Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Jochen PesahlDaniel Bohrer

Mission 347: Die Ziegen-Hochburg
13:34-18:07 [16:49-17:53]: Das Team Pesahl-Bohrer hatte sich bei seinem diesmaligem Wanderausflug ausnahmsweise den wettertechnisch richtigen Tag ausgesucht. Bei schönstem Herbstwetter traf man sich auf dem Wanderparkplatz bei Eilsbrunn, um von dort aus zunächst zum Pfarrerfelsen hochzusteigen und dann eine Wanderung durch die malerischen Jura-Hänge des Labertals zu unternehmen.

Jochen PesahlVolker PesahlMichael HärtlUwe OttEvi Hehenberger

Mission 346: Schnupftabak
13:51-20:43 [14:10-18:45]: Aspirant Nickel lud ein, und acht Freunde der Dunkelheit schlossen sich an, um in der Wellness-Oase "Stein am Wasser" eine Lehmkur zu genießen. Lediglich Herr Kroiss - durch das Studium älterer Missionsberichte vor wasserführenden Spalten und Kletterpartien gewarnt - musste in einem Briefing durch Herrn Härtl vom geringen Schwierigkeitsgrad des Hohlraums überzeugt werden. Die Existenz von Kletterstellen wurde geleugnet, und im mit 8 Grad wohltemperierten Wasser würde man im Falle eines Sturzes angenehm weich landen. Dank dieser überzeugenden Argumentation fand man sich also vollständig und nahezu pünktlich in der Oberpfalz ein.

Michael KreilJürgen WipplingerStephan BunkAntje HeidenreichMark Weiss

Mission 345: Fränkisch Fango
16:33-23:75 [18:11-22:07]: Dunkelheit, Nebel, Dachschaden. Eine unerschrockene Mannschaft rückt zum finalen Schlag gegen den vertraulich Vertrauliche Informationlink vor: Überprüfung, ob der Schleimsiphon eventuell zu durchtauchen ist.

Michael KreilStephan BunkMark WeissOliver ArendtPeter Klampfl
Peter Lanig

Mission 344: Auf den Spuren alter Männer
13:30-22:10 [15:30-18:30]: Definition: Ein für den gefestigten CaveSeeker tauglicher Kraftwagen sollte über Allradantrieb verfügen. Ersatzweise sind auch im Sommer Schneeketten mitzuführen.

Daniel BohrerOliver ArendtJürgen WipplingerStephan BunkMichael Härtl
Jochen PesahlVolker PesahlMark WeissThomas LindnerOliver Wolfram

Mission 343: Der Bohrer ohne Nerven
16:06-23:14 [19:54-21:33]: Alles begann damit, dass Herr Pesahl zu einem fröhlichen vertraulich Vertrauliche Informationlink rausch ins Altmühltal lud, und sofort war fast die komplette Prominenz der CaveSeekers-Gemeinde Feuer und Flamme. Nachdem sich im Gasthaus der Magen vollgeschlagen und Mut angetrunken wurde, machte man sich auf zum Kalkwerksloch, wo schon ein völlig durchnässter und unterkühlter Herr Bohrer auf das Eintreffen der mit Autos gesegneten Kameraden wartete.

Mark WeissPeter KlampflMichael HärtlEvi Hehenberger

Mission 342: Geheimathleten
01:40-06:40 [13:42-18:36]: Trotz vertraulich Vertrauliche Informationlink und logistischen Problemen, schafften es drei unbeugsame CaveSeeker fast pünktlich am Gullag einzutreffen. Gleich den drei Musketieren, den Heiligen Drei Königen oder den Dreien von der Tanke, waren nun diese drei motiviert bis in die Sackhaarspitzen. Jede Sehne ihres gestählten Körpers lechzte nach Arbeit. Ihre Muskeln zuckten und der sonst stark störende Harndrang war vergessen - da plötzlich ein lauter Aufschrei: Einer der Drei fiel in den Staub und bedeckte sein Antlitz mit Erdreich, "Schande über mich!" rief er, "Ich bin es nicht Wert auf Gottes Erdball zu wandeln!". Die anderen zwei schauten sich nun fragend an und kratzten sich ihre Morcheln. Was mochte den Dritten wohl so zur Verzweiflung gebracht haben? "Ich hab' die Speicherkarte des Fotoapparates vergessen! Scheißendreck - verfluchte Technik!"

