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Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik. |
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 | Memento mori - Kloster Melk
Wenn Österreich mit dem Kloster nur nicht so weit weg wär, es würde sich lohnen öfter
zu kommen. Pater Jeremia, Mitglied im Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich
(LVH) hat zur Nachlese 2008 eingeladen. Kommen durfte jeder, der sich an den jährlichen
Forschungswochen des LVH im August beteiligt hat. Übernachtungskosten? Man zahlt
das, was man geben kann. Christliche Werte spielen in der kommerzialisierten Welt
von heute kaum mehr eine Rolle, dies wird einem in den Mauern des Kloster bewußt.
Nur Erinnerungen bleiben, Geld wird niemand mitnehmen können.
Neben diesen individuellen transzendenten Gedanken, ging es jedoch weitgehend irdisch
zu. Der Auftakt des Treffen war der Besuch der überaus sehenswerten Mineraliensammlung
des Klosters in einem wunderschönen Saal des Klosters, die in wesentlichen Teilen
wiederentdeckt und durch Zuwendungen und viel Fleiß in den letzten Jahren vergrößert
wurde.
Der Abend bot, neben einem üppigen Essen, viel Zeit zur Unterhaltung im Klosterkeller.
Mir ist vor allem Grete, als jüngste Anwesende, in Erinnerung. Sie
konnte an die 20 Höhlenforscher - annähernd die Hälfte der Anwesenden - dazu animieren
mit ihr händchenhaltend Eisenbahn zu fahren. 'Tut! Tut! Tut! Alleine fahren mag ich
nicht, drum nehm ich den vertraulich link mit.' So ging es um die Pfeiler.
Mit Sicherheit der herzlichste Höhlenforscher Event, an welchem ich bislang teilgenommen
habe. Sogar ganz sicher!
|      | Mission 286: Krüppelmachen 19:00-2:32 [21:12-00:33]:
Das Loch zierte sich, wie eine 13 vertraulich link Jungfrau
vor der Hochzeitsnacht.
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         | Neujahrsbaden 2008
Erster Januar 2008, 14:00 Uhr. Aktion: 'Zipfel im Eis 2008'. Tradition seit 2005.
Bevor es ans jährliche eisige Vergnügen ging wurde lebensspendende Wärme getankt.
Tropische Edelhölzer aus ostdeutscher Produktion - in Form von stark gebrauchten
Toilettenbrillen, was den vertraulich link Rauch über dem Sturmweiher erklären
mag - und massive Wohnzimmerschränke im feinsten Gelsenkirchener Barock wurden den
Flammentod übergeben. Die korrekte Brandbestattung überwachte Großinquisitor Wipplinger
persönlich und freudig erregt. Dabei galt sein besonderes Augenmerk der Verhinderung
der Freisetzung von Dioxinen. So wurde die illegale Entsorgung lackierter oder anderer
behandelter Hölzer strickt verweigert.
Es folgte der Ernstfall, ein Härtetest auch für den gestandenen CaveSeeker. Herr
Arendt, gestählt durch langjährigen Aufenthalt in sibirischen Gulags, hüpfte fast
nackig, unter hysterischem Kreischen der anwesenden Damen, in die zipfelgrößereduzierende
Brühe des Sees - er ist eine Art prähistorischer Vorläufer der Chippendales. Herrn
Kreil folgte im 5 mm Neo als Forelle blau. Ganz oben in der Weicheiskala fand sich
- wie erwartet - Herr Bunk. Dieser begleitete die ganze Mission wichtig gschafftelnd
im wohlig warmen Trockentauchanzug.
Die Verschärfung, Tauchen von Loch zu Loch. Um möglichst dekorative Löcher in das
Eis zu hacken wurde das Kriegsbeil des fränkischen Apachenhäuptlings vertraulich link ausgegraben - ein wenig zweckfremd, jedoch wirksam!
Heroisch stürzten sich sogleich Herr Wipplinger und Herr Bunk gleich fallenden Kirschblüten
oder japanischen Kamikazepiloten an den geschaffenen Zugängen unter die Eisdecke,
wobei Herr Wipplinger seine diesbezüglich langjährige Erfahrung zugute kam. Er war
ohne Bleigurt in der Lage, von unten am Eis entlang zu kriechen. Mit Hilfe eines
handlichen Scheinwerfers, welcher von oben auf die Eisdecke leuchtete, wurden Herrn
Wipplinger und Herrn Bunk der Weg zum nächsten Ausstiegsloch, nach dem Motto 'wenn
du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Caveseeker her', gewiesen. Ein Seil
half ebenfalls. Als nächstes folgte Herr Kreil und konnte als lebendiger Eiswürfel
durchaus überzeugen. Später folgten Herr Wolfram und Herr Härtl zur 'Zipfel-auf-drei-Millimeter-Schrumpfungskur'.
Den spektakulären Abschluss, der schon im letzten Jahrhundert sinnfreien Übungen,
lieferte Herr Wipplinger. Mit dem Gesicht zur Eisfläche, gelotst durch die metaphysische
Leuchtkraft des Geisteswissenschaftlers Herrn Bunk, tauchte er eine Traverse zu einem
weiteren Loch. Die mögliche Einsammlung von 100 