Missionsbeschreibung -

Dummdalen

ÖFFENTLICH
Höhle: Link zur Hohlraum-Hauptseite Dummdalen
Mission: 323 - Der G-Punkt
Datum: [Mittwoch]
Zeitrahmen: 01:40-06:50 [13:42-18:52]
Nettozeit: 5:10 Stunden
Prozentsatz: 82%
Mobil: Evamobil
Mannschaft: AgentAgent
Besprechung:

Dummdalen - G1: Der untere Höhleneingang von außen.Endlich, es ist soweit, der CaveSeekers-Seite kann eine weitere Kategorie, nämlich Norwegen, hinzugefügt werden. In diesem Land eine Höhle zu finden war gar nicht so leicht, zumindest südlich des nördlichen Polarkreises. Wie auch immer... mit dem Evamobil im Zielgebiet auf über 1000 Metern angekommen, haben wir uns als Erstes daran gemacht uns für den bevorstehenden Aufstieg zu stärken. Nach reichlicher Nahrungszufuhr wurde die Schlufausrüstung geprüft, für gut befunden und losgezogen. Schon am ersten Hohlraum wurde uns schnell klar, es würde noch feudaler werden.

Dummdalen - G1: Unterer Höhleneingang/-ausgang.G1 : Der Hohlraum der G1 wurde längswärts von einem tosenden Bach durchzogen. Kommunikation unmöglich! Aber das ließ uns nicht davon abbringen entsprechendes Beweismaterial zu Tage zu fördern. Trockenen Fußes konnten wir den ersten Hohlraum verlassen um uns den interessanteren Brocken bergaufwärts zu widmen. Schon der Aufstieg zur G3 Höhle war selbst bei Temperaturen um die 10 Grad nicht gerade kühl. Herr Bugelmüller dampfte aus allen Öffnungen - und das nicht nur wegen dem Schlaz. Frau Krannich hingegen turnte in ihrer Gummihaut wie eine junge Gazelle die kleinen Wege in die Höhe, um als Vorabspäher den versteckten Eingang zu erkunden. Gesagt getan!

Dummdalen - G3: Derselbige nur schöner.G3 : Schon hatte sich Herr Bugelmüller am Eingang eingefunden, ging es auch schon los. Nach gut ein bis zwei Metern Abstieg, ging es ca. acht Meter im 45 Grad Winkel über eine glatte Oberfläche nach oben. Die Beschaffenheit dieser Oberfläche war uns bisweilen gänzlich unbekannt. Irgendwie erinnerte einen die Farbe an dieses Vieh aus Alien. Immer wieder waren Minirinnsale zu entdecken und hier und da öffnete sich ein kleiner Hohlraum ehe man am oberen Ende einen kleinen Lichtschein entdeckte, der gleichzeitig das Ende dieses Hohlraumes markieren sollte - dachten wir. Wieder am eigentlichen Eingang angekommen bemerkten wir noch einen kleinen "Grottensee", in welchem wir sogar noch ein paar Miniforellen ausmachen konnten. Definitiv zu wenig fürs Abendessen...

Dummdalen - Herr Bugelmüller im Glück.G4/G5 : Dann ging es auch schon weiter. Die Hohlräume der Höhlen mit der Bezeichnung G4/G5 ließen nicht lange auf sich warten. Dieses Loch war für uns eine richtige Herausforderung. Erreicht haben wir es nach einem weiteren quälendem Aufstieg. Diese ekelhafte Kletterei nahm einfach kein Ende. Um in dieses Loch zu gelangen, musste man sich quer in einen schrägen Spalt drücken, um so Stück für Stück tiefer nach unten zu gelangen. Der Eingangshohlraum, der gleichzeitig der größte Hohlraum war, ist mit großen Verbruchtrümmern übersät gewesen welche gleichzeitig hinter uns gelassen werden mussten, um in den interessanteren Bereich zu gelangen. Nach rechts abzweigend tat sich ein kleinerer Hohlraum mit einem darin befindlichem Bach auf. Dieser verjüngte sich in Gegenströmungsrichtung, sodass er - noch ruhig - aus einer Felsspalte mit einer breite von ca. einem Meter floss. Seltsame Formationen und Ablagerungen waren wieder zu entdecken die wir aus unseren fränkischen oder oberpfälzer Höhlen eher nicht kennen. Von der Eingangshöhle nach links abzweigend fanden wir einen weiteren großen Hohlraum. In diesem lud sich der ganze, vorher ruhige, Bach aus. Ein Dummdalen - G4: Hier verschwindet das Höhlenwasser im Abgrund.derart lautes Tosen ging durch den Raum, sodass es uns schwer fiel uns überhaupt zu verständigen. Man musste sich schon direkt gegenüber stehen, um auch nur unter Gebrüll ein paar Wortfetzen wahrnehmen zu können. Paartherapie in Norwegen. Letztendlich hat doch alles bestens funktioniert und wir konnten nach getaner Arbeit wieder aufsteigen und das beachtliche Loch ohne nasse Füße verlassen, sodass wir mit zügigen Schritten das nächste Ziel im Tal ansteuern konnten.

