Missionsbeschreibung -

Fischerhöhle

ÖFFENTLICH
Höhle: Link zur Hohlraum-Hauptseite Fischerhöhle
Mission: 359 - Schwarzarbeit
Datum: [Freitag]
Zeitrahmen: 16:00-20:00 [17:15-19:30]
Nettozeit: 2:15 Stunden
Prozentsatz: 66%
Mobil: Höhlenmuli
Mannschaft: Michael KreilGerhard KrautmannPeter Klampfl
Besprechung:

Fischerhöhle - EinsatzfahrzeugUm dem Alltagsfrust zu entkommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Option ist, sich einen Kasten Bier zu besorgen und diesen dann auf Ex zu saufen. Andere - dem Alkohol abgeneigte Zeitgenossen - könnten sich etwa über einem ICE-Tunnelportal abseilen und die Reaktion des Zugführers testen. Beides ist lustig, bringt aber nicht wirklich weiter. Wieder andere - wie zum Beispiel echte CaveSeekers - raufen nach einem harten Arbeitstag ihre Grundausrüstung zusammen und bekriechen irgendwelche Löcher um von dunklen auf finsteren Gedanken zu kommen.

Fischerhöhle - fischer WachstumDa wir die Sachen mit dem Bier und den Tunnelportalen für langweilig hielten, trafen wir uns also spontan und deshalb auch pünktlich auf einem Baumarktparkplatz bei Lauf, um dann gemeinsam mit dem Höhlenmuli in Richtung des zu infizierenden Hohlraumes vor zustoßen. Nach einer halben Stunde Fahrt trafen wir ohne Sucherei und ohne Navi am Ort der Frustbekämpfung ein. Ein Wald wie aus einem Kindermärchen empfing uns. Von Efeu umrankte Bäume und Felsen säumen den Höhleneingang, welcher - für Franken eher untypisch - unverschlossen in einer Felsspalte auf uns wartet. Schon wenige Meter nach dem Zugang jedoch holt uns die Realität aus dem Märchen zurück. Ein toter Steinmarder liegt mitten im Höhlengang. Keine Spuren an dem Tier deuten auf einen Kampf hin. Altersschwäche? Oder doch der böse Wolf? Man weiß es nicht.

Fischerhöhle - leeres Sinterbecken im hinteren BereichNach einer kurzen Gedenksekunde und der dann doch verworfenen Idee, den Kadaver wegen einer anstehenden Geruchsbelästigung vor den Hohlraum zu bringen, schritten wir weiter in den Berg. Extra für alte Männer und Frauen angebrachte Stufen leiteten uns in die Tiefe. Der durch Fackelruß schwarz gestaltete Gang änderte auch in der bald erreichten einzigen größeren Halle nicht seine Farbe. Lediglich einige frisch nachwachsende Sinter zeigten sich in jungfräulichem Weiss. Einige verschieden große, ebenfalls in Schwarz- und Grautönen gehaltene Sinterbecken, darunter auch welche mit Wasser, zeigen sich dem aufmerksamen Betrachter. Farbspeziefisch ähnelt der gesamte Hohlraum einer gut trainierten Raucherlunge. Nur in einigen engen Seitenspalten wird dem Bekriecher offenbar, welche Farbvarianten vor der großangelegten Fackelberußung vor herrschten.

Fischerhöhle - SpaltensinterNachdem sich Starfotograph Kreil ausgetobt und die erstaunlichsten Dinge abgelichtet hatte, drangen wir weiter in den Berg vor. Einer vom Hauptraum abzweigenden Nebenkluft tiefer folgend, trafen wir auf eine mit einem leider trockenen Sinterbecken verzierte Kammer. Diese muß aufgrund der nicht rußgeschwärzten Wände erst später entdeckt worden sein - leider nicht von uns. Aber wir können uns ja auch nicht um alles kümmern. Den Boden dieser Kammer bedeckte feucht, lehmiger Sand, ein Hinweis auf periodische Wasseransammlungen? Eine noch tiefer führende enge Spalte, welche in eine lehmbedeckte und auch versinterte weitere kleine Kammer führt, konnte auf Grund der wohlgenährten Ranzen der Kameraden Krautmann und Klampfl wieder einmal nur von Oberkriecher Kreil bekrochen werden. Möglich ist auch, dass nicht nur der Körperumfang, sondern auch eine Art Gelenkstarre - wie sie bei alten Männern oft auftritt - die Befahrung verhinderte.

Fischerhöhle - Schmierereien in der Kammer des Ruhmes.So blieb es also Herrn Kreil vorbehalten, in diesem Enddarm der Höhle rätselhafte, aus Lehm geformte Beschriftungen zu entdecken und diese ohne Blitzschlampenhilfe zu dokumentieren. Auf dem Rückweg konnte Herr Klampfl eine im Gewölbe der Haupthalle befindliche Spalte nicht außer acht lassen und beschloß - auch um der eigenen Senilität vorzubeugen - diese zu besteigen. Wenige Meter höher öffnete sich diese Spalte in einem flachen, schräg gewölbten Raum, an dessen Decke kleine Sinterröhrchen wachsen. Eine am anderen Ende des Raumes gelegene Kluft führt wieder auf den Hauptgang zurück. Als auch dieser Teil des Hohlraumes erfolgreich abgelichtet war, entschloßen wir uns zum entgültigen Rückzug. Am immmer noch nicht stinkendem Marderkadaver vorbei erreichten wir wenig später und vom Wochenfrust geheilt den Ausgang. Auf die ansonsten übliche Nachbesprechung bei Weib, Bier und Gesang wurde ausnahmsweise verzichtet.

Fazit: Auch ohne Alkohol lohnt ein Besuch dieser kleinen Höhle. Manche sollen danach das Rauchen aufgegeben haben.

Erzeuger: Autor: Peter KlampflBilder: Michael KreilBildassistenz: Peter KlampflBildassistenz: Gerhard Krautmann 29.01.2012 - 23:32:20
Bilder: Fischerhöhle - schon im ersten Raum SinterbeckenFischerhöhle - teilweise mit wenig WasserFischerhöhle - ...Fischerhöhle - SinterbrusteFischerhöhle - HallenbodenFischerhöhle - fischer WachstumFischerhöhle - Krautmann-SuchbildFischerhöhle - SpaltensinterFischerhöhle - HallenprofilFischerhöhle - erhebliche Mengen an AltsinterFischerhöhle - ...Fischerhöhle - leeres Sinterbecken im hinteren BereichFischerhöhle - ...Fischerhöhle - Schluf zur Kammer des RuhmesFischerhöhle - Schmierereien in der Kammer des Ruhmes.Fischerhöhle - Wandprofil
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