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Hohlraumbeschreibung - hier stehts.
Höhle:

Silberloch

[H2]
Lage: Altmühltal, vertraulich Vertrauliche Informationlink
Koordinaten: vertraulich Vertrauliche Informationlink
Ungewisses Koordinatensystem. Wenns mit WGS84 nicht klappt, dann ist es meißt ED50.
Typ: Extremistenhöhle mit Anspruch
Länge: ca. 944 Meter
Bewertung: 87
Anspruch: 10
Höhlenbuch: ---
Material: 66m Seil, Fallgurt, Aufseilomat, massig Karabiner und Hilfsseile
Getier: an den unmöglichsten Stellen wurden Spinnen und kleine Fliegen angetroffen, EINE Fledermaus
Verschlossen: nie
Gesamtzeit: 22:09 Stunden
Bekrochen durch: Jürgen WipplingerAntje HeidenreichRichard MüllerHerr AndersHarald FitznerRoland KonopacJens NehlsAgentMichael Kreil
     
Spektakuläres: Hochprofessionell: Fitzner beim Abseilen.Die BR-Halle 3.Letzte Sonnenstrahlen.Leicht beschmutzt.
     
Missionen:
     
Beschreibung:

Das Silberloch vermittelt, von aussen betrachtet, den Eindruck einer typischen Rentnerhöhle - auch wenn die Bank und der Tisch vor ihr fehlen: Ein gut sichtbarer, leicht begehbarer Eingang, nach dessen problemloser Bezwingung bereits wieder aufrecht gegangen werden kann.

Im weiteren Verlauf des Hohlraums wandelt sich das Bild jedoch auf dramatische Weise. Das Silberloch entwickelt sich nach und nach zur schlimmsten Höhle die wir kennenlernen durften, und offenbart ein kaum vorstellbares Gefahrenpotential für den Bekriecher. Das ist auch der Grund, warum wir die Lage dieser Höhle nicht preisgeben.

Der Eingangsbereich ist stark zerstört - es läßt sich nur noch erahnen, wie es hier eventuell einmal ausgesehen haben könnte. An der ersten Kletterstelle kann die Notdurft eines modernen Höhlenmenschen bewundert werden - zusammen mit reichlich anderem Abfall.

Ist dieses Hinderniss überwunden, findet man sich in einem ehemaligen Flussbett wieder, welches nach hinten hin sehr stark verschwemmt ist. Glücklicherweise führt ein angenehmer Schluf durch die Verschwemmung, und man gelangt weiter zu einem weiteren völlig versinterten und sehr schmierigen Aufstieg. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Schlaz ein wenig mit Lehm beschmiert, doch das mitgeführte Material ist noch sauber - und damit funktionstüchtig...

In der ansehnlich versinterten Halle angekommen, findet sich auch gleich ein weiteres Loch im Boden, durch das verschwunden wird. Hier offenbart sich nun eine Art Labyrinth, durch dass man sich solange kopflos fortbewegt, bis man auf DEN SCHACHT stößt. Der Schlaz ist inzwischen fast völlig mit Lehm beschmiert, jedoch noch nicht durchnässt, und die Lehmschicht ist nur maximal einen Millimeter dick.

Der Schacht ist schätzungsweise 40 Meter tief, und das kleine Loch, durch welches man ihn entdeckt, befindet sich ungefähr 30 Meter über dessen Boden (den man von hier aus mit unserem Leuchtwerk noch nicht erkennen kann). Weil der Schacht absolut senkrecht abfällt, stellt sich sehr schnell ein gewisses Unwohlsein ein. Macht aber nichts - nach 35 Minuten Diskussion über die Vor- und Nachteile eines Absturzes seilt man sich ab, und hat bereits Probleme mit dem Bremsen, weil der Achter völlig mit Lehm verschmiert ist.

Stolz unten angekommen verdrängt man dann den Gedanken an den Wiederaufstieg, und suhlt sich stattdessen im noch feuchteren und dort tatsächlich omnipräsenten Lehm, um weitere Gänge zu entdecken. So gibt es einen direkt unter dem Boden des Schachtes und einen weiteren, der zu einen lustigen Siphon führt - wer wissen will, wie es dahinter weitergeht: beeindruckend.

Kaum hat man sich durchs Wasser gedrückt, findet man sich in einem Spalt wieder, der mit den letzten Kräften erklommen werden muss. Hier tut sich dann der größte Raum der Höhle auf. Es scheint in nahezu alle Richtungen Fortsetzungen zu geben - jedoch führen sie selten sehr weit. Es existiert ein Schacht in die Tiefe, der aus Materialmangel noch nicht untersucht werden konnte.

Inzwischen ist der Schlaz komplett mit einer 5 Millimeter dicken, feuchten Lehmschicht bedeckt. Selbst der Unterschlaz ist feucht. Das Gewicht des Höhlengängers hat sich um ca. 15 Kilo erhöht, das Gewicht des Materials nochmals um 15 Kilo. Der Aufstieg erweist sich als sehr mühsam, weil, bedingt durch den vielen Dreck die Seilklemmen nicht mehr fassen und dann ohne Vorwarnung abrutschen. Das Entfernen der Seile und das Ablegen des Fallgurtes erfordern alle Kräfte, weil sich jeder Karabiner und jede Schnalle seiner/ihrer Öffnung wiedersetzten. Der Schlaz und die Schleißsäcke bleiben überall kleben und erschweren dadurch die gesamte Situation.

Nach über 7 Stunden verlässt man dann erleichtert das Silberloch und weiss genau, dass man für mindestens eine Woche von der Höhlerei genug hat.

 
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Legende:
01Das Flussbett. interne Verknüpfung.Verknüpfung
02Schluf durch die Verschwemmung im Flussbett. interne Verknüpfung.Verknüpfung
03Schlüpfriger Aufstieg zu einer Sinterhalle. interne Verknüpfung.Verknüpfung
04Labyrinth. interne Verknüpfung.Verknüpfung
05Der Schacht. interne Verknüpfung.Verknüpfung
06Siphon interne Verknüpfung.Verknüpfung
     
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