Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.



Der Ausgang zur StraßeEingangshalleHerr Müller nicht zu bremsen
Der bequeme Eingang

Tkalca Jama
Im Rahmen des Slowenien-Besuchs kommt keiner an dem wunderbaren Park Rakov Škocjan vorbei. Er bietet dem Höhlengänger die Tkalca Jama - ganz nah am Strassenrand. Also raus aus den Autos und rein ins Loch. Allerdings rückte zunächst das Portal ins Auge, in dem der Fluß verschwindet. Ein Fehler, der zwar einen netten Ausflug bescherte, aber nicht den unmittelbaren Erfolg brachte. Nur weil Herr Konopac nicht aufgab, konnte der Eingangstrichter entdeckt werden, der mit bequemen Stufen ausgestattet in die Eingangshalle der Höhle führte. Dort experimentierte Herr Müller ausgiebig mit der CaveSeekers Fotoschachtel, dem neuen Leihutensil, welches die CaveSeeker photografiesüchtigen Höhlengängern mitgeben. Immerhin gelang von gefühlten 200 Aufnahmen, eine einzige. Das Warten war schon recht anstrengend und wie eben geschrieben zudem auch noch völlig vergebens.

Wer auf den Fotografen nicht warten will kann flußaufwärts wandern und vor dem nächsten Torbogen links über einen Pfad zurück zum Fahrweg kommen. Oder man folgt dem Wasser in die Höhle bis zum Siphon, aber wer will das schon, da es in der anderen Richtung viel grüner und schöner ist.

Antje HeidenreichMichael KreilJürgen WipplingerSandra SchnurerMark Weiss
Oliver WolframOliver ArendtDer Verkünder

Mission 242: Eingeschissen
05:00 - 21:00 [12:00 - 19:00]: Es war endlich so weit. Die CaveSeekers fanden sich am Samstag Vormittag am Schlangenschlund ein. Zu diesem Zeitpunkt war die Motivation oberflächlich betrachtet noch sehr groß und es wurde begonnen, das Seilgeländer zur Abseilstelle einzubauen. Da dies aber über eine Stunde dauerte, war klar, dass Zeit geschunden wurde um sich selbst zu schonen. Die Augen wurden größer und die Muffe ging. An der Einstiegsstelle wurde die Stimmung immer besser und es wurden sogar Randgruppenwitze erzählt - um noch mehr Zeit zu schinden.

Jürgen WipplingerSandra SchnurerOliver WolframMark WeissDer Verkünder
Oliver Arendt

Mission 241: Der Eierlauf
18:00-23:00 [18:30-21:30]: Es gibt 3 Bezeichnungen für diese Höhle. Dementsprechend herrschte totale Verwirrung beim Vortrupp in Kocina, bestehend aus Frau Tirge und Herrn Konopac. 3 PKW Ladungen CaveSeekers befanden sich im Anrollen, zwar noch auf der Fahrt durch den Karawankentunnel, aber dennoch - diese Massen würden sich bald auf den Parkplatz des Motels ergiessen und eine anständige Höhlenbefahrung einfordern.

Antje HeidenreichMichael KreilJürgen WipplingerSandra SchnurerMark Weiss
Oliver WolframOliver Arendt

Slowenien 2007
Die Welt ist klein. Slowenien ist noch kleiner. Anders ist es nicht zu erklären, dass unser zügiges Vorankommen durch einen mittelgroßen Siemens-Bus kurz vor Adelsberg - also mitten in Slowenien - behindert wurde. Besonders behindert fühlte sich Herr Wipplinger mit Frau Schnurer - normalerweise, da immer streng gesetzteskonform, selbst ein Hindernis - von den Herren vertraulich Vertrauliche Informationlink, Wolfram und den ausnahmsweise busfahrenden Bahnfahrer Arendt. An der Wettfahrt nach Slowenien beteiligte sich noch das Fahrzeug von Herrn Kreil mit Frau Heidenreich und der Höhleneinsatzwagen des Herrn Weiß mit Herrn Hankel als Beifahrer. Herr Konopac und Frau Tirge saßen bereits in der Cafeteria des autobahnnahen Motels in Kocina, als Herr Müller in Erlangen mit seinem Biodiesel auf die Autobahn auffuhr.

