Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Sandra SchnurerJürgen WipplingerMichael HärtlEvi Hehenberger



Pyramidenbau oder das Zelt
Es war endlich da, das CaveSeeker-Outdoor-Partyhöhlen-Zelt, das zugleich Disko, sozialer Schmelztigel, Wetterschutz und Lagerplatz für Alkoholleichen auf 16 Quadratmetern verkörpert. Nun war es an der Zeit dieses neue Anlagevermögen der CaveSeekers einer Qualitätsprüfung zu unterziehen. Es fand sich auch bald ein geeigneter Rasen zum Verwüsten (großes Dankeschön an Bärbel und Herbert) sowie ein Tag mit genügend Freizeit und wenig Niederschlag. Die Aufbauanleitung war schnell vernichtet und schon machte man sich dran die Pyramide zu erbauen. Tausend Heringe wurden versenkt, Gestänge verbaut und Leinen gespannt. Trotz geballter Inkompetenz und einem Studierten, ging das ganze recht schnell von Statten und bald stand das Zelt in seiner vollen Pracht vor uns. Die Überlegung welche Stellen des reinen, unberührten Zeltes nun mit dem CaveSeeker-Schriftzug verschönert werden sollten beschwörte viele irrelevante Meinungen herauf. Diese wurden alle ignoriert und die höhere Macht siegte. Mit ausgefeilten ingenieurgleichen Techniken und Milliarden Lumen wurde schnell der Schriftzug auf den Stoff projeziert und abgepinselt. Diese ehrenvolle Aufgabe wurde Frau Krannich zuteil, die unter Aufbietung aller Konzentration und mit männlicher Unterstützung ein wahres Meisterwerk vollbrachte. Herr Wipplinger, der die Suche nach dem Unterstrich aufgegeben hatte, bändigte bald eine vor Langeweile wild gewordene Frau Hehenberger, die versuchte ihn im Ringkampf flach zu legen. Als die Sonne unterging wurde die Pyramide wieder eingerissen, alles zusammen gepackt und die Kameraden begaben sich wieder auf den Heimweg.

Stephan BunkJürgen WipplingerMichael KreilOliver WolframSimone Grell


Darf ich Kant zitieren?An mir ist eindrucksvoll zu erkennen, dass der Bierbauch nicht immer durch den Konsum von Bier enstehen muss.Gelbe Gummistiefel harmonieren wunderbar mit grünen Schlazen - lass' uns tauschen.
Beweis: Man war tatsächlich auch im Loch.Würde mir mein Arsch genauso in den Kniekehlen hängen wie dir der deine, wäre ich wohl auch beim Radio gelandet.Idylle:Die dreckige Acht.

Radioaktiv im Kollerberg
Wie so oft wurde den CaveSeekers die Ehre zuteil, ganze fünf Minuten Radioprogramm mit sinnfreien Weisheiten über Wein, Weib und Höhlerei zu füllen.

Die Entscheidung, in welches Loch man den weitgehend unerfahrenen Radiomann Carlo - angereist mit eigener Sozialpädagogin - schleppen solle, um unvergessliche Momente zu schaffen, fiel schnell und hart. Der Herr erließ den Beschluss, Carlo möge in den Genuss des Kollerberglochs kommen. Nun galt es noch die besten Rest-Redner aus den eigenen Reihen für diesen Spezialeinsatz zu gewinnen.

Die Tatsache, dass alle pünktlich an der Rakete eintrafen, sprach für die Brisanz des Spezialeinsatzes. Schnell wurden dort auch zwei Gesichter, die besonders ratlos und ängstlich vor der Rakete hockten, als wahrscheinliche Opfer identifiziert. Nachdem man die üblichen Begrüßungsrituale hinter sich gebracht hatte, begab man sich ohne große Umschweife auf den Weg zum Loch. Herr Bunk - Vertreter abnormer Geisteswissenschaften - fuhr voraus und ließ dank enormer Geschwindigkeitsschwankungen auf der Autobahn Stimmung aufkommen.

Frisch eingeschlazt wurde dem Radiomenschen noch schnell die Illusion genommen, im Ziel-Loch nebenher lässig beim Durchspazieren Interviews führen zu können. Doch noch bevor man ins Dunkel hinabtauchen konnte, musste zunächst eine nicht mehr vorhandene Brücke kompensiert werden. Danach wurde es aber auch schon ernst und Carlo zückte sein Mikrofon, um ungeniert drauf los zu fragen. Wahrlich vorbildlich und in meisterhaftem Reindeutsch gaben die CaveSeekers der Reihe nach verbal ihr verkommenes Innerstes preis. Selbst Herr Wipplinger war vielleicht ein klein wenig stolz. Doch nun sollte Carlo endlich kennenlernen, wie sich eine ordentliche fränkische Höhle anfühlt. Man kroch durch enge Spalten und Schlufe, schob sich gemeinsam durch zähen Baatz und verdreckte die eigene Foto- oder Audioausrüstung.

