 | Mission 122: Kein X auf der Karte 14:00-21:30 [15:30-16:00]:
Der Anfang: Der finnische Agent vertraulich link liess mittels Missbrauch des Firmentelefons Herrn Müller wissen, dass er eine
Höhle im fränkischen Raum kennt, die recht unbekannt sein soll. Sofort wurde ein
Termin vereinbart mit dem Ziel eine korrekte Bekriechung des Lochs durchzuführen.
Bei der Schilderung der Höhle durch Agent vertraulich link entstanden die kühnsten
Vorstellungen über das Objekt: Rießige Räume, mehrere Kilometer lang...
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          | Alpenlöcher - 'den Müller machen'
Monatelang unter Beteiligung vieler, aber unter der Leitung des Herrn Konopac, vorbereitet,
fand die erste wirkliche mehrtägige Alpenhöhlerei der CaveSeekers irgendwo in den
bayerischen Alpen statt. Soviel vorweg: Alle bereits im Vorfeld geäußerten Ängste
mussten im Nachhinein als begründet bestätigt werden. So wuchsen sich anfänglich
noch unter 'leichte Zipperlein' laufende Beschwerden zu ausgewachsenen Ganz-Körper-Schmerzen
aus, Schweiss mit normalem Salzgehalt war am Ende eher Mangelware - genauso wie Schlaf.
Selbst der Nachschub an Drogen in Form von Rauchwaren wurde zum Problem - spanischer
Red Bull und bayerisches Flying Horse hingegen waren stets in ausreichenden Quantitäten
verfügbar. Aber nun der Reihe nach: Abfahrt in Nürnberg bereits 1.5h zu spät, weil
es an der Tankstelle zu wenig Salatöl gab. Ankunft in Ingolstadt wo ein von seiner
Frau vor die Tür gesetzter Kamerad im Dunkeln vorgefunden und eingeladen wurde. Auto
vorher leer, danach voll. Fahrt nach München zum CaveSeekers-Oberbayern-Material-Dealer
Speleothek. Unvergessliche Eindrücke und Gespräche über Siemens, die Welt, Kondome,
Höhlen und Pumuckel. Das ganze bei einem halben Kasten weltenburger Dunkel. Reich
beschenkt mit ein paar Neos, Seil und Messer verließ man gegen 23:15 den 'Laden'
um mit Hilfe von Trude bei Herrn Konopac einzulaufen. Schnell noch über die Höhlen
gesprochen, Fitzner auf den Balkon geschickt. Konopac zu aufgeregt um einschlafen
zu können, Wipplinger zu stark auf Flying Horse um einschlafen zu können, Fitzner
entspannt am Balkon. 7:00 Aufstehung. Restgruppe um 7:20 in der konopac'schen Wohnung.
Abfahrt zur 'Seilbahn', die sich dann zunächst als Sessellift herausstellte. Auf
der Mittelstation umsteigen in die Seilbahn. Abstieg zur Hütte. Die ersten Schmerzen.
An der Hütte musste festgestellt werden, dass die dortige bayerische Belegschaft
nicht damit einverstanden war, dass wir unsere Rucksäcke in die Zimmer stellen wollten.
Erste größere Streiterein. Beruhigung der Situation erst nachdem die Rucksäcke dann
doch in die Zimmer getragen werden durften. Abmarsch zur großen Spielberghöhle. Diese
konnte typischerweise nicht sofort gefunden werden, obgleich der Eingang sogar auf
Google.Earth zu erkennen ist. Kaum 20 Minuten im Loch entschied sich Herr Müller
zum rantzenbedingten Rückzug, und prägte damit für alle Zeiten den CaveSeekers internen
Spruch 'den Müller machen'. Kein Satz wurde öfter ausgesprochen. Total erschöpft
- hauptsächlich bedingt durch den an- und abmarsch, weniger durch den Hohlraum -
zurück auf der Hütte wurde Herr Konopac von der Bewirtschafterin als 'Führer' ausgemacht.
Daher gabs auch kein Gulasch bis Herr Konopac endlich am Tisch erschien. Es wurde
gegen starke Wiederstände der Plan geschmiedet am nächsten morgen um 5:00 aufzustehen.
Nach einer heftig durchschnarchten Nacht in sehr angenehmem Ambiente wurden die Frühstücksbrote
mit Löffeln gestrichen. Herr Maccioni machte direkt am Frühstückstisch den Müller,
Herr Müller eine Minute später. Von den Schlappschwänzen blieb Herr Wipplinger am
längsten hart - immerhin noch in voller Montur bis an die Schlüssellochhöhle. Dort
angekommen - bei nur noch 0.3% Lebenskraft - machte aber auch er den Müller. Die
Harten im Loch, die Schlaffies beim Fressen auf der Hütte. Diverse Experimente mit
und an Kühen wurden teils ohne und teil ganz ohne Erfolg durchgeführt, bis die Helden
der Schlüssellochhöhle am Horizont erblickt werden konnten. Herr Konopac ließ es
sich nicht nehmen zusätzlich noch die kleine Spielberghöhle begangen zu haben. Krass.
Dann der Abstieg. Kaum in Worte fassbarer Horror. Hier ein Versuch dies dennoch zu
tun: Zweistündiger Abstieg auf völlig unbefestigten mit losen Geröll übersähten Wegen
bei einem Gefälle von ca 40°. Natürlich mit vollem Marschgepäck und vollem Höhlereibedarf.
Das Ganze zunächst bei strahlendem Sonnenschein - am Ende dann eher bei unangenehmem
Nieselregen. Bei dieser Gelegenheit konnte die maximale Alpenfluchtgeschwindigkeit
der einzelnen CaveSeekers vermessen werden. Überraschendes kam zu Tage: 1 Müller
= 0,75 Kreil = 2 Fitzner. Wipplinger wäre am Berg verstorben, wäre ihm nicht von
kreilscher Seite unter die Arme gegriffen worden. Ankunft Nürnberg pünktlich zur
Lindenstrasse. Respekt an alle.
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