Der Leser ahnt es schon, Höhlenforschung ist zuallererst Motorsport. Das sich anbahnende unaufhaltsam kommende Klimaoptimum mit den höheren Temperaturen wird sich sehr positiv auf das Tropfsteinwachstum auswirken. Man fährt also für den Sinter. Deshalb auch kein schlechtes Gewissen, denn zumindest der Tropfstein wird fetter, wenn der Mensch eine 3 mm dicke schwermetalreiche Schicht im Sediment hinterlässt. Die dummen Schreckechsen haben es auf meterdicke Schichten gebracht, jedoch kaum relevanten Sinter erzeugt.

Das Engagement für den Tropfstein wird mit 0,1 Punkten pro Teilnehmer belohnt.

Michael KreilAntje HeidenreichSandra SchnurerMark WeissMichael Härtl
Oliver WolframJürgen WipplingerOliver ArendtClaudia Hirsnig

Der Härtl halt: Bier und Bunnies.Ohne Worte.Angstbiere kurz vorm Abschuss.
Der Blick schweift in die Ferne - den Gedanken an eine bessere Zeit hinterher.Ohne Worte.

Mutantencheck
Nürnberger Volksfest - Signal für alle Mutanten, ihre Bude zu verlassen, und ihre deformierten Körper am Reichsparteitagsgelände umherzuschaukeln. Schlimme Bilder, die sich in die Netzhaut einbrennen.

Wer darf da nicht fehlen? Genau.

Zunächst war geplant im Schlaz anzureißen - aber es war glücklicherweise zu warm. So wurde zu weniger offensiven Uniformen gegriffen.

Nachdem bei den Herren Kreil und Hankel jede Sicherung durchgebrannt war, ließen sie sich für jeweils 13 Euronen kurzerhand am Bungeeseil gen Himmel schießen - als Übung für den Absturzfall. Der ganze Platz wusste nachher, wer da unterwegs war.

Trotz mehrerer Provokationsversuche wollte sich keine andere Mutantengruppe auf eine Schlägerei einlassen. So vertiefte man sich ins Studium der zahlreich feilgebotenen Biere.

Antje HeidenreichMichael KreilDer VerkünderOliver ArendtOliver Wolfram

Mission 240: Neuraleptikum
11:11-20:53 [13:33-20:11]: Der vorerst letzte Tag in Slowenien. Am Vortag wurde bereits vereinbart, dass man "teilweise gemeinschaftlich" die Krizna Jama besichtigen wolle. Doch es kam anders.

Jürgen WipplingerOliver WolframMichael HärtlClaudia Hirsnig

Mission 239: Heumann der Große
19:05-23:34 [20:35-21:43]: Zecken! Alles voller Zecken. Da hilft kein Baseballschläger und keine Kürzung der Sozialleistungen - Zecken überall.

Bereits vom Schlangenschlundfieber erfasst, musste zunächst ein kurzer Ausflug zu einem Nürnberger Elektronikramschladen gemacht werden, um dort fehlende Teile für die Massenproduktion unserer Höhlenfeuer zu erstehen. Am Taschenlampenregal wurde dann nach etlichen durchstaunten Minuten und erheblich geblendet keine Taschenlampe erstanden - kein Geld, zuviele Zecken.

Markus OßwaldMichael KreilAntje HeidenreichSandra SchnurerMark Weiss
Michael HärtlOliver WolframJürgen WipplingerAndreas Hirt

Am Anfang war das Aufseilen und das Hin-und-Herseilen.Wipplinger hält seinen Platz warm.Während Herr Müller stolz seinen Schweiss präsentiert.
Herr Deim gibt Anweisungen.Und die Höhlenrettung bescheißt beim goldenen M. Allerdings nicht ungesehen.Unscharfe Situation: Man beobachtet gespannt, wie Herr Osswald von Meister Deim fachmännisch aus dem Seil geborgen wird.
Komatös: Osswald.Dann begannen die zahlreichen Rettungsselbstversuche.Der etwas andere Gesichtsausdruck des Herrn Wolfram bereitet einigen von uns ...  Angst.
Um Schlussendlich in der totaten Tortur zu enden: Der Endlosaufstieg - Foltermeister Manfred hatte seinen Spass.Simultanrettung. Herr Müller versucht sich unterdessen selbst zu retten.