Dummdalen - Voller Körpereinsatz.G6 : Das Schönste an dieser Höhle war mit größter Sicherheit nicht der Aufstieg, auch nicht die Suche nach dem im Berg versteckten Eingang, vielmehr waren es viele kleine Wassertropfen die den Berg hinunter vor den breiten Höhleneingang herunterfielen. Ist man an diesem Schleier aus Wasser vorbei und hat man die eiskalten Schneemassen hinter sich gelassen, hat man kurzerhand nur noch das Bedürfnis sich in der windstillen Höhle zu verkriechen. Draußen war es bitterkalt. Aufgrund dessen entschieden wir uns schnell dazu, den passenden Einstieg zu finden. In einer Höhle ist es ja bekanntlicherweise wärmer als bei Sauwetter draußen. Direkt im Eingangsbereich zeichnete sich das ab, was wir schon befürchtet haben. Recht viel mehr wird es nicht sein und werden. Außer zwei schräg nach oben verlaufenden Gängen, die allesamt nach gut zehn Metern in einer Sackgasse endeten, hat die Höhle leider nicht viel mehr zu bieten. Gefunden haben wir noch eine kleine Feuerstelle - leider aber keine Knochenreste, sodass wir von einem neuzeitlichen Lagerfeuer ausgehen müssen. Schade...

Dummdalen - Wo ist das nächste Loch?G7 : Nun ging es zum eigentlichen Highlight der Tour – die G7 - the spiral of death. Das ist ja ein Ding. Eine Stunde nach diesem Loch gesucht und dann mussten wir uns auch noch einen Berg raufquälen. Skandal! Der Aufstieg zum Loch erwies sich als sehr mühsam und riskant, da wir NUR mit ordentlicher Höhlenausrüstung bestückt waren ist es uns nicht leicht gefallen auf den teils nassen und glitschigen Steinen Halt zu finden. Von dem ganzen Schnee möchte ich mal nicht reden. Noch im Anstieg mussten wir einen Wasserfall passieren der in einen gut fünf Meter tiefen Schacht mündete. Ferner mussten wir unter blau schimmernden Schneedecken durchkrabbeln, um nach weiteren ekelhaften Höhenmetern endlich den Eingang des besagten Hohlraums zu finden. Bereits von weit unten konnten wir, wenn´s auch schwierig war, die Leiter ausfindig machen, die uns den Zustieg verriet und auch irgendwie leichter machte. Die Faulheit siegt eben. Irgendwer war so freundlich und hat ein paar weitere Stellen innerhalb der Höhle mit Leitern und Seilen abgesichert. Nach dem Einstieg war mir eines sofort klar - bei dieser krassen Höhlenformation musste ich unweigerlich an Alien Teil 1 denken. Es war schon sehr krass diesen im Schnitt einen Meter hohen, kreisrunden Gang tief ins Gestein zu folgen. Man kam sich vor wie in einem Raumschiff. Es fehlte nur noch der ätzende Speichel von.... okay, okay, lassen wir das. Ein ständiger eiskalter Luftzug fuhr an uns vorbei und wir hatten das Gefühl, als würde uns jemand anatmen... Nach Sicherstellung der Fotoaufnahmen haben wir beruhigt und erschöpft Dummdalen - G7: Man beachte den kreisrunden Gang.die Rückreise angetreten. Der Weg hinauf erwies sich wiederum als sehr mühsam, dafür aber wurde der Abstieg um einiges angenehmer werden. Wieder am Evamobil angekommen waren wir erstmal geplättet und hatten ordentlich Kohldampf. Da es in Norwegen schier unmöglich ist eine ordentliche Currywurst zu bekommen, haben wir uns gar nicht weiter bemüht ein von vornherein sinnloses Unterfangen zu beginnen, sodass wir an diesem Abend auf das gute Do senfutter zurückgegriffen haben.

Fazit: Alles in allem eine geile Tour mit absolutem Seltenheitswert.

