Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Jürgen WipplingerFlorian Seeleitner

Mission 492: Rennomiersuspensorium
09:11-21:13 [10:20-12:01]: Der Abreisetag ist für gewöhnlich Garant für Spannung. Wie hoch wird der Preis für die Luxusunterkunft dieses Mal ausfallen? 10 Euro? 20? 50? Oder mehr?

Nach langem hin und her wird verlautbart, dass 17 Euro zu hinterlegen seien. Pro Person und Nacht. Halbe oder auch Drittel-Nächte zählen voll. Nicht vorhandene Küchen oder gar fehlende Fernseher zählen ebenfalls nicht.

Jürgen WipplingerFlorian Seeleitner

Mission 491: Give me your name - or i'll send troops
12:04-21:51 [12:53-17:17]: Man steht unbeholfen auf der Straße und legt behutsam die Kasparkostüme an. Die Machete liegt griffbereit im Wagen. Plötzlich bleibt ein dunkles, von einem vertraulich Vertrauliche Informationlink gelenktes Kraftfahrzeug neben dem Einsatzaudi stehen. Herr Wipplinger wendet sich pikiert ab, während Herr Konopac dem Neuankömmling umgehend zu verstehen gibt "What's your name!" - zum einen, um vertraulich Vertrauliche Informationlink, zum anderen aber, um zu wissen, wer später den Audi vertraulich Vertrauliche Informationlink haben wird.

Jürgen WipplingerFlorian Seeleitner

Mission 490: Beutelbrand und ERR 40
11:57-23:30 [14:30-19:22]: Obwohl mit zunehmendem Alter immer mehr Gedanken um die Zipperlein des Alters und die eigene ferne Vergangenheit kreisen, geschieht es doch ab und an, dass man sich völlig neuer Gedanken annimmt und diese zu analysieren sucht.

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 488: Schwerste Beine
7:59-23:59 [9:55-12:42]: Trotz nicht enden wollenden Ermahnungen Herrn Wipplingers kommt das Heldenmobil zu spät am Loch an. Auch ein heftiges Aufbrausen des Grossen Mannes in Richtung Kassenfräulein bewirkt nichts. Wer zu spät kommt, muss draussen bleiben.

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 489: Freudenzug
7:59-23:59 [14:40-15:50]: Nach einer nahezu beispiellosen Irrfahrt im historischen KFZ endlich an der Talstation des Loches angekommen, teilt die hübsche Dame an der Kasse in teilweise erbrochenem Englisch mit, dass es zwar nett von uns gewesen war, uns bereits am Vortag für die Tour angemeldet zu haben, dass es allerdings von höchster Wichtigkeit gewesen wäre, pünktlich zum ausgemachten Termin zu erscheinen. Andernfalls könne man ihr vertraulich Vertrauliche Informationlink

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 487: Geschwollene Brust
9:53-21:12 [17:14-18:35]: "Die Pelibox wird dreckig, der Schlaz wird dreckig und überhaupt hab' ich genau keinen Bock nicht! Und das doppelt!" Aufgrund seiner schmächtigen Statur gelingt es aber trotzdem, ihn mit der Drohung "Ich setzte mich schmazend auf dein Gesicht!", dazu zu zwingen, das Loch zu fotografieren. Fotografieren wo nichts zu fotografieren ist - ausser vielleicht die Ungelenkigkeit der Kameraden, welche sich in äusserst unvorteilhafter Weise stöhnend durchs Loch bewegen. Diese eine Spezialbegabung haben sie - die fränkische Höhlenfreunde von wenig konturierter Gestalt.

Jürgen WipplingerThomas WarnickUlrich Henschker

Mission 486: Voller Alarm
9:53-21:12 [13:25-14:37]: Der Schauhöhlentourist im südmährischen Karst hat es nicht nötig, beschissenste Bilder mit langer Belichtungszeit zu gestalten. Nein. Er kann sich direkt am Kassenhäuschen von der Angst beim fotografieren erwischt zu werden freikaufen. Mit ca. 40 Einheiten der irrelevanten lokalen Währung.

Jürgen WipplingerUlrich HenschkerStephan HauseltThomas WarnickFlorian Keßler


Eine Idylle! Schön die weissen Fahrzeuge im Grünen abgestellt.Geheimathlet Hauselt mit Helm. Mangels Taschen am Schlaz hier ohne Hände in den selben fotografiert.Hier steht ein Held nach über dem Spalt. Unten schwappt bereits der Baatz. Wo ist BUNK?
Heldenhaft: Und schon liegt er im Dreck.Und drückt. Mit aller Macht. Aber ohne Erfolg.Wipplinger hockt fröhlich vor dem Spalt. Und verharrt dort.
Zwischendurch ausgezogene Handschuhe müssen nicht aufwändig gegen Absturz gesichert werden.Hier nochmal der Spalt - mit Bein zum Vergleich. Ganz Höhlenforscher.