Unser Radioreporter, der die beschränkten Dimensionen des Lochs ziemlich gelassen hinnahm (Respekt!), ließ es sich dabei nicht nehmen auch das angestrengte Stöhnen und Ächzen der CaveSeekers auf Band festzuhalten. Auf dem Weg durch das Labyrinth wurden immer wieder Stopps eingelegt, um dem einen oder der anderen weitere Aussagen zu entlocken. Man kroch bis zum See, wo Herr Kreil sowohl Neuland als auch einen extrem direkten Weg zum Ausgang 'entdeckte'.

Zum Ausklang wurde bei Riesen-Schnitzel und Tonband auch der redescheue Herr Wipplinger befragt und das ein oder andere Thema heiß diskutiert. Wir sagen danke für diesen erfahrungsreichen Tag und für das entgegengebrachte Interesse und sind gespannt auf das Endprodukt. Hauptsächlich aber haben wir Angst..

Jürgen WipplingerMichael HärtlStephan Bunk

Mission 368: Nur 23 Minuten
18:30-0:23 [21:33-23:15]: Es pressierte mal wieder, und diesmal wirklich, denn es wartete nämlich jemand, der wahrscheinlich nicht lange warten würde. Man hatte vor sich in die Weltstadt der Höhlerei zu begeben - Streitberg. Ziel war es dort um Punkt achtzehnhundertdreißig einen Kontaktmann des Alpenvereins zu treffen, der uns zu der Höhle im alten Graben führen sollte. Das Ziel war zwar klar, aber der angeborene Hang zur Unpünktlichkeit wurde den CaveSeekers wieder mal zum Verhängnis.

Michael KreilJürgen WipplingerMichael HärtlJochen Pesahl

Mission 367: Seilabschneiden
14:00-23:35 [17:43-18:55]: Die internationale Klima- und Finanzkrise hat nun auch den CaveSeeker erfasst. Während seine Mitmenschen seit Monaten weinerlich ihre wertlosen Aktiendepots betrauern, begann es - von vielen weitgehend unbemerkt - zu regnen. Zunächst nur wenige Stunden am Tag. Dann mehrere Tage am Stück - am Ende dann wochenlang. Klimaerwärmung hin oder her - das ganze bei um die 0 Grad. Danke Jesus!

Jürgen WipplingerMichael KreilJochen PesahlMichael Härtl

Das Wasser steht hoch in der Oberpfalz.Sehr hoch.Bis übers Knie.
Betonter Schrittbereich.

Wassertreten
Spezialeinsatz: Alter, gefluteter Fabrikkeller im Kelheimer Untergrund.

Ein Stückchen hinter dem MC - eigentlich Sammelpunkt für allerlei Gesocks aus der Region - stellte man die Einsatzfahrzeuge ab und begann sich bei grausigem Wetter und unmenschlichen Temperaturen in die Neoprenanzüge zu quetschen. Während die Herren Härtl, Kreil und Wipplinger sich mit einer Neoprenhose zufrieden gaben, musste sich Herr Pesahl in den kompletten Taucheranzug zwängen. Besonders die widerspenstigen Gummistiefel zogen das Vorhaben deutlich in die Länge.

Zuerst wollte man durch den offensichtlichsten Zugang in den alten Fabrikkeller gelangen - über eine alte Abfahrtsrampe. Herr Pesahl stürmte voraus und bemerkte erst, als ihm das Wasser bereits bis zum Bauch stand, dass er wohl der Einzige sein würde, der hier durch Schwimmen seinen Weg finden würde. Also wurde wegen den Alten ein zweiter Zugang gesucht. Dieser führt von oben durch einen kleinen Schlitz auf eine Förderbandanlage ins Innere des Kellers. Da man hier keine Lust hatte auf dem Förderband im Trockenen entlang zu robben, sprang man in die eiskalte Brühe, die etwa bis zu den Knien reichte.

