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Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Jürgen WipplingerMichael HärtlPeter LanigEvi Hehenberger

Mission 350: Kristallin
13:12-20:11 [13:55-18:04]: Die Angst vor Strafverfolgung sitzt tief im CaveSeeker. So hält er sich z.B. strikt an Verkehrszeichen - insbesondere an die, die darauf hinweisen, dass Fahrten auf Waldwegen nur für Waldmeister gestattet sind. Der Preis für solcherlei Gesetzestreue ist Schweiss.

Jürgen WipplingerMichael HärtlPeter LanigEvi Hehenberger

Mission 349: Wassereinbruch
11:11-20:53 [13:33-20:11]: „Seids ihr in de Deiflsloch dringsii“ fragte ein besorgter Wandersmann in schlimmstem Schwizerdütsch, als man sich - nach hartem Überlebenskampf - durchschlammt bis auf die zarte Haut und wieder bei den Einsatzfahrzeugen einfand.

Jürgen WipplingerStephan BunkMichael Kreil

Mission 348: Der Wasserfall
19:18-23:39 [20:51-22:34]: Ankunft am Parkplatz exakt um 20:18 Uhr - es ist Stockdunkel. Langsam rollt das Fahrzeug über den Schotter. Die Polizei - welche mit voller Festbeleuchtung ca. 500 Meter entfernt einem vom rechten Weg abgekommenen Verkehrsteilnehmer treu zur Seite steht - ist bereits vergessen. Denn überall kann der Feind lauern.

Jochen PesahlDaniel Bohrer

Mission 347: Das Faltergrab
18:29-19:42 [18:29-19:35]: Nachdem schon die Burgruine Loch zwecks Dokumentation aufgesucht wurde, stand noch eine weitere Höhle in der Nähe auf dem Plan: Das offensichtlich über Bayerns Grenzen hinaus bekannte Fankerlloch. Um dahinzugelangen war jedoch eine endlos lange Anfahrt nötig. Der Weg zu dem eigentlich relativ nah zur Burghöhle gelegene Loch wäre unter normalen Umständen kein Problem, allerdings eine brutale Umleitung über sämtliche Kuhdörfer auf beinahe einspurigen Straßen und das Bohrer'sche Gefährt mit einer gnadenlosen Spitzengeschwindigkeit von 45km/h bremsten das Vorwärtskommen enorm, auch zum Leidwesen diverser hinterherkriechender Autofahrer.

Jochen PesahlDaniel Bohrer

Mission 346: Die Ziegen-Hochburg
13:34-18:07 [16:49-17:53]: Das Team Pesahl-Bohrer hatte sich bei seinem diesmaligem Wanderausflug ausnahmsweise den wettertechnisch richtigen Tag ausgesucht. Bei schönstem Herbstwetter traf man sich auf dem Wanderparkplatz bei Eilsbrunn, um von dort aus zunächst zum Pfarrerfelsen hochzusteigen und dann eine Wanderung durch die malerischen Jura-Hänge des Labertals zu unternehmen.

Jochen PesahlVolker PesahlMichael HärtlUwe OttEvi Hehenberger

Mission 345: Schnupftabak
13:51-20:43 [14:10-18:45]: Aspirant Nickel lud ein, und acht Freunde der Dunkelheit schlossen sich an, um in der Wellness-Oase "Stein am Wasser" eine Lehmkur zu genießen. Lediglich Herr Kroiss - durch das Studium älterer Missionsberichte vor wasserführenden Spalten und Kletterpartien gewarnt - musste in einem Briefing durch Herrn Härtl vom geringen Schwierigkeitsgrad des Hohlraums überzeugt werden. Die Existenz von Kletterstellen wurde geleugnet, und im mit 8 Grad wohltemperierten Wasser würde man im Falle eines Sturzes angenehm weich landen. Dank dieser überzeugenden Argumentation fand man sich also vollständig und nahezu pünktlich in der Oberpfalz ein.

Michael KreilJürgen WipplingerStephan BunkAntje HeidenreichMark Weiss

Mission 344: Fränkisch Fango
16:33-23:75 [18:11-22:07]: Dunkelheit, Nebel, Dachschaden. Eine unerschrockene Mannschaft rückt zum finalen Schlag gegen den vertraulich Vertrauliche Informationlink vor: Überprüfung, ob der Schleimsiphon eventuell zu durchtauchen ist.