Erzeuger: 29.01.2012 - 23:32:18
Bilder: Dummdalen - G1: Der untere Höhleneingang von außen.Dummdalen - G1: Die G1 mit Blick in den Innenraum.Dummdalen - G1: Unterer Höhleneingang/-ausgang.Dummdalen - G1: Allerlei Wasser Teil 1Dummdalen - G1: Allerlei Wasser Teil 2 (Man beachte den Schuh des Fotografen)Dummdalen - G1: Außergewöhnliche Struktur des Kalkgesteins.Dummdalen - G1: Noch mehr Struktur.Dummdalen - G1: Norwegischer Kalkstein trocken.Dummdalen - G1: Sieht aus wie Wasser, ist aber keins.Dummdalen - G1: Trockener Teil der G1.Dummdalen - G1: Oberer Eingang der G1.Dummdalen - G3: Der Eingang der G3.Dummdalen - G3: Kleiner forellenreicher Teich im Eingangsbereich der G3.Dummdalen - G3: Derselbige nur schöner.Dummdalen - G3: Rampe zum Eingangsschluf. Faule Norweger haben hier ein Seil befestigt.Dummdalen - G3: Einzigartige Wasserrinne ohne Wasser.Dummdalen - G3: Gestein in der G3.Dummdalen - G3: Immer den Seilen nach.Dummdalen - G3: Die Gesteinsformationen sind äußerst bizarr.Dummdalen - G3: Irgendwelche eisenhaltigen Ablagerungen.Dummdalen - G3: Schön. Wassertropfen an Decke.Dummdalen - G3: Von Wasser ausgespülte Gesteinsbecken - Teil 1.Dummdalen - G3: Von Wasser ausgespülte Gesteinsbecken - Teil 2.Dummdalen - G3: Von Wasser ausgespülte Gesteinsbecken - Teil 3.Dummdalen - G3: Norwegische Irrlichter.Dummdalen - G3: Bizarre Felsformationen.Dummdalen - G3: Gleiches Motiv, nur näher.Dummdalen - G3: Der fachkundige Geologe erkennt hier den hohen Eisenanteil im Gestein.Dummdalen - G3: Farbenfrohes Höhlengestein.Dummdalen - G3: Die Höhlendecke. Man beachte die tiefen Furchen.Dummdalen - G3: Richtung zweiter Höhlenausgang der G3.Dummdalen - G3: Blumenkohlartiges Gesteinswachstum an der Wand.Dummdalen - G3: Im Höhleninneren.Dummdalen - G3: Ein ausgespültes Wasserbecken.Dummdalen - G3: Kurz vor dem Ausgang.Dummdalen - G4: Eingang der G4 - unschwer erkennbar.Dummdalen - G4: Frau Krannich über dem Abgrund.Dummdalen - G4: Hier kommt das Wasser aus dem Berg.Dummdalen - G4: Beeindruckendes Naturschauspiel.Dummdalen - G4: Farbenfrohes Schichtgestein - eine Augenweide für jeden Hobby-Geologen.Dummdalen - G4: Die reißende Dumma.Dummdalen - G4: Hier verschwindet das Höhlenwasser im Abgrund.Dummdalen - G4: Noch mehr Wasser.Dummdalen - G4: Schönes Farbspiel im Gestein.Dummdalen - G4: Allmächt, es gibt doch Sinter.Dummdalen - G4: Kristallines Gestein.Dummdalen - G4: Kunstvolle Höhlenfotografie.Dummdalen - G6: Auf dem Weg zur G6. (Wer findet den Pinguin?)Dummdalen - G6: Der Höhleneingang der G6.Dummdalen - G6: Wer hätt's gedacht, die Dumma.Dummdalen - G6: Felsbrocken, vermutlich von der Decke.Dummdalen - G6: Eine Höhlenwand, völlig sinterfrei.Dummdalen - G6: Wundersame Gesteinsformationen.Dummdalen - G6: Der Eingang von innen.Dummdalen - G6: Eine Höhlenwand ins rechte Licht gerückt.Dummdalen - G6: Frau Krannich im Kontrast zum Höhlenausgang.Dummdalen - G6: Wasserrinne im Inneren der G6.Dummdalen - G6: Höhlenausgang mit Wasserfall.Dummdalen - G7: Wer findet den Höhleneingang der G7?Dummdalen - G7: Auf dem Weg zur G7.Dummdalen - G7: Das Wasser verschwindet im Boden.Dummdalen - G7: Der offizielle Eingang der G7.Dummdalen - G7: Blick ins Land vom Eingang der G7 aus.Dummdalen - G7: Leiter Nummer 2. Blick zum Höhleneingang.Dummdalen - G7: Ein typisch norwegischer Höhlenstein.Dummdalen - G7: Man beachte den kreisrunden Gang.Dummdalen - G7: Im kreisrunden Gang.Dummdalen - G7: Der weitere Höhlenverlauf.Dummdalen - G7: Ein Wasserbecken.Dummdalen - G7: Hier geht's in die Tiefe.
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