Wahre Größe
Mehrere kleine Stosstruppen fanden sich pünktlich - dem Pöbel ein Vorbild - am Treffpunkt an 'der' Kapelle in der Nähe von Leutenbach ein. Jede für sich. Bedingt durch den, vor nicht allzu langer Zeit fröhliche Urstände feiernden Katholizismus, allerdings an unterschiedlichen Kapellen. Jede Kleingruppe sorgte sich über den Verbleib der jeweils anderen - nicht zum letzten Male an diesem Tag.

Das zunächst angedachte Loch wurde beim Anblick der Korpulenz der aus den Fahrzeugen quellenden Herren augenblicklich verworfen und durch den Sternponor ersetzt. Dieser wäre erheblich leichter zu bezwingen. Und wäre schön. Gerade auch für die Dicken. Genau!

Nach kurzer Synchronisationsphase im fränkischen Wald, drängte der Fuhrpark ganz fürchterlich nahe an die tolle Sternponor-Doline. Immer wieder überraschend, wie extrem geländegängig das KFZ aus bayerischer Produktion ist. Da frohlockt die Natur im dunklen Schleier des Diesel-Feinstaubes.

Zunächst wird sich geziert. Niemand will wirklich in seinen Schlaz. Dann aber - nach den ersten Bieren - am Eingangsloch in der Doline angekommen, entfleucht einer geölten Kehle dieser Reim:

Im starken Verwuchs - dort wohnt wohl ein Fuchs. Da im gebrochenen Stein - scheint er sonst daheim! "Da müssen wir rein" - "Das kann doch nicht sein!" "Das Loch ist so klein!" - doch der Scheißdreck dort drin, der duftet so fein!"

Der halbgrosse Peter erklärte im Brustton der Überzeugung, dass dieses Loch nicht wirklich eng wäre - und dass Teile der Mannschaft durch sardische Großwarmhöhlen wohl zu Memmen geworden wären. Die wahre Größe der im Sternponor zu bezwingenden Schlufe sei generell unterschätzt. Während Herr Henschker noch vor Herrn Wipplinger experimentierfreudig einige Körperteile ins Loch einführte - nur um diese dann stark beschmutzt gleich wieder auszuführen, philosphierte Herr Warnick über seine wahre Grösse - und dem vermutlich endgültigen Verschluss des Hohlraums, sollte seine Größe auf die des Lochs treffen.

Herr Keßler - voller Elan und jugendlichem Leichtsinn - schlüpfte nach nur kurzem Bocken elegant in den Fuchsbau - und war verschwunden. Nach und nach folgte der dicke Rest - bis auf Herrn Warnick; Abgestellt, um den Eingang vor umherstreundenden Höhlenforschern zu schützen, schlief er umgehend ein.

Man machte es sich zunächst in Meister Lampes Heubettchen gemütlich bis alle Einfahrer den übelsten Kot von ihrem Schlaz gekratzt hatten. Ein paar Schmerzensschreie später war man endlich in einen - nein, dem - großvolumigen Raum im Loch vorgedrungen. Dieser Raum ist relativ tief. Und nach unten müssen sie.

Beinahe schnell - genaugenommen nachdem bereits alle Männer bis auf Herrn Hauselt unten angekommen waren - war klar, dass einige Extremsportler ohne Seil nicht in der Lage sein würden, wieder nach oben zu klettern. Volle Hosen überall. So robbte Herr Hauselt nochmals durch den Kot und beschaffte ein Seil - aber natürlich keine SRT Ausrüstung. Das war nicht anders zu erwarten gewesen. Darum wurde es auch ohne Murren hingenommen. Hauptsache draussen im KFZ steht noch Bier.

Spalten und Druckwasserröhrchen, Auswaschungen und viel Verbruch bei wenig Versinterung - das ist der herrliche Charakter des Sternponors. Verwinkelte Strecken vermittelnten neben kleinen Klettereien ein wenig Abenteuer und man fand stets Schlufe in weitere, noch intimere, Bereiche.