Schlangenschlund Aktion 2007 - SRT
Die Qualitätssicherungsgruppe des Schlangenschlund Projektes bestand darauf. Daher sollten an einem Sonntag die Kenntnisse der CaveSeekers mittels eines Arbeitsladens in SRT und Kameradenrettung auf einheitliches hohes Niveau gebracht werden. Soweit zur Theorie. Was dann tatsächlich in einer stillgelegten Reithalle vor sich ging war folgendes:

Durch unermüdliches Engagement des Herren Deim und von Herrn Hamann samt Familie waren bereits um zehn Uhr Morgens nicht nur etliche Seilstrecken in der Halle aufgebaut, sondern - viel wichtiger - grinsten den erfahrenen Höhlengängern schon beim Einschlufen in die Halle Bierbänke und Thermoskannen mit Kaffee und Naschzeug an. Der unerbittliche Ausbilder kannte keine jedoch keine Pardon - also schlazte man sich unter Murren an und harrte der Dinge die da kommen sollten.

Erste Disziplin: Der Aufstieg

Hierbei konnten die meisten noch mit enormem Fachwissen glänzen, und so begann binnen kurzem eine Verschiebung der anwesenden Biomasse in Höhen von ca. 3-6m. Es wurde gebaumelt, von oben nach unten verarscht, von unten nach oben beschimpft - fast wie bei einer Höhlenbefahrung. Es folgte die

Zweite Disziplin: Der Umstieg

Spätestens hier gesellte sich manch fragender Gesichtsausdruck in die angstschweissnassen Fratzen der Kameraden: ist der durchschnittliche fränkische Schacht doch selten tiefer als eine Seillänge (in Franken in der Regel 12m) - wozu also umsteigen? Doch auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert (wenngleich ein Mitglied der Höhlenrettung gar eindrucksvoll demonstrierte, wie man es nicht machen sollte -- > Stichwort 'Cavebondage'), und nachdem alle das 'goldene M' (Zitat Herr Müller) überwunden hatten, war erst mal Mittagszeit. Großzügige Förderer der freien Höhlenbefahrung stellten Leberkäs und Semmeln zur Verfügung, welchen auch kräftig zugesprochen wurde. Wusste doch kaum einer, dass das Schlimmste noch bevorstand... --dbreak -- Dritte Disziplin: --bold --Professionelle Kameradenrettung--dlob ----dbreak -- Wieder fragende Gesichter allenthalben: Sollte in Franken mal ein Kamerad ohnmächtig im Seil hängen, schneidet man das Seil eben ab. Durch die oben schon erwähnten typischen fränkischen Schachthöhen sind keine Verletzungen durch den Sturz zu erwarten. Aber sollten jetzt wirklich die ganzen guten Seile die zu Trainingszwecken eingebaut wurden einfach abgeschnitten werden? Herr Deim klärte uns auf: anderswo gäbe es Seillängen von 50m und mehr, genau deshalb sei es von Vorteil, wenn der entsprechende Kamerad geborgen und nicht einfach nur abgeschnitten werden würde. --dbreak -- Nach einer professionellen Einführung in bergwachterprobte Rettungstechniken, sollte das ganze in die Praxis umgesetzt werden. Ausgangssituation: Ein Kamerad hängt ohnmächtig im Seil. Kurze Zeit später baumelten an vier Seilen engumschlungene Paare, wobei selten sofort ersichtlich war, wer rettete und wer gerettet wurde, und sich manch ein Geretteter wünschte tatsächlich ohnmächtig zu sein. Die eigene Erfahrung lehrt: gerettet werden tut mehr weh, als zu retten, Spaß macht beides kaum. Jedoch zeichneten sich bald erste Erfolge ab und die ersten Paare konnten engumschlungen in die Tiefe abfahren. Wer sich jetzt schon in Sicherheit wähnte, wurde böse überrascht. Schließlich befand man sich jetzt am Schachtgrund der imaginären Höhle, so dass noch --dbreak -- Vierte Disziplin: --bold --Der Aufstieg - mit allem und viel scharf--dlob ----dbreak -- bevorstand. Der Verkünder hatte in seinem teuflischen Labor eine Foltermaschine der besonderen Art ersonnen: Der CaveSeekers-Aufsteigomat - 100m Seil derart eingebaut, dass ein kontinuierlicher Aufstieg über die komplette Seillänge möglich ist, ohne jemals weiter als fünf Meter vom Boden entfernt zu sein. Einige vermuteten nach kurzer Zeit am Seil Hexenwerk und sprachen von 'endlosen Seilen, immerwährend im Umlauf begriffen...'. Auch hier wurden wieder unterschiedlichste Techniken demonstriert - von der kräftigen Reissermethode, die ob ihrer Ineffektivität gerügt wurde (Herr Uhl) über die wipplingersche Sitz-und Steig Methode, die sich durch ein ausgeklügeltes System von Ruhepausen und Aufstiegsetappen im Verhältnis 3:1 auszeichnete bis hin zur 'Mensch-Maschine' Roland Deim, der effektiv und gleichmäßig wie ein Murnauer Uhrwerk die 100m in Bestzeit (9 Minuten) erstieg und dabei nicht mal schwitzte. In der Frauenwertung führte Frau Tirge, welche die 100m in 10 Minuten schaffte. Diese Zeit sicherte Ihr den zweiten Platz, mit deutlichem Vorsprung zu dem Drittplazierten Herrn Konopac, der 16 Minuten benötigte, Herr Kreil folgte mit knapp 20 Minuten. Über die restlichen Zeiten sprechen wir besser nicht, zumindest kamen alle an. --dbreak -- Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit Sicherheit jeder Teilnehmer einiges an Wissen und Erfahrung mitnehmen konnte, und die Gelegenheit in einer 'sicheren' Umgebung die gesamte SRT-Palette, sowie die eigene Ausrüstung kennenzulernen und verbessern zu können nicht besser hätte sein können. --dbreak -- Unser Respekt gebührt Herrn Deim und Familie Hamann, die uns freundlichst für einen Tag beherbergt haben. --