Peter KlampflStephan BunkJürgen WipplingerSandra SchnurerAntje Heidenreich
Michael Kreil



Die geplünderte Reichsschatzkammer
Zu diesem als Event getarnten Spezialeinsatz zur Unterwanderung Thüringens hatte ein geheimer Tipp auf das verschollene Bernsteinzimmer geführt. Fragwürdige Gestalten berichteten von im Salz verborgenen Schätzen des Deutschen Reichs. Zahlende Schatzsucher würden angeblich mit Pritschenwägen zu den verborgenen Reichtümern gefahren, gegen Bestechungsgelder dürften diese dann auch fotografiert werden.

Da ein echter Caveseeker - wie bekannt - nicht nur rumhöhlt, sondern sich auch für Kultur interessiert, wurde beschlossen, diesem abenteuerlichen Gerücht nachzugehen. Zumal - was alten Männern sehr entgegenkommt - dort bequem herumgefahren werden kann.

Eilig wurde die CaveSeeker-Spezialeinheit zusammen gestellt: Taucher, Fotografen, Bergleute, Speleologen und andere zu allem entschlossene Verrückte. Auch zwei junge Caveseeker - Aspiranten wurden wegen ihres geringen Körpervolumens dem Einsatz zugeteilt, um etwaige enge Hohlräume untersuchen zu können.

Fast pünktlich traf sich die bunte Einheit an einem - bei überwiegend ausländischen LKW-Fahrern - beliebten Rasthof im Steigerwald. Nach einem Expresskaffee plus Weggala rückten alle Teilnehmer geschlossen Richtung Osten vor. Der Burger King bei Schweinfurt forderte einen kurzem Halt ein. Über neue steuerfinanzierte Autobahnen passierten wir später die - aufgrund akutem Geldmangels - schlecht gewartete Grenze der DDR. Da mittlerweile seit 19 Jahren bei den Grenztruppen gespart wird, entfielen die eigentlich notwendigen Grenzkontrollen. Es konnte ungehindert nach Thüringen eingedrungen werden. Andersherum geht es auch, sichtbar an den vielen eingesickerten Russen im Westen.

Da ein unüblicher fester Termin einzuhalten war und uns der ungeplante Stop in Schweinfurt wertvolle Zeit kostete, wurde nun schneller gefahren. Langsamere Fahrzeuge überholten wir selbstmörderisch und ausschließlich in unübersichtlichen Kurven. Ohne Tote wurde überpünktlich das Ziel erreicht.

Nach der Eroberung der für uns notwendigen Parkplätze begaben wir uns eiligst zum Eingang des Kalisalzbergwerkes. Die Förderkorbundpritschenautobenutzungsgebühr, welche auch die Bestechungsgelder zum Besichtigen des Schatzes enthält, wurde entrichtet. Ein jeder von uns erhielt eine Hundemarke.

Sogleich ging es in den esten Stock des Gebäudes zur Einweisung. Zu Fuß! Sollte man uns belogen haben?

Ein Herr in Weiss begrüßte uns. Er gab hilfreiche Tipps zum Verhalten untertage. Wir erfuhren, welche Folgen ein Riss des Förderkorbseiles haben könnte und was passiert, wenn man in einem 2,20 m hohen Stollen während der Fahrt im Mannschaftswagen aufsteht. Auch vor dem Verlassen der Gruppe wurde gewarnt. In den 4000 km langen Stollenanlagen würde Blinde Kuh spielen angeblich keinen Spaß machen. Spielverderber!