In eine Röhre hinabrutschend, fiel der Blick auf halber Strecke durch eine Spalte in bereits befahrene Räumlichkeiten - was des Hauselts dort abgehangener Pullover bewies. Die Freude ob der eigenen Orientierungslosigkeit hielt jedoch nur kurz an. Denn: Die Schwerkraft zieht den CaveSeeker immer weiter nach unten.

Bis zum Siphon. Im Lichte der Scurions wirkt alles schön. So auch der schlüpfrige Baatz, der im Siphon stand. Auch die Dimensionen des Siphons wirken im Lichte der Scurion offenbar irgendwie anders. So schafften es die Herren Hauselt und Wipplinger - als Scurionträger - nicht, den Siphon zu bezwingen. Ersterer nach kurzer Panikattacke, letzterer immerhin erst nach dem vierten heldenhaften Ansatz.

Ab hier war der Grad der Körper- und Kleidverschmutzung, sowie der Feuchtigkeitsgehalt der Kleidung in der Mannschaft gleichmäßig verteilt und bei ungefähr 80% Sättigung.

Unmengen an - aus von unbegabter Hand aus Dreck geformter - großer Kunst warteten in der nächsten Halle. Quasi Neuland. Und ein durch Menschenhand erschaffener Staudamm. Dieser hielt etwa 3m³ Wasser zurück - welches in die Weiterführung der Höhle und deren Zerklüftungen zurückstaute. Ohne Hirn wurde diese Mauer kurzerhand eingerissen, und kaltes Wasser schoss in den Syphon, durch den man soeben eingekrochen war.

Im nun teilentwässerten Schluf fand sich tiefgründiger Superbaatz, in welchem man auf den Knien fortlaufend bis zum Nabel einsank und sich nur unter Mühen voranstrampeln konnte. Ein Anstieg nach ca. 20m war trockener - aber nicht griffiger - und man fand NEUES LEBEN am Grunde einer 0,25m² Langzeitpfütze. Eine Höhlenassel und eine Art großer Unterwasserhöhlenzecke.

Der Schluf verengte sich mit der Steigung und wurde zusehends enger - bis zur Unschlufbarkeit. Was aber den halbgrossen Peter nicht davon abhielt, dem selben elegant noch ein wenig weiter zu folgen, und schliesslich in einem nach oben führenden Nebenschluf zu geraten. Dieser führe - dem Hörensagen nach - tatsächlich in weitere Hallen und eine tiefe Spalte.

Während die Zurückgebliebenen versuchten ebenfalls nach oben zu gelangen, rieft der halbgrosse Peter "Neuland" in seinem "Heimatloch" aus - und berichtete von dort nötiger Seilausrüstung - welche nicht am Mann war. Also Rückzug. Weitere kurze Momente der Freude flackerten auf, als man juchtzend bis ins Schlammbecken zurückrutschte.

Im nun gefluteten Siphon blieb Herr Henscher beim übermütigen Ausschlufen vorwärts und seitlich im Siphon stecken und es erwies sich vorteilhaft, dass die Vorsehung Herrn Wipplinger nicht durch den Sipohn hat passen lassen. Denn nur so konnte dieser stark am Henschker ziehen und dadurch das Verwesen von drei Männern im Loch vermeiden.

Die dünneren Menschen meisterten den Rückschluf ohne überlieferte Probleme.

Um Unterkühlungen zu vermeiden trat man endgültig den Rückweg an um - für viele völlig überraschend - am unteren Seilende festzustellen: Kein Gurt, keine Steigklemme, keine Sicherung.

Die Herren Wipplinger und Keßler waren allerdings in der Lage, die Problemstelle auch ohne Hilfsmittel zu bezwingen. Am KFZ angekommen, konnte Herr Wipplinger mit dem Hinweis auf sein biblisches Alter erfolgreich darum bitten, dass ihm ein erneutes Einfahren in das Loch erspart bliebe. Dies übernahm Herr Keßler - beinahe ohne Flüche auszustossen.

Herr Hauselt - ganz Handwerker - hielt zwischenzeitlich die beiden anderen Schlammmonster von gefährlicher Freiklettereien ab. --dbreak- Um Allah in gewohnter Manier zu preissen, wurde nach Verlassen des Hohlraums erstmal ein Tschechenkracher gezündet. Der eine oder andere Milliliter Urin ergoss sich in die sowieso schon nassen Unterhosen. --

Jürgen WipplingerUlrich HenschkerStephan HauseltMark WeissThomas Warnick
Katrin Henschker-Schäfer

Strassenrand-Grillen. Auch schön. Die Person freut sich.Die Trauerweide. Eine Augenweide.Zwei Aschenbecher mit Fahne.

