| Besprechung: |
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Schon lange war man auf der Suche nach eben diesem Oberpfälzer
Kleinod, das Gerüchten zufolge ganz in der Nähe des zu finden
sei. Unzählige Oberflächenbegehungen später war es endlich so weit. Bei einem Samstagnachmittagsspaziergang
mit Freundin traute man seinen Augen kaum, unfassbar gut versteckt, im unteren Drittel
einer Felswand, hinter einem Vorsprung, konnte man endlich ein ca. 45 x 45 cm großes
Loch entdecken. Also ab nach Hause und sofort rechnertechnisch einen Termin erstellt.
Am Tag der Offensive hatten sich Frau Heidenreich, Herr Arendt
sowie Herr Bunk und Herr Kreil angekündigt. Nach einer erstaunlich entspannten Anreise
schlugen alle beinahe pünktlich am Treffpunkt auf, um sogleich den Ort der Begierde
aufzusuchen. Am Loch angekommen wurde sofort die Verschlusseinrichtung fachmännisch
geöffnet und mit dem Einfahren begonnen. Herr Kreil verschwand als erster im Loch,
während Herr zuerst einmal seine Füße an der Schlüsselengstelle
sortieren musste, denn wer hier einen Fehler macht, muss sich praktisch zweiteilen,
um weiter zu kommen.
Nach einer abenteuerlichen Rutschpartie in die Tiefe, vorbei
an extrem scharfem Warzensinter, traf sich die Gruppe leicht dezimiert in der ersten
Kammer wieder. Herr scheiterte an zu viel ,
an eben der besagten Schlüsselengstelle. Bei dem gefestigten CaveSeeker siegte letztendlich
doch die Vernunft! Nun wurde im Höhleninneren in alle Himmelsrichtungen ausgeschwärmt,
um sich einen groben Überblick zu verschaffen. Auch Herr Kreil ließ es sich diesmal
nicht nehmen, seinen voluminösen Körper so fest zu fahren, dass er sich ohne fremde
Hilfe von Frau Heidenreich nicht aus der misslichen Lage befreien konnte.
Kurz darauf trafen sich alle wieder, um von weiterführenden
Räumlichkeiten zu berichten, allen vornweg Herr Bunk, der sich wie gewohnt in scheinbar
unschlufbare Gänge presste. Nun begann das traditionelle Blitzlichtgewitter. Nach
der gewohnten Prozedur wurde einstimmig beschlossen, gemeinsam Auszufahren, um sich
eventuell gegenseitig Hilfestellung zu geben. Wurde man doch beim Einfahren von der
Schwerkraft unterstützt, würde man jetzt keinerlei Hilfe erwarten können. Selbst
ein nicht vorhandenes eingebautes Seil würde wahrscheinlich keinerlei Erleichterung
bringen. Also schob, presst und drückte man sich vertikal gemeinschaftlich dem Ausgang
entgegen. Oben angekommen wurde dann einer nach dem anderen zum zweiten Mal wiedergeboren
und durfte unter Hilfestellung des Herrn Geburtsarzt das Licht
der Welt erblicken. Kameradschaft kann man nicht kaufen.
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