Anschliessend durften wir - wiederum zu Fuß - noch eine Etage höher zum Umkleideraum. Jeder bakam einen Helm - der wahre Caveseeker hatte jedoch seinen eigenen mit Licht dabei - und eine blaue Jacke. Die Jacke rief Erinnerungen an ein Arbeitslager hervor, deshalb verweigerten einige die Einkleidung. Die vorher erstandenen Hundemarken wurden uns von dem Herrn in Weiss wieder abgenommen. Falls keiner zurück kommt, bleiben wenigstens die Marken.

Vor uns tat sich nun die Hängebank auf, auf der nicht etwa arme Sünder gehängt werden, sondern an der dreistöckige Aufzugskörbe betreten werden. Mit einer Geschwindigkeit von 14 m/s wird es in die Tiefe gehen. In selbiger angekommen betreten wir nun eine 500m unter der Erde liegende Empfangshalle, eingebettet in Salz. Darüber das Grundwasser auf einer dünnen Schicht Ton. Wenige Meter weiter - hinter hohen Toren - stehen aufgereiht Pritschenfahrzeuge, auf welche wir - sehr zur Freude der fußkranken Franken - aufgeteilt werden.

Nach dem Kampf um die vermeintlich besten Plätze, ging es mit der halsbrecherischen Geschwindigkeit von 35 km/h durch ein Labyrinth von Stollen und Kammern dem Reichsschatz entgegen. Zuerst wurde ein beachtlich großer Raum angesteuert, welcher in Franken seinesgleichen suchen würde. In dieser, als Salzbunker angelegten 250m langen und 14m hohen Halle werden Konzerte veranstaltet.

Vorbei an einem aus dem Tagebau bekannten Riesenbagger ging es weiter bis zu einer weiteren, jedoch nicht so üppig dimensionierten Kammer. Hier sind allerlei Großgeräte des Kalibergbaus ausgestellt.

Immer noch keine Spur vom Reichsvermögen!

Wieder in den Fahrzeugen, abermals durch kilometerlange Stollen fahrend, kündigte unser Führer - der Mann in Weiss - nun endlich die Schatzkammer an. Ungeahnte Mengen an Gold waren augenscheinlich dort gelagert. Heute ist die Halle leer. Alles wurde - nach Meinung des Führers - gerettet durch den großen amerikanischen Freund im schlimmen Kriegsendjahr 1945. Pünktlich konnte die Grube besenrein an die Rote Armee übergeben werden. Ein Trost, wenigstens zum Teil kam das Gold wohl in Form des Marshallplanes zurück.

Zu sehen ist deshalb nur in Pappschachteln gepacktes Falschgeld und ebenso gefälschte Goldbarren. Bewacht wird die Szene von zwei als US - Soldaten verkleideten Schaufensterpuppen mit Jeep und Maschinengewehr.

Nachdenklich angesichts des aufgedeckten Diebstahls fuhren wir weiter, dem letzten Ziel entgegen. Unser Fahrer demonstrierte unterwegs durch Ausschalten der Lichter wie dunkel Dunkel sein kann. Feigerweise hielt er hierzu das Fahrzeug an, was bei einigen von uns Enttäuschung hervorrief.

Nach Kilometern erreichten wir in einer Tiefe von 800m die Kristallgrotte, welche erst 1980 angefahren wurde. Dieser natürlich entstandene Hohlraum ist an Wänden, Boden und der Decke bedeckt mit tausenden, bis zu 1,5m Kantenlänge messenden Salzkristallen.

Dies ist heute der wahre Schatz der Kaligrube. Beeindruckt von den Leistungen der Natur staunten wir. Zurecht ein Geotop aller Deutschen.

Es wurden gar viele Bilder geschossen. Wenn unser Führer nicht so kritisch auf seine Uhr geschaut und sowas wie '17.00 Uhr ist Feierabend' gemurmelt hätte, wären wir am nächsten Tag noch dagestanden. Widerwillig wurden die Fahrzeuge erneut bestiegen und die Rückfahrt zum Schacht angetreten.