3 Verweise - 13 Eimer
Herr Hauselt biegt mit gewohnheitmäßig stark überladenem Gross-KFZ nach vertraulich Vertrauliche Informationlink ein. Über dem Ort prangt eine ca. 100 Meter hohe Rauchsäule und preisst Allah.

Etwas näher am Loch wird klar, woher der Qualm stammt. In strahlendem Sonnenschein wurde der Grill ausgepackt.

Wer weiss, dass im sagenumwobenen vertraulich Vertrauliche Informationlink steht, dass vertraulich Vertrauliche Informationlink generell zu unterlassen ist, ist ein wenig überrascht über so viel Mangel an vertraulich Vertrauliche Informationlink

Direkt am Loch kann dann auch Herr Weiss bei gestenreichen Verhandlungen mit dem vertraulich Vertrauliche Informationlink beobachtet werden.

Verweis 1 : Anheizen des Grills mit feuchten Früchten des Waldes.

Einige Stunden des Grillens am Strassenrand und dem Lauschen der Riesending-Heldengeschichte Herrn Hennschkers später, wird der Grill wieder vor die Hütte verbracht. Dort wird festgestellt, dass die Glut nicht mehr so richtig gut sei. Also nimmt die Person den guten flüssigen Grillanzünder zur Hand und schüttet grob einen Liter in die glühenden Kohlen.

Die Stichflamme wärmt die Augenbrauen Herrn Wipplingers, der 5 Meter über dem Grill gerade versucht seine vertraulich Vertrauliche Informationlink unter Kontrolle zu bekommen.

Verweis 2 : Nochmaliges Anheizen des Grills unter Gefährung des Lebens aller friedlich umherstehenden MitCaveSeekers.

Dann wird endlich ein wenig für weiteren Vortrieb im Loch gesorgt. Immerhin 13 Eimer Abraum werden aus der Blase entfernt

Dann übernimmt die schon zweimal verwarnte Person schuldbewusst die Aufgabe, ein paar Männer ins Neuland zu geleiten. Damit neben der Freude am Graben auch mal was fürs Auge getan wird. Die Person verlässt die Grabungsstelle mit den Worten "Ich warte am Kohlenkeller". Als der Rest der Mannschaft aber - nach wenigen Minuten der Freude in selten bekrochenen Spalten - am Kohlenkeller ankommt, ist die Person - quasi selbstverständlich - nicht auffindbar.

So übernimmt Herr Wipplinger die 'Führung'. Zum tausendsten Mal. Und zum letzten Mal.

Verweis 3 : Verschwinden im Loch aus niederen Beweggründen.

Endlich endet so ein weiterer Tag an der Rostnagel. Mitten im Hochsommer - bei 8 Grad. Danke Frau Merkel!

Ulrich Henschker

Der CaveSeeker: Zufrieden am Loch. Bild: www.tz.de.A stiggala Stadtwoschd?

Ein Ring Stadtwurst für die Helfer
... war die Überschrift einer Stellungnahme im BR3 Kommentarblock zur Bergung eines Kameraden. Niemand konnte wissen, das diese Aussage Folgen haben würde.

Unter der selben Überschrift wurde eine Mission zum Aufbruch ins Berchtesgadener Land kurzfristig geplant, um in Solidarität und mit Hilfe beizustehen.

Viele CaveSeekers sagten der Mission kurzfristig zu, mussten aber auf Grund von„"auf den Fuß gefallener Stahlplatte, hochwichtigen Rolltreppengeschäften , unaufschiebbaren Metallbauaufträgen, profanen Rückenschmerzen “ usw. noch viel kurzfristiger absagen. Somit machten sich nur Stefan Rümler (CS-Anwärter) und Ulrich Henschker, bewaffnet mit Campingzeug und 6kg frischer, fränkischer Stadtwurst auf den Weg zum Untersberg.

Zur Ankunft am Mittwoch um 20.00 Uhr bei der Feuerwehr Berchtesgaden wurde mit der Einsatzleitung des Bodenteams "die aktuelle Lage im und am Loch besprochen" und des Metzger Jakob`s Stadtwurst dem Verpflegungsbeauftragten übergeben . Die Weiterfahrt zum Nusshof über MariaGern zum Fuße des Untersberges erfolgt zu beginnenden Dämmerung.

