Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Mark WeissPeter KlampflOliver WolframOliver ArendtJürgen Wipplinger
Sandra SchnurerMichael HärtlEvi HehenbergerStephan BunkSimone Grell
Peter Lanig

Bierkasten und Feuer. Was will man mehr?Man beachte den Schatten, den das Feuer wirft. Beängstigend.Reichlich Menschenmaterial. Niemand fragte nach Hankel. Es war schlimmeres am Start.
Der Tag danach. Mit 12 Mann Zelt.Aufsteigern.

Erster Mai 2010
Der CaveSeeker plant seine Missionen sehr penibel - daher wird er auch schon mal in Sandalen oder gar barfuß im Loch angetroffen. Auch die Angewohnheit, sich irgendwo abzuseilen, ohne einen Plan ( oder auch nur die entsprechende Ausrüstung ) zu haben, wie er wieder ans Tageslicht kommen könnte, wird wohl nie ganz auszumerzen sein.

Bei der Vorbereitung seiner Feierlichkeiten geht er etwas sorgfältiger vor, und so war es nicht verwunderlich, daß die ersten Spähtrupps unterwegs waren, als noch hüfttiefer Schnee lag.

Das Resultat dieses Übereifers war, daß gleich drei Örtlichkeiten für würdig befunden wurden. Jeder Trupp war selbstredend davon überzeugt, den besten Platz gefunden zu haben und die jeweils anderen zu beschränkt seien, dies zu erkennen. Da angenommene Beschränktheit nie den falschen CaveSeeker trifft, hat in solchen Situationen auch tatsächlich jeder Recht. Schwierige Situation. Insbesondere wenn alle Beteiligten durchaus Gewaltbereit sind. Jeder nach seinen - glücklicherweise sehr beschränkten - Möglichkeiten.

Damit war sichergestellt, daß man die nächsten Wochen vornehmlich mit sich selbst beschäftigt sein würde und überhaupt keine Zeit fand, sich um den eigentlichen Grund des Gezänks zu kümmern.

Ende April hatte man sich inzwischen darauf geeinigt, daß man nicht schon wieder nach Leupoldstein wollte. Außerdem wurde einstimmig festgestellt, daß es ein klitzekleines Zeitproblem gab. Lange Gesichter.

So war es für die Familien Weiss und Klampfl nicht schwer, ihr Objekt durchzusetzen, mit Wasserkühlung für das Bier sowie vom Bauern angeliefertem Holz, dazu Freie Fahrt für Wohnmobile. Paradisische - oder auch postkommunistische - Aussichten.

Die Party begann mit Arbeit - das Brennholz sah verdächtig nach ganzen Bäumen aus - so daß Herr Weiss mit der vorsorglich mitgeführten Motorsäge hantierte, während die Herren Klampfl und Wolfram dem Spieltrieb frönten und die Furt für normale PKW unpassierbar machten. Einziges Ergebnis dieser Heldentat war, daß diesem jetzt recht schlammigen Wasser niemand mehr die Bierkästen anvertrauen mochte, was sich im weiteren Verlauf als äußerst nachteilig für die Gesundheit herausstellte. Als einzig kühler Ort blieb nur der hinterste Höhlenwinkel, naturgemäß auch der niedrigste. Mit zunehmender Alkoholisierung wurde es immer komplizierter, an das Bier zu gelangen - was nicht etwa das trinkende Volk vom Saufen abhielt, sondern zu erheblichem Blutverlust durch Platzwunden führte.

Herr Weis hatte zwar in einem Anfall von Putzfimmel die scheinbar häufig genutzte Höhle von Bravo - Heftchen und anderen Geistesblitzen gereinigt, das alles dann aber ins Feuer geworfen, wer inzwischen betrunken genug war, konnte das Ergebnis einigermaßen fehlerfrei aussprechen: Eyjafjalla. Die es noch nicht konnten, holten sich das nächste Bier, spülten die Asche aus dem Gebiss und übten weiter.

Die Flammen schlugen - wie immer - mehrere Meter hoch. Nur diesmal nicht gen Himmel, sondern eher gegen die Höhlendecke. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht bekannt, dass eine 10 Meter entfernte Halbhöhle erst letztes Jahr zusammengebrochen war. Man geht davon aus, dass dort noch einige osteuropäische Höhlenforscher begraben liegen. Ihr Feuer war auch mehrere Meter hoch...

Am nächsten Morgen konnten sich einige dann doch tatsächlich noch dazu aufraffen, ein paar Auf- und Abseilungen zu gestalten. Doch nur die allerwenigsten konnten dabei den Eindruck bei den zahlreichen vorbeistreifenden Geocachern vermeiden, sie hätten in ihrem Leben schon einmal ein Seil gesehen. Eigentlich peinlich. Aber egal.

Respekt an uns.

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 423: Schlazlos im Neuland
9:11-13:42 [9:55-13:16]: Als optischer Höhepunkt der gesamten Slowenien-Aktion stand zuletzt die Nikkilauda-Höhle auf dem Programm. Da sie ebenfalls nur eine Steinwurfweite vom Basislager entfernt liegt, schafften es auch die Franken ohne erkennbare Probleme zum Loch. Ein frisch umgeknickter Baum bot einen optimalen Punkt um das Seil zu befestigen und Herr Wolfram zwängte sich sogleich in den engen Einstieg. Während der Wartezeit lernte Herr Seeleitner relativ schnell die bittere Lektion, dass man Herrn Wipplinger besser nicht um Aufmunterung bitten sollte, falls einem vor dem ungewissen Abstieg etwas die Muffe geht.

