Mit anständig eingenässten Hosen und mit einem Flakscheinwerfer für Arme ausgestattet,
wurden zu abendlicher Stunde die Klausenhöhlen aufgesucht. Ziel war es die z.T. beträchtlichen
Ranzen bis zur grossen Sinterhalle zu drücken und die Höhle in einem Stück und ohne
Sprengkommando zu verlassen.
Am ersten langen Schluf verlor Herr Müller zwar seinen Helm, jedoch nicht das Bewusstsein
- aber fast, was wohl auf die Karbiddämpfe des Herrn zurückzuführen
war. Der Rest der Kameradschaft konterte jedoch mit biodynamischen Bohnen- und Bierdämpfen
aus allen verfügbaren Körperöffnungen.
Helmverlust scheint übrigens ein nicht unübliches Phänomen der ersten Engstelle zu
sein, weil auch schon diverse Kameraden des IHFs Opfer dieser Erscheinung wurden.
Der Jungfrauenschluf wurde im Eiltempo durchquetscht und auch die Kletterstelle problemlos
gemeistert. Doch nun verliess Herr Müller die Motivation seinen Ranzen weiter durchs
Gedärm des Hohlraums zu schieben und so zog er es vor an der dritten Engstelle eine
ruhige Kugel zu schieben, während die anderen sich ein Gummikreuz wünschten.
Kamerad Zimmer stellte hier auch gleich seine volle Caveseekertauglichkeit unter
Beweis und meisterte alle Engstellen mit der Würde eines abstürzenden Fallschirmspringers.
Nebenbei wurde der improvisierte Schlaz auch irreperabel beschädigt, so dass eine
plausible Ausrede für eine Neuanschaffung geschaffen wurde.
Schnell noch ein paar Photos geschossen und schon wurde der Rückzug eingeleitet.
Am Jungfernschluf kam es zu einer Massenverkreilung der Hälfte der Belegschaft, welche
mit gut gemeinten Tips und kräftigem Ziehen und Drücken behoben werden konnte. Vor
allem Herr Müller nutzte die patentierte Caveseekers Passiv-Schluf-Technik um diese
Stelle zu meistern.
Nachdem der Eingangsschluf mit seinen schönen, klebrigen Wänden auch in die Gegenrichtung
gemeistert war wurde fluchtartig das Terrain verlassen. Eine weitere Mission ins
Silberloch wurde zugunsten des Neuerwerbs von verbrauchten Karliolinen in Form von
Currywürsten beim Felsenwastl nicht durchgeführt.
Hier ein ausdrücklicher, muräniger Respekt an Alle!