzen. Funklochbedingt also kurzerhand 5km (!) quer durch die Oberpfalz gefahren,
um festzustellen, das sich die Gegenstelle in einem ähnlichen Funklug zu befinden
schien. Klar: In einem Land ohne Atomkraft ist auch ein Mobilfunknetz weitgehend
obsolet.
Im Loch wurde dann der luftlose Wurmfortsatz in Angriff genommen,
und - trotz schlimmer Enge und unter erheblichen Schmerzen - mit 105 weiteren Messzügen
verplant.
In der Zwischenzeit trug sich vor dem Loch folgendes Drama zu: Frau Rost und Herr
Pfister fanden sich vor einer verschlossenen RNH-Tür wieder, hinterließen einen Zettel,
dessen Aufschrift sich später nicht mehr rekonstruieren ließ, und fuhren unverrichteter
Dinge wieder zur Burg.
Als die Verplanungshelden wenige Stunden später wieder aus dem Loch stiegen, ging
an der Oberfläche gerade ein gar gewaltiger Wolkenbruch nieder. Schön, wenn man eine
Hütte vorm Loch hat. Blöd, wenn ein hinterlegter Zettel dennoch in einer Pfütze versinkt.
Aktueller Stand: 1022 Messzüge, 4 perfekte Ringschlüsse
mit Fehlern kleiner 10cm.
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