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 421: Ein Seil, drei Pläne
17:00-20:02 [17:20-19:44]: Der Anmarsch zum Loch führte durch landschaftlich derart ansprechendes Gelände, dass die mitgeführte DSLR pausenlos im Einsatz war. Die enorm große Gruppe von drei CaveSeekern verlor sich dadurch bald im lichten Wald aus den Augen. Immerhin hatte man zwei GPS-Geräte im Einsatz, so schafften es irgendwann tatsächlich alle Teilnehmer irgendwie zur Ziel-Doline.

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 422: Ass ganz wide open
20:22-22:33 [20:44-21:57]: Das Motto des Wochenendausflugs lautete "Gewaltaktion S2" - diesem Motte wurde alle Ehre gemacht. Die Kameradschaft war schon knappe zehn Stunden hart am Limit unterwegs, hatte drei Löcher bezwungen und aus dem Dunkel gerissen, 2 Schächte gefunden und für zu aufwändig befunden und steuerte nun die letzte Höhle für diesen glorreichen Tag an. Das Erfolgskonzept: Mann mit GPS stürmt voran - die Anderen walzen hinterher - alles, was im Weg steht wird überrannt - vom Weg abkommen ist inakzeptabel.

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 420: Loch verwechselt
12:02-15:21 [12:16-15:16]: Der Marsch war beschwerlich und lang. Bei ca. 15 Grad im Schatten, behängt mit Auf- und Abseilgeräten, Seilen, zahlreichen Blitzen und mit Herrn Seeleitner im Schlepptau, kämpfte man sich durch mehrere Zentimeter hohes Gras - immer in Angst, Opfer eines slowenischen Holzbocks zu werden. Die drei mitgeführten Schleifsäcke, deren Volumen sich von 7l (Handtasche) über 25l (Rucksack) bis zu 40l (Übergepäck) bewegte, waren gleichmäßig auf die drei Helden verteilt.

Jürgen WipplingerOliver WolframFlorian Seeleitner

Mission 418: Und ewig gräbt der Franke
10:20-11:47 [10:22-11:44]: Die Nacht war kurz. Kurz und kalt. Für manche sogar eiskalt. Umso erstaunlicher, dass das Auge schon am frühen Morgen von strahlendem Sonnenschein geblendet wurde.

Florian Seeleitner

Mission 417: Aragorn der Waldläufer
09:40-16:30 [11:00-15:00]: Diese Episode der CaveSeekers-Serie wird dem langhaarigen Waldläufer gewidmet, der uns beim Ausstieg aus dem Loch empfing. In Jogginghose und Wollpulli stand er da, verharrte kurz, sprang dann ohne Stirnlampe schwungvoll in den Höhleneingang, um nach ein paar Minuten wieder heraufzuklettern. Kommissar NullNullSchneider würde vermutlich sagen "mhhh, geheimnisvoll, geheimnisvoll". Wir haben dagegen eine andere Vermutung. Doch die wird erst am Ende des Textes geäußert, um den Spannungsbogen bis auf's Äußerste zu dingsen.

Max SchmolinMark WeissPeter Klampfl

Mission 416: Jaucheparty
14:48-17:23 [15:02-17:11]: Mit der obligatorischen einstündigen Verspätung traf man sich diesmal, um, zum einem einen für in Kürze anberaumten internationalen Treffen aller gefestigten CaveSeeker geeigneten Veranstaltungsplatz zu finden, und zum anderen, um einmal wieder ein für uns neues Loch zu überfallen. Der Wettergott meinte es gut mit uns - die Sonne schien vom blauen Himmel und die Frühlingsluft war erfüllt mit dem Duft tausender dünnscheissender Kühe.

Michael HärtlJürgen Wipplinger

Relativ gute Sicht über Wasser. Zwischen den Wolken ist sogar ein wenig blau zu erkennen.Unter Wasser alles eher Grün. Bis auf Herrn Wipplinger - welcher auch hier seine Farbe nicht verliert.Fluchtbewegung?
Naturschönheiten am Grund: Muscheln. Um Fehlinterpretationen vorzubeugen: Das Tier liegt auf diesem Foto ca. 30 cm unter der Wasseroberfläche und wurde aus nächster Nähe fotografiert.

Scheiss Idee
Wer um Gottes Namen kam auf die Idee in einem fränkischen Baggerweiher zu tauchen?

Am Anfang klang die Idee noch recht verlockend: Klare Sicht, nackerte Weiber und herrlichster blauer Himmel.

Aber es kam wie es kommen musste.

Petersgmünd: Wolkenbedeckter Himmel, keine nackerten Weiber weit und breit, Sicht 1,28 Meter und 11 Grad Lufttemperatur. Dazu noch ein Überfall eines dem Größenwahn anheim gefallenen Fischers... Egal wo der CaveSeeker auftaucht: Niemand will ihn haben.

Das Schöne dabei: Umgekehrt ist es exakt genauso.