Michael KreilStephan BunkMark WeissOliver ArendtPeter KlampflPeter Lanig

Mission 343: Auf den Spuren alter Männer
13:30-22:10 [15:30-18:30]: Definition: Ein für den gefestigten CaveSeeker tauglicher Kraftwagen sollte über Allradantrieb verfügen. Ersatzweise sind auch im Sommer Schneeketten mitzuführen.

Daniel BohrerOliver ArendtJürgen WipplingerStephan BunkMichael HärtlJochen PesahlVolker PesahlMark WeissThomas LindnerOliver Wolfram

Mission 342: Der Bohrer ohne Nerven
16:06-23:14 [19:54-21:33]: Alles begann damit, dass Herr Pesahl zu einem fröhlichen vertraulich Vertrauliche Informationlink rausch ins Altmühltal lud, und sofort war fast die komplette Prominenz der CaveSeekers-Gemeinde Feuer und Flamme. Nachdem sich im Gasthaus der Magen vollgeschlagen und Mut angetrunken wurde, machte man sich auf zum Kalkwerksloch, wo schon ein völlig durchnässter und unterkühlter Herr Bohrer auf das Eintreffen der mit Autos gesegneten Kameraden wartete.

Peter KlampflRoland KonopacStephan BunkJürgen WipplingerSandra SchnurerAntje HeidenreichMichael Kreil

Die geplünderte Reichsschatzkammer
Zu diesem als Event getarnten Spezialeinsatz zur Unterwanderung Thüringens hatte ein geheimer Tipp auf das verschollene Bernsteinzimmer geführt. Fragwürdige Gestalten berichteten von im Salz verborgenen Schätzen des Deutschen Reichs. Zahlende Schatzsucher würden angeblich mit Pritschenwägen zu den verborgenen Reichtümern gefahren, gegen Bestechungsgelder dürften diese dann auch fotografiert werden.

Da ein echter Caveseeker - wie bekannt - nicht nur rumhöhlt, sondern sich auch für Kultur interessiert, wurde beschlossen, diesem abenteuerlichen Gerücht nachzugehen. Zumal - was alten Männern sehr entgegenkommt - dort bequem herumgefahren werden kann.

Eilig wurde die CaveSeeker-Spezialeinheit zusammen gestellt: Taucher, Fotografen, Bergleute, Speleologen und andere zu allem entschlossene Verrückte. Auch zwei junge Caveseeker - Aspiranten wurden wegen ihres geringen Körpervolumens dem Einsatz zugeteilt, um etwaige enge Hohlräume untersuchen zu können.

Fast pünktlich traf sich die bunte Einheit an einem - bei überwiegend ausländischen LKW-Fahrern - beliebten Rasthof im Steigerwald. Nach einem Expresskaffee plus Weggala rückten alle Teilnehmer geschlossen Richtung Osten vor. Der Burger King bei Schweinfurt forderte einen kurzem Halt ein. Über neue steuerfinanzierte Autobahnen passierten wir später die - aufgrund akutem Geldmangels - schlecht gewartete Grenze der DDR. Da mittlerweile seit 19 Jahren bei den Grenztruppen gespart wird, entfielen die eigentlich notwendigen Grenzkontrollen. Es konnte ungehindert nach Thüringen eingedrungen werden. Andersherum geht es auch, sichtbar an den vielen eingesickerten Russen im Westen.

Da ein unüblicher fester Termin einzuhalten war und uns der ungeplante Stop in Schweinfurt wertvolle Zeit kostete, wurde nun schneller gefahren. Langsamere Fahrzeuge überholten wir selbstmörderisch und ausschließlich in unübersichtlichen Kurven. Ohne Tote wurde überpünktlich das Ziel erreicht.

Nach der Eroberung der für uns notwendigen Parkplätze begaben wir uns eiligst zum Eingang des Kalisalzbergwerkes. Die Förderkorbundpritschenautobenutzungsgebühr, welche auch die Bestechungsgelder zum Besichtigen des Schatzes enthält, wurde entrichtet. Ein jeder von uns erhielt eine Hundemarke.

Sogleich ging es in den esten Stock des Gebäudes zur Einweisung. Zu Fuß! Sollte man uns belogen haben?

Ein Herr in Weiss begrüßte uns. Er gab hilfreiche Tipps zum Verhalten untertage. Wir erfuhren, welche Folgen ein Riss des Förderkorbseiles haben könnte und was passiert, wenn man in einem 2,20 m hohen Stollen während der Fahrt im Mannschaftswagen aufsteht. Auch vor dem Verlassen der Gruppe wurde gewarnt. In den 4000 km langen Stollenanlagen würde Blinde Kuh spielen angeblich keinen Spaß machen. Spielverderber!