Dort beginnt der Aufstieg über den Störweg zur Unglücksstelle und den dort nahen Gipfel bei eintretender Dunkelheit. Taschenlampen und zum Teil die Helmlampe erhellen den steilen, steinigen Pfad. Die Nacht ist warm, die Rucksäcke schwer, der Schweiß salzig und der Weg recht anspruchsvoll. Nötige kurze Pausen und dadurch verlorene Zeit treiben die beiden zügig immer weiter den Berg hinauf. Gamsen begleiten auf Teilstücken über einen vom Aufwind bepfiffenen Bergkamm bis zum berchtesgadener Hochtron, um dort wieder in der Dunkelheit zu verschwinden. Mehrere Hubschrauber donnern über den Köpfen durch die Nacht um nötiges Material und sicher auch fränkische Wurst zu transportieren. Nur der CaveSeeker reist zu Fuß.

02.30 Uhr, Ankunft am Stöhrhaus. Eine Funkwache der Bergwacht meldet ins Tal: "Die beiden CaveSeekers sind oben gut angekommen – alles OK“ und nimmt beide mit in die windgeschützte Berghütte. Lagebesprechung mit der Information, dass der Verunglückte in wenigen Stunden - um ca. 07.00 Uhr - endgültig aus dem Schlund des Riesendinges gerettet sein soll und zur Zeit die Kroaten zum Einsatz eingeteilt sind. Man gönnt sich bis kurz vor Sonnenaufgang ein wenig Schlaf, um, mit einem kleinen Umweg zum Loch, noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang den Gipfel erklimmen zu können.

Der Tag der endgültigen Bergung bricht an, und die verschneiten Felsen der entfernten Watzmann- und Jennergipfel zwinkerten in strahlendem Licht. Im Karst-Plateau, am Loch angekommen, meldet man sich ordentlich als Kleinsthilfsabordnung der CaveSeekers bei Nils Bräunig - dem fränkischen Leiter der Rettungsaktion. Er und sein Kollege wollen erst nicht glauben, dass solche Solidarität von der durch Jürgen Wipplinger verwalteten Interessengemeinschaft, den CaveSeekers , aufgebracht zu werden vermag, während nahezu zeitgleich etwa 3 kg Stadtwurst aus einem Hubschrauber geladen wurden.

08.15 Uhr, metallisches Geklapper von Karabinern dröhnt aus dem Loch. Einige Kameraden aus Südosteuropa fahren aus und melden noch weitere Stunden zur Nötigkeit um Johann Westhauser endlich ans Tageslicht zu bringen. Derweil werden Gerätschaften, angefallene Abfälle und verbrauchtes Material in Hubschraubern der Bundespolizei, Polizei und Bergwacht verladen und die Helferschaft von diversen Mediengesellschaften - hinter einer Absperrung in sicherem Abstand - belagert.

11.11 Uhr, die CaveSeekers halten den befohlenen Sicherheitsabstand zum Loch ein, während der Verletzte um 11.14 Uhr endlich mit geschlossenen Augen aus dem Riesending geborgen wird. Freude und Jubel erhellt die Herzen aller Beteiligten als Johann Westhauser dankend eine Hand zum Gruß erhebt bevor er nach einem medizinischen Check mit dem Hubschrauber ins Murnauer Krankenhaus geflogen wird.

Der Abbau der außenliegenden Gerätschaften, Funkrelais-Stationen, Seilwinden und Zeltherbergen erfolgt zügig und man zieht sich allgemein in alle Himmelsrichtungen zurück.

Stefan und Ulrich holen in praller Sonne Schlaf nach und bleiben noch eine Nacht am Berg, um selben bei einer weiteren Karstwanderung zu genießen. Hier und da werden nebenbei diverse Höhlenschächte - versteckt unter Latschenkiefern - entdeckt und das Potenzial des Berges an kleinen und noch unbekannt großen Hohlräumen erahnt. Die aktuelle politische Lage verbietet aber natürlich eine Befahrung der selben.

Zum Abstieg vom Untersberg zieht Nebel auf, welcher in tieferen Lagen zu Graupelschauer und noch tiefer zu Regen wird. Feuchtigkeit - welche durch zerklüftetes Kalkgestein im Karst dringt - bis zu den Dolomitschichten - und auch hier Höhlen und Grundwasserreservoire entstehen lässt – bis in alle Ewigkeit !

Wir wünschen Johann Westhauser eine gute Genesung, und freuen uns auf eine eventuelle gemeinsame Brotzeit – irgendwann, irgendwo, in irgendeinem Loch.

br.de - Entstehungsgeschichte, Kommentar Nr. 39.
tz.de - Stundenprotokoll der Rettung. Besonders wichtig: 2:30 Uhr.
youtube.com - Die letzten Meter auf Video.