Nach langer und intensiver Planung einer rekordverdächtigen
Dreihöhlenaneinemtagtour im befreundeten Ausland war es endlich so weit: Dank der
hervorragenden Vorarbeit einiger schwäbischer CaveSeekers-im-Geiste - welche gleich
zu Beginn erfahren durften, das Pünktlichkeit auch bei 280 km Anreise relativ ist
- konnte der vereinbarte Treffpunkt und auch die Hohlräume ohne lästige Sucherei
gefunden werden.
Nach erfolgter Begrüßung - ohne Dolmetscher - wurde den Franken
noch eine schwäbische Espressospezialität angeboten. Die Franken revanchierten sich
mit extra aus Franken eingeschmuggeltem Bier. Nach Anlegen der Ausrüstung ging es
dann dem ersten Hohlraum entgegen. Bergauf! Und zu Fuss.
Am Einstiegsschacht angekommen, fanden wir das von unseren Scouts
schon angebrachte Seil vor - frisch gewaschen. Auch der Eingangsbereich war schon
von Urwald und Holzböcken befreit. Um den Schwaben jedoch nicht über Gebühr zu strapazieren,
wurde von den Franken beschlossen, selbstständig abzuseilen. Der Franke setzt sich
in Schwaben ins gemachte Nest,- seilt ab, ist zufrieden und seilt wieder auf. Überraschenderweise
funktioniert die Fototechnik. --dbreak- Dank eines für fränkisch
geeichte Abseilgeräte zu dünnen Seiles erreichten wir alle recht rasch den Grund
des zwölf Meter tiefen Schachtes und fanden uns in einer geräumigen Halle ein. Ebenso
rasch wurden gleich die ersten Bilder von den wenigen vorhandenen Versinterungen
erstellt.
Eine kleine Kammer mit engem Zugang wollte Herrn Wipplinger
den Zutritt verwehren. Nach Androhung von Gewalt gab diese jedoch ihren Widerstand
auf. So konnten doch einige korrekte Bilder entstehen.
Wiederum rasch seilten wir uns wieder dem Tageslicht entgegen, um dann durch schwäbisches
Unterholz auf nur Eingeborenen bekannten Pfaden die nächste, geschätzt ca. tausend
Meter höher gelegene Höhle zu bekriechen.