Anschliessend durften wir - wiederum zu Fuß - noch eine Etage höher zum Umkleideraum. Jeder bakam einen Helm - der wahre Caveseeker hatte jedoch seinen eigenen mit Licht dabei - und eine blaue Jacke. Die Jacke rief Erinnerungen an ein Arbeitslager hervor, deshalb verweigerten einige die Einkleidung. Die vorher erstandenen Hundemarken wurden uns von dem Herrn in Weiss wieder abgenommen. Falls keiner zurück kommt, bleiben wenigstens die Marken.

Vor uns tat sich nun die Hängebank auf, auf der nicht etwa arme Sünder gehängt werden, sondern an der dreistöckige Aufzugskörbe betreten werden. Mit einer Geschwindigkeit von 14 m/s wird es in die Tiefe gehen. In selbiger angekommen betreten wir nun eine 500m unter der Erde liegende Empfangshalle, eingebettet in Salz. Darüber das Grundwasser auf einer dünnen Schicht Ton. Wenige Meter weiter - hinter hohen Toren - stehen aufgereiht Pritschenfahrzeuge, auf welche wir - sehr zur Freude der fußkranken Franken - aufgeteilt werden.

Nach dem Kampf um die vermeintlich besten Plätze, ging es mit der halsbrecherischen Geschwindigkeit von 35 km/h durch ein Labyrinth von Stollen und Kammern dem Reichsschatz entgegen. Zuerst wurde ein beachtlich großer Raum angesteuert, welcher in Franken seinesgleichen suchen würde. In dieser, als Salzbunker angelegten 250m langen und 14m hohen Halle werden Konzerte veranstaltet.

Vorbei an einem aus dem Tagebau bekannten Riesenbagger ging es weiter bis zu einer weiteren, jedoch nicht so üppig dimensionierten Kammer. Hier sind allerlei Großgeräte des Kalibergbaus ausgestellt.

Immer noch keine Spur vom Reichsvermögen!

Wieder in den Fahrzeugen, abermals durch kilometerlange Stollen fahrend, kündigte unser Führer - der Mann in Weiss - nun endlich die Schatzkammer an. Ungeahnte Mengen an Gold waren augenscheinlich dort gelagert. Heute ist die Halle leer. Alles wurde - nach Meinung des Führers - gerettet durch den großen amerikanischen Freund im schlimmen Kriegsendjahr 1945. Pünktlich konnte die Grube besenrein an die Rote Armee übergeben werden. Ein Trost, wenigstens zum Teil kam das Gold wohl in Form des Marshallplanes zurück.

Zu sehen ist deshalb nur in Pappschachteln gepacktes Falschgeld und ebenso gefälschte Goldbarren. Bewacht wird die Szene von zwei als US - Soldaten verkleideten Schaufensterpuppen mit Jeep und Maschinengewehr.

Nachdenklich angesichts des aufgedeckten Diebstahls fuhren wir weiter, dem letzten Ziel entgegen. Unser Fahrer demonstrierte unterwegs durch Ausschalten der Lichter wie dunkel Dunkel sein kann. Feigerweise hielt er hierzu das Fahrzeug an, was bei einigen von uns Enttäuschung hervorrief.

Nach Kilometern erreichten wir in einer Tiefe von 800m die Kristallgrotte, welche erst 1980 angefahren wurde. Dieser natürlich entstandene Hohlraum ist an Wänden, Boden und der Decke bedeckt mit tausenden, bis zu 1,5m Kantenlänge messenden Salzkristallen.

Dies ist heute der wahre Schatz der Kaligrube. Beeindruckt von den Leistungen der Natur staunten wir. Zurecht ein Geotop aller Deutschen.

Es wurden gar viele Bilder geschossen. Wenn unser Führer nicht so kritisch auf seine Uhr geschaut und sowas wie '17.00 Uhr ist Feierabend' gemurmelt hätte, wären wir am nächsten Tag noch dagestanden. Widerwillig wurden die Fahrzeuge erneut bestiegen und die Rückfahrt zum Schacht angetreten.

Viel zu schnell ging es wieder nach Übertage. In gut drei Stunden hatten wir etwa 20 km des riesigen Stollensystems befahren.

Abgerundet wurde der Tag in einer thüringischen Gaststätte bei landestypischen Spezialitäten. Fazit: Kein Reichsschatz, dafür aber eine unbezahlbare wunderschöne Kistallgrotte, welche man gesehen haben muß.