Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Oliver ArendtOliver WolframFlorian SeeleitnerJürgen Wipplinger

Am Wasserfall: Wolfram, Wipplinger.Leicht links mittig: Arendt beim Aufstieg. Dahinter: Beeindruckende Wand.Karst im Sonnenschein.
Eins der gefundenen Löcher versteckt sich hier im Loch. In etwa dort wo Johanna rumturnt.

Skifahrerloch
Er dachte, es wäre aus mit ihm - soso.

Ein Skitourengeher war 50m tief (!) in ein Loch am Edelweisslahnerkopf gestürzt, dort für ein paar Stunden ungesehen verblieben, und dann per Hubschrauber erfolgreich gerettet worden. Glücklicherweise war er in einen Schneetrichter am Boden des Schachtes gestürzt.

Den CaveSeeker interessiert der Skifahrer natürlich nicht. Denn Skifahren ist unproduktive Zeitverschwendung.

Aber wenn ein Skifahrer ein Loch entdeckt, welches in keinem Kataster zu finden ist, so muss dem Mann fetter Respekt gezollt werden - und das Loch muss heimgesucht werden.

Allerdings konnte niemand ernsthaft damit rechnen, dass ein Skifahrer in einem Gebiet unterwegs sein kann, dass zu Fuß nur unter schlimmen Schmerzen erreichbar ist. Sonst wäre das Loch wohl unaufgesucht geblieben.

3:40 Uhr, Sonntag. Der Wecker klingelt. Abfahrt gen Edelweisslahnerkopf. 6:45 Uhr: Viel zu früh am ersten Treffpunkt. 9:00 Uhr: Abmarsch in brandneuen Bergstiefeln auf Seiten Herrn Wipplingers. Überwindung von 1000 Höhenmetern über gar garstige Pfade und Klettersteige. Überwindung einiger Wasserfällchen. 14:00 Uhr: bester Stimmung im Zielgebiet. Ausschwärmen. Zuerst Sommer. Dann Herbst. Dann kurz Winter. Wieder Sommer. Verständigung ohne Funkgeräte im Sturm unmöglich. Daher wurden unabhängig voneinander, von sechs Personen DREI Löcher gefunden. Das tiefste davon wurde als das Skifahrerloch identifiziert. Das geschulte Auge sieht jedoch eher 80 Meter als 50.

Die Freude an den Funden wollte nicht wirklich aufkommen. Schon zu spät: 17:00 Uhr. Also Rückmarsch. Ankunft an den Fahrzeugen um 20:00 Uhr. Hier konnte ein stark schäumendes dunkles Getränk getrunken werden - was dazu führte, dass Gelbwurst einen grossen Teil der Gespräche auf der Rückfahrt bestimmte.

Selbstkasteiung für Fortgeschrittene. Glücklicherweise ohne Umsteigstelle. Das nächste mal mit Übernachtung vor Ort.

Jürgen Wipplinger

Mission 429: Ned auf derer Basis!
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Nicht nur in Deutschland als Ganzem ein Problem - nein auch beim CaveSeeker steigt das Durchschnittsalter stetig. Daher war man an diesem Sonntag zwar ganz unchristlich, aber dafür mal altersgerecht unterwegs: In der Rosenmüllerhöhle - um ordentliche Fotos machen.

Jürgen WipplingerMichael KreilOliver Arendt

Mission 428: Bremsen am Eingang
18:06-22:51 [16:45-23:48]: Auszug aus Wikipedia: "Bei den meisten der etwa 4000 Arten saugt das Weibchen Blut, während das Männchen Blüten besucht und Nektar saugt. Bei einigen Arten ernähren sich die Weibchen ebenfalls pflanzlich, während einige tropische Arten von Aas leben."

Jürgen WipplingerMichael KreilFlorian Seeleitner

Mission 426: Der Limokasten
8:30-23:53 [9:57-16:56]: Nach zwei Stunden - während derer das Ohrenstöpselproblem erkannt wurde - war die Strecke Nürnberg/Rosenheim geschafft. Am Treffpunkt vor dem "Kaufhaus Doldinger" wurde nach der nächsten Apotheke gefahndet. Mit Erfolg. Nur 30 Minuten später - also ungefähr der Strecke Nürnberg/Ingolstadt stand man vor einer oberbayerischen Apotheke mit exzellenter Akustik und erstand vier Ohrenstöpsel. Für fast jedes Ohr einen.

Jürgen WipplingerMichael KreilFlorian Seeleitner

Mission 427: Wenn drei frieren und einer schwitzt
8:30-23:53 [16:57-22:03]: Teilweise stark angeschlagen rückte man zu viel zu später Stunde in die CWB-Höhle ein. Ein gut gemeinter, aber dennoch kryptischer Hinweis, der Erleichterung beim Auffinden bringen sollte, war beinahe unnötig - da man dessen Sinn erst verstand, als man nach längerer Suche quasi schon im Loch stand. Und außerdem hatte man in Herrn Kreil einen ausgewiesenen CWB-Altmeister am Start.

Jürgen Wipplinger

Mission 425: Überkopfgroße Hindernisse
17:30-22:33 [19:22-20:29]: Schauplatz des nerven-zerreißenden Geschehens war das wunderschöne Leutenbacher Tal. Man parkte das robuste Evamobil gekonnt in einer hüfthoch bezeckten Sommerwiese und markierte gekonnt die Region. Den zu bezwingenden Berg vor Augen, musste die notwendige Motivation - wie so oft - erst durch massiven Selbstbetrug zusammengekratzt werden: "Der Heumann hat gsacht...", "Schee werds wern...".

Florian Seeleitner

Eine weniger.

