Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Jürgen WipplingerFlorian Seeleitner

Mission 451: Zerbrochene Speläotheme
9:32-11:35 [10:03-11:35]: Der Aufstieg am Vortag war geprägt durch zwei, sich jeweils an einem Fuß der korpulentesten Person der Gruppe befindlichen, großflächigen Blasen. Erstmals wurden diese nach ca. 15% des Aufstiegs entdeckt, aber ignoriert. Nach weiteren 20% des Aufstiegs waren dann zwei 3x5cm große, vollständig hautfreie Stellen an den Fersen zu bejammern. Glücklicherweise hat der erfahrene Alpinist zahlreiche 'Compeed' Blasenpflaster am Start - deren Existenz dem Blasenträger bis Dato völlig unbekannt war - und deren Hilfe zunächst nur stark zweifelnd angenommen wurde. Jetzt aber steht auch für Herrn Wipplinger fest: Compeed Blasenpflastermüssen mit!

Oliver WolframStephanie RostRudi PfisterPeter LanigMichael Härtl
Evi HehenbergerJürgen Wipplinger


Burgfeuer
Ein infernalisches Gewitter ging hernieder. Hernieder auf die hartnäckigen Rostnagelhelden, die - noch bei strahlendem Sonnenschein eingefahren - lange Zeit nichts davon mitbekamen.

Merke: Im Loch ist es stellenweise trockener als draussen.

Als nach vielen Messpunkten endlich die äußere Tür von innen aufgestossen wurde, schwamm ein rosa Zettel im Wasser vor der Tür ("die was nach aussen aufgeht"). Aufschrift: Unbekannt.

Eine kurze Regenpause ausnützend rannte man zum Fahrzeug und fuhr in Richtung Burg - um dort mit anständig Nahrung allerlei sinnfrei verbrauchte Kalorien zu ersetzen.

Selbstredend war die Burg nicht dort, wo sie vermutet worden war. Nein sie war woanders. Tief in der Oberpfalz.

Jürgen WipplingerOliver Wolfram

Der fünfte Streich: Der rote Wurmfortsatz. Hier allerdings in Falschfarben.

RNH Verplanung 5
15:00 Uhr. Wolfram und Wipplinger körperlich leicht angeschlagen, aber geistig aufrecht am Loch. Da aber sonst niemand vor dem Loch steht, muss versucht werden, ein Telefongespräch abzusetzen. Funklochbedingt also kurzerhand 5km (!) quer durch die Oberpfalz gefahren, um festzustellen, das sich die Gegenstelle in einem ähnlichen Funklug zu befinden schien. Klar: In einem Land ohne Atomkraft ist auch ein Mobilfunknetz weitgehend obsolet.

Im Loch wurde dann der luftlose Wurmfortsatz in Angriff genommen, und - trotz schlimmer Enge und unter erheblichen Schmerzen - mit 105 weiteren Messzügen verplant.

In der Zwischenzeit trug sich vor dem Loch folgendes Drama zu: Frau Rost und Herr Pfister fanden sich vor einer verschlossenen RNH-Tür wieder, hinterließen einen Zettel, dessen Aufschrift sich später nicht mehr rekonstruieren ließ, und fuhren unverrichteter Dinge wieder zur Burg.

Als die Verplanungshelden wenige Stunden später wieder aus dem Loch stiegen, ging an der Oberfläche gerade ein gar gewaltiger Wolkenbruch nieder. Schön, wenn man eine Hütte vorm Loch hat. Blöd, wenn ein hinterlegter Zettel dennoch in einer Pfütze versinkt.

Aktueller Stand: 1022 Messzüge, 4 perfekte Ringschlüsse mit Fehlern kleiner 10cm.

Stephanie RostOliver WolframRudi PfisterMark WeissJürgen Wipplinger


Schlechte Bilder der vierten langwierigen Kamera und Ton Vorbereitungsphase. Geschminkt wurde aber nicht.Schlechtes Bild von der ergreifenden Szene mit der Scurion im Zentrum des Geschehens.

Filmstars
Weitgehend gelangweilt nahm man Dienstag zur Kenntnis, dass mal wieder ein Fernsehteam unbedingt einen Film mit und - natürlich - über uns drehen musste. Dieses mal aber gezielt am nächsten Freitag um 12:00 Uhr.

Sofort fiel die Wahl des heimzusuchenden Lochs wie immer auf des Wipplingers liebstes Loch: Die gute Kollerberg. Hier kann die volle Bandbreite der fränkischen Höhlen kurz und mit viel Schmerz in vollen Zügen genossen werden: Dreck, Dreck, Dreck, gepaart mit ein paar Engstellen, ein bisschen "Abseilen" und zum Schluss noch ein bisschen mehr Dreck, Dreck und Dreck.

Und schon stand man um die Fahrzeuge unweit des Lochs. Der fränkische Sommer hatte sich exakt diese zwei Stunden ausgesucht, um auszubrechen. 35 Grad, hunderte Stechmücken, fette Bremsen - und Schweiß. Allerlei Ausrüstung musste kollerbergsicher verstaut werden. Ausrüstung kollerbergsicher zu verstauen ist schwer - und dauert insbesondere bei starkem Insektenbefall besonders lang.

Im Loch wurde direkt an der ersten Engstelle (ca. 3 Meter vom Eingangsloch entfernt) kurz der Abbruch diskutiert. Aber der Held an der Kamera hatte schon die Freude am Loch für sich entdeckt. So ging es weiter.

Selbst die echte Engstelle wurde von beiden Herren anstandslos gemeistert. Man war beeindruckt. Wenige Minuten später stand man am See. Aber leider nicht nur wenige Minuten.

Geplagt von Schüttelfrostanfällen wartete man, bis die Interviews abgedreht waren. Bange Minuten - überleben oder erfrieren?

Kurz vor Sonnenuntergang erreichte man die oberirdische Oberpfalz. Alle stark schwitzend und verdreckt.

Jürgen WipplingerRudi PfisterStephanie RostMichael Kreil

Der vierte Streich: Altes Neuland und die ganz andere Bachspalte.

RNH Verplanung 4
Dritter Tag, vierte Messung: unerwartet großer Andrang am Loch.

Da es sich bereits im Vorfeld gezeigt hat, dass drei Menschen durchaus genug sind, ergab sich für die Herren Bugelmüller und Kreil unerwartet die Möglichkeit, wie die vertraulich Vertrauliche Informationlink im Verbruch umherzukriechen, um nach neuem Neuland Ausschau zu halten.

Der vierte Ringschluss gelang im alten Neuland. Während hinter jedem Verbruchblock jemand anderes um Hilfe zu schreien schien, ließen sich die Herren Pfister und Wipplinger nicht vom gesetzten Ziel abbringen: altes Neuland komplett aufnehmen.

Das dabei entstandene Werk verblüffte mit weiteren aufgedeckten Spalten, die exakt parallel zur Bachspalte verlaufen. Und damit anders als vermutet.

Jürgen WipplingerFlorian SeeleitnerOliver Arendt

Der dritte Streich: Verbruch und Bachspalte.

RNH Verplanung 3
Zweiter Tag, dritte Messung. Verquollen fand man sich mit BMW vor der RNH. Wettersituation: arschkalt, regnerisch, generell beschissen.

Man begab sich direkt in Richtung altes Neuland, hatte kalte Extremitäten, und hörte plötzlich merkwürdige Geräusche. Merkwürdige Geräusche die beständig lauter wurden. Und dann wurde ein Blaumann sichtbar. Und vertraulich Vertrauliche Informationlink war nicht nur der vertraulich Vertrauliche Informationlink.

Zusammen mit Herrn Arendt wurden dann die Aktivitäten in Richtung Bachspaltenring verlegt. Und dort gelang unter widrigsten Umständen der dritte Ringschluss, während ein seit vielen Jahren Erleuchteter endlich mal wieder durchlebte, wie sich ein Hohlraum mit einer Petzl Duo anfühlt: Spannend, mit viel Kontrast und generell irgendwie dunkel.

Aktueller Stand: 774 Messzüge, 3 perfekte Ringschlüsse mit Fehlern kleiner 10cm.

Jürgen WipplingerFlorian Seeleitner

Der zweite Streich: Raum des schwebenden Blocks.

RNH Verplanung 2
Erster Tag, zweite Messung: Die Vormittagsmannschaft hatte sich weitgehend verflüchtigt. Nur noch die Herren Seeleitner und Wipplinger hatten nichts besseres zu tun - und so ging es weiter. Ohne Rücksicht auf eigene Zipperlein - zahlreiche Zipperlein.

Ziel war der zweite Ringschluss: Kohlenkeller / Raum des schwebenden Blocks und zurück. Danach dann noch ein paar Meter in Richtung altes Neuland. Der unerwartete Erfolg des zweiten Hochpräzisionsringschlusses hielt die Motivation hoch. Auch in der Kälte des Sommers 2011.

Herr Arendt hatte sich für Sonntag angekündigt. Die Vorfreude war groß.

Jürgen WipplingerFlorian SeeleitnerRudi PfisterStephanie Rost

Der erste Streich: Die Halle und der Kohlenkeller.

RNH Verplanung 1
Erster Tag, erste Messung: Am Vortag war es noch nur der Studentenkeller in Altdorf gewesen: Heldenhaft warfen sich die Herren Härtl und Wipplinger ins Loch, um neue, hochaktuelle Technik einem ersten Test zu unterziehen. Mit umwerfendem Erfolg.

Und dann kam ein Audi mit Seeleitner nach Nürnberg.

11:00 am Loch. Ein wenig vertraulich Vertrauliche Informationlink, ein paar Konflikte mit umherirrenden vertraulich Vertrauliche Informationlink. Dann ins Loch.

Zunächst störte die RNH-Stahlleiter die Technik - und damit den Vortrieb Danach störte Übernächtigung den Geist - und damit den Vortrieb. Dann störte die nicht verstandene Akku-Technik - und damit wieder den Vortrieb. Nach vielen Stunden der immer größeren Erfolgsmeldungen, dann endlich der Abbruch. Immerhin war der Eingangsbereich, die große Halle, der Raum der Excentrics, der Kohlenkeller und der erste Ringschluss im unangenehmen Verbruch gestaltet.

Dann kurze Pause vor Teil 2. Wieder mit verbotenen vertraulich Vertrauliche Informationlink. Aber auch mit Zigarre. Und zahlreichen Zecken.

Jürgen WipplingerMichael HärtlPeter KlampflRudi PfisterOliver Arendt

Mission 450: Schönsteinabschlußsafari Phase A
17:13-23:33 [18:37-22:44]: Schon immer langweilen Bilder der Schönsteinhöhle und vermitteln einen desaströsen Eindruck des Lochs. Egal wo man sich umsieht. Selbst auf CaveSeekers.com - eigentlich Garant für wahrheitsgetreue Fotografie: Nur Paradebeispiele der besonders schlechten Bilder. Bis jetzt.

Jürgen WipplingerPeter KlampflOliver ArendtJohanna Bartos

Mission 449: Geheime Kommandsache V.
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Satz: Kommunikation - oder zu deutsch: "Verständigung" - fällt schwer und gelingt nicht immer. Die Nachrichtenquelle nuschelt und bedient sich eines fremdartigen und nicht sehr beliebten Dialekts. Die Nachrichtensenke ist sich ihrer Rolle lange nicht bewußt, verpasst daher große Teile der Nachricht, und reagiert aber als soziale Entität mit einem klaren "Ja". Auf beiden Seiten ist man zufrieden und zieht von dannen.