Michael KreilAntje HeidenreichFriedrich SchweikertAndreas MeyerAdrian Schneider
Mark WeissOliver ArendtStephan BunkPeter Klampfl

Mission 238: Hohlraumfilmrausch
15:34-06:38 [19:51-22:07]: An einem dunklen Tag zu einer dunklen Stunde machte sich eine Gruppe von künstlerisch ambitionierten Damen und Herren in Richtung Anton Völkl Grotte auf, um diese erst vor kurzem von Hollywood entdeckte Höhle zum einen zum Schauplatz grosser Ereignisse zu machen und diese - parallel dazu - im Stile der CaveSeekers zu erfassen.

Peter WüstnerMichael KreilAntje HeidenreichMark WeissJürgen Wipplinger


Saufen.Austragungsort.

INH 2007
Nach einjähriger Abstinenz fanden sich dieses Jahr wieder mal ein paar CaveSeekers zum alljährlichen INH-Treffen ein. Genauer gesagt waren es 12 CaveSeekers auf 55 professionelle Höhlenforscher aus ca. 140 Vereinen.

Geplant war das Verlesen einer Elekropost, die im vergangenen Jahr für viel Adrenalin gesorgt hatte.

Aus diesem Grund hatten die Herren Wipplinger und Müller sich vorher schon ins Zeug gelegt, um durch das Verteilen von kostenlosen CaveSeekers CDs zumindest ein bisschen das Eis zu brechen. Das Los fiel dann auf letzteren der Herren um sich vor versammelter fränksicher Höhlenkompetenz zum Affen zu machen.

Mit einem halben Liter urfränkischem Bier sediert, schaffte Herr Müller es doch wieder Erwarten, zum Einen die Diskussioun um besagte Elektropost und die freilebende Feldermaus im Rahmen zu halten und zum Anderen auch noch versöhnende Töne aus Herrn Preu und der restlichen Höhlenforscherschaft zu locken. Unser Punktesystem verleiht flüssige Rede...

In der anschliessenden freien Diskussionsrunde wurde geduldig erklärt, dass uns die Feldermaus in keinster Weise interessiert, wir Ihr also nicht am Flügelein zipfeln oder sie gar verspeisen wollen. Auch wurde auf den Begriff Unhöhle als ethymologisches Wortmonster eingegangen und auch der Schnee auf manch alten Missionsbildern erklärt.

Die Diskussionsrunde bewirkte auch, dass wir, um Vorurteilen entgegenzuwirken, in Zukunft auf der Heimseite einen professionellen Feldermauszähltrainer anbieten werden, so dass man auch im Sommer was für den Naturschutz tun kann.

Ansonsten punktete Herr Maccioni mit dem höchsten 'Weizen pro IQ-Punkt'-Faktor der Veranstaltung. Herr Konopac glänzte durch das subversive Eintragen seiner selbst in der herumgehenden Namensliste als VHM Mitglied und dem unkoordinierten Stammeln von zusammenhangslosen Satzteilen.

Fazit des Abends: Wenn man mal 'was gescheites' machen will, braucht man einen Verein. Klar. Dies wurde uns dann direkt am nächsten Tag beim Schlangenschlund SRT Training bewußt. Bericht folgt.