Viel zu schnell ging es wieder nach Übertage. In gut drei Stunden hatten wir etwa 20 km des riesigen Stollensystems befahren.

Abgerundet wurde der Tag in einer thüringischen Gaststätte bei landestypischen Spezialitäten. Fazit: Kein Reichsschatz, dafür aber eine unbezahlbare wunderschöne Kistallgrotte, welche man gesehen haben muß.

Stephan BunkJürgen WipplingerMark WeissAntje HeidenreichMichael Kreil
Peter Klampfl

Der Klampfl-Stollen.Kopfnote 1: Weiss - zensiert.Kopfnote 2: Wipplinger - visionar.
Kopfnote 3: Klampfl - Allmecht.

Diätenerhöhung 2008
Bei angenehmen +12 Grad Außentemperatur fand sich ein Teil der alten, harten Frauen und Männer zu einem fast familiären Grillabend bei Kamerad Klampfl ein. Wenn schon ausnahmsweise nicht rumhöhlen, dann mindestens ordentlich essen und trinken. Gegen Höhlenentzugserscheinungen stand ein naheliegender Stollen offen.

So wurde eifrig gegrillt, getrunken und über wichtige Themen geredet. Zum Beispiel,- keiner mags glauben,- über Höhlen. Und Mac oder Windows. Aber auch über ganz alltägliche Dinge wurde gesprochen.,- wie z.B. der letzte Falkitripp oder der erste Weltkrieg. Herr Bunk versuchte, mit einem Denkanstoß über Fäkalarchitektur abzulenken.

Zwischendurch wieder ein Stück gegrilltes Tierfleisch und einen Trunk, die Raucher wetteiferten mit dem Grill. Herr Kreil hielt den Abend in Bildern für nachkommende Generationen fest.

Als sich zu vorgerückter Stunde die gefühlte Temperatur der einer durchschnittlichen fränkischen Höhle näherten, in welcher man sich zwei Stunden nackt nicht bewegt, wurde der Grill zum offenen Kaminfeuer - was zumindest für kurze Zeit wieder Wärme aufkommen ließ. Alkohol half nicht, weil noch zahlreiche Mobile bewegt werden wollten.

Da die Anwesenden am nächsten Tag sehr früh zu einer kulturpolitisch wichtigen Unterwanderung Thüringens eingeteilt waren, wurde beschlossen, den Abend ausklingen zu lassen und auf die sonst so übliche Nachhöhlerei zu verzichten.

Antje HeidenreichMichael KreilJürgen WipplingerSandra SchnurerStephan Bunk
Peter KlampflMichael HärtlEvi HehenbergerMark WeissPeter Lanig
Jochen PesahlVolker PesahlOliver ArendtDaniel Bohrer

Mission 341: Zwanzig
11:00-20:04 [11:56-19:15]: Unser Doktor der brotlosen Höhlenphilosophie, Step H. Bunk - der am Vortag selbstlos sieben Siphone hinweggefegt hatte - stellte sich heroisch einer neuen Herausforderung in der RNH 2 / "Unter dem Gullideckel".

Jochen PesahlVolker PesahlDaniel BohrerMichael Härtl

Mission 340: Durchfall am Stiefel
17:37-21:23 [19:12-20:44]: Nachdem die Herren Härtl und J. Pesahl ein todsicherer Tipp zur Position des geheimnisvollen Moorlochs erreichte, wurden sogleich sämtliche im Umkreis verfügbaren CaveSeekers aktiviert, um mittels der bekannten Koordinaten den neuen Hohlraum zu erkunden. Herr Bohrer machte sich unmittelbar nach seiner Benachrichtigung um kurz nach vier Uhr auf den Weg, um mit seinem Mofa die vereinbare Treffpunktszeit von halb sechs noch einhalten zu können.