Zuerst watete man durch die Fluten an der Förderbandanlage entlang, bis man in einen kleinen Maschinenraum kam. Eine Treppe in den unteren komplett gefluteten Stock wusste zu beeindrucken. An einem riesigen Motor wurde ein Schwalbennest auf einem Rohr bewundert, bevor man sich in die andere Richtung auf machte. Herr Kreil - ausgestattet mit zu wenig Biopren - wurde so arg von Väterchen Frost geplagt, dass er den Gang in die andere Richtung nicht mehr mit beschreiten wollte. So kämpften sich die Herren Härtl, Pesahl und Wipplinger weiter voran, weder Stolperfallen, wie gammlige Schaumstoffmatten oder Eimer, noch bis zur Unkenntlichkeit aufgedunsene Vogelkadaver konnten das Vorankommen bremsen. Am Ende stand man ein bisschen enttäuscht vor einer Lehmwand, ein verschütteter weiterer Zugang. Irgendwie hatte man sich noch etwas mehr erwartet, lustig war es aber trotzdem, also wieder zurück.

Auf dem Rückweg sah man die Hindernisse durch den aufgewirbelten Schlamm allerdings nicht mehr, zumindest Herr Pesahl hatte vorher versucht sich die Lage der sich zersetzenden Vogelkadaver einzuprägen - so ein Stück Darm am Neoprenanzug ist wenig kleidsam. Anschließend suchte man draußen noch nach weiteren Räumen und Kellern, fand aber nur verschlossene Gitter oder Zugänge die nur durch Tauchen zu bezwingen sind. So trat man den Rückzug an und quälte sich wieder endlos lange aus den Neoprenanzügen und Gummistiefeln.

Gerhard KrautmannPeter LanigPeter KlampflMichael KreilDaniel Bohrer
Jürgen WipplingerStephan BunkMichael HärtlJochen PesahlMark Weiss

Mission 366: Operation Spreizkreil
17:00-23:35 [17:33-22:16]: Die üblichen Probleme beim Anlassen des Generators fanden bei den Umstehenden kaum Beachtung. Generatoren ohne deren Zündschlüssel anzulassen erfordert einiges an krimineller Energie. Diese Form der Energie ist - genauso wie jede andere Form des Antriebs - beim sinnfrei umherstehenden CaveSeeker teilweise nur sehr schwach ausgebildet.

Jürgen WipplingerMichael KreilPeter LanigStephan BunkOliver Arendt

Mission 365: Kommandoeinheit versiffter Schneeschuh
16:22-23:55 [17:43-23:02]: Obwohl keines seiner Worte von einem der Anwesenden verstanden werden kann, wird eines schnell klar: Er äussert lautstark seinen Unmut. Offenbar missfällt es ihm, dass ein deutscher Spähtrupp den bequemen Weg in den frisch gespurten Langlaufbahnen dem Weg durch unwägbar hohem Schnee vorgezogen hatte.

Jochen Pesahl

Mission 364: Schlazlos
14:21-21:14 [16:58-17:47]: An einem mehr oder weniger schönen Sonntag Nachmittag machte man sich auf, an den schönen Hängen nahe vertraulich Vertrauliche Informationlink eine größere Wanderung zu unternehmen und dabei diverse kleinere Höhlen abzugrasen. Nachdem man einen nur mehr sehr wenig begangenen Wanderweg in Serpentinen hinaufkeuchte, suchte man an bereits gewohnter Stelle am steil abfallenden Hang nach dem famosen vertraulich Vertrauliche Informationlink loch. Obwohl dessen Eingang rund zwei Meter groß ist, schaffte es Herr Pesahl wie üblich wieder wenige Meter daran unbemerkt vorbeizumarschieren.

Jürgen Wipplinger

Koordinatenreaktor Zwei 0.21
Nach vielen Monaten der nächtelangen Tipperei ist nun Version 0.21 des neuen Koordinatenreaktors im Netz. Im Unterschied zur ersten Inkarnation des Reaktors, ist der Neue unterteilt in zwei höchst geheimnissvolle Teile. Der geheimere der beiden wird erst nach weiteren millionenschweren Investitionen dem Versuchsstadium entwachsen. Der erste Teil ist jedoch bereits jetzt weitgehend funktionstüchtig.

Noch gibt es keinen dedizierte Seite auf der der Koordinatenreaktor zu bewundern ist - stattdessen findet er sich auf jeder Höhlenseite.

Jochen PesahlDaniel Bohrer

Mission 363: Initiations-Riten
14:25-22:26 [17:09-19:08]: Die Mission begann obligatorisch damit, dass sich erst einmal - außer Herrn Kroiss - die gesamte Belegschaft kollektiv verspätete, womit sie einer althergebrachten Caveseekers-Tradition nachging. Nachdem endlich die komplette Kameradschaft beim vereinbarten Treffpunkt angekommen war - Familie Kroiss übrigens als Letzte, weil sie zwar zur richtigen Zeit, aber am falschen Ort war - verteilte man die Nasen auf die vorhandenen Gefährte und machte sich auf den Weg zum Hennerloch.