Spielbergerei
Nachdem man einem Aspiranten in der Wolfsschlucht schon erste Einblicke in den SRT-Alltag geben konnte, wollte man nun auch Unterirdisches zeigen.

Aufgrund der Nähe fiel die Wahl auf die Spielberghöhlen, wobei die Kleine S. bekanntermaßen schmerzhaft, aber einfach zu befahren ist, wohingegen die Große S. nur im oberen Teil ohne Material machbar ist.

Bei nebligem und nieselndem Wetter machte man sich an den 90minütigen Aufstieg, um sich dann etwas klamm vorm Loch einzuschlazen - zumindest der Profi, mit neuer Bekleidung aus dem Hause AV. In der Kleinen S. wurde sogleich die Fähigkeit des Aspiranten getestet, sich durch kleinste Löcher zu winden - erfolgleich, ohne Platzangst. In den Partyhallen wurden auch Schulungen zum Thema "Blitzschlampe" abgehalten und nach kurzer Einarbeitungszeit gelangen erste gute Bildnisse.

Zurück an der Oberfläche wurde nach einer Stärkung der Weg zur Großen S. angetreten. Im Eingangskrater lag noch ziemlich viel Schnee, der bis etwa 20m in die Höhle hinreichte. Dahinter dann Eis am Boden, Eis an der Decke und dazwischen ebenfalls schöne Eisgebilde. Rutschend gelangte man zur ersten Ab- und Aufkletterstelle, die souverän gemeistert wurde. Dahinter blieb ohne Material nur der Weg vorbei am 7m-Schacht bis zum Sinterkammerl. Hier kehrte man um und zog sich blitzend zum Ausgang zurück.

Dem immer stärker werdenen Regen ausgesetzt erreichte man völlig durchnässt das rettenden Fahrzeug, war aber ob er der erbrachten Leistungen trotzdem voll zufrieden.

Jürgen WipplingerMichael HärtlOliver Arendt

Mission 424: Verschobene Realität
17:30-1:13 [19:44-23:55]: Dort - wo man die Erde noch im Mittelpunkt des Universums glaubt. Dort - wo noch gänzlich umbefleckt Empfangen wird. Und dort - wo die ortsansässigen Pfarrer jeden Abend mit ihren Ministranten das auf die Knie fallen üben, ja auch dort kriecht der CaveSeeker.

Michael KreilAntje HeidenreichMichael Härtl

Der tschechische Hai?Presswürste.Postkommunistische Kunst am Bau.
In der Tauchglocke. Aus Erinnerungen gezeichnet.Überblickinger.

Der falsche Wipplinger
Neuen Herausforderungen steht der CaveSeeker immer betont gelassen gegenüber. So kam es auch, dass sich eine Viererteam nach Tschechien aufmachte, um einen ominösen Steinbruch näher kennenzulernen und zu erkunden.

Im Vorfeld wurde natürlich alles Bestens organisiert. Auch einen Ersatz-Wipplinger, welcher zur Mitfahrt genötigt wurde, wurde kurzerhand arrangiert. Kost ja nix! So kam es, dass man sich in den frühen Morgenstunden eines X-beliebigen Tages an einer Raststätte traf, um - unter Missachtung alter Traditionen - überpünktlich gen Tschechien zu ziehen.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es schon weiter, bis wie immer der Hunger die Kameraden an einer Metzgerei halten ließ. Gestärkt mit LKW´s und Wurstsemmeln fuhr die Mannschaft weiter bis zum idylisch gelegen See am Arsch der Tschechei. Raus aus dem warmen Auto, rein in die noch wärmeren Neos und ab ins kühle Nass!

Das besondere an diesem Spezialeinsatz war, dass es ein Tauchgang werden sollte, der nichts mit Null-Sicht, dreckigem Wasser, oder Beengtheit zu tun hat. Nein. Ein schön entspannter Tauchgang und Ausflug, um sich einmal untypischer Weise in aller Ruhe zu erholen - quasi Vorbereitung auf die Rente mit 67.

So wurden insgesamt 3 Tauchgänge durchgeführt, bei dem allerhand entdeckt wurde. Von einem Boot über eine Tauchglocke bis hin zu 2 Bäumen. Am Abend genoss man noch das ein oder andere Dekobier und verabschiedete sich rechtzeitig, um am nächsten Morgen für die 2. Tauchrunde fit zu sein.

Peter LanigErik Zenkner


Darmstädter Katakomben
Man möchte es nicht für möglich halten, doch es existieren tatsächlich alte Bierkeller ausserhalb von Bayern! Auch noch in dem verarmten Bundesland Hessen - unglaublich! Man vermutet daher, das die aktue Armmut in Hessen eine neuzeitliche Erscheinung sein muss.

Auf der Mathildenhöhe in Darmstadt unter einem - wie sollte es auch anders sein - Biergarten direkt an der Strasse befindet sich der Zugang zu den Darmstädter Katakomben, welche durch eine massive Stahltüre sicher verschlossen sind.

Dem Hilferuf aus dem Darmstädter Untergrund folgend, trafen sich einige CaveSeekers um mehrere Kubikmeter Schutt aus der Unterwelt zu schaffen. Das Ziel der Darmstädter Unterweltler ist es, die Bierkeller wieder weitgehendst von dem dortigen Schutt zu befreien. Nach kurzer Einführung, wurden die Helfer eingeteilt. Die Kameraden schuftete wie die Wilden und hörten erst auf, als der Conatiner voll war.

Somit kam man zu dem angenehmen Teil und erhielt eine kleine Führung, welche dem normalen Besucher vorenthalten bleibt.

Erschöpft, aber voller Vorfreude auf einen weitern Einsatz, zog man in Richtung Heimat. Danke und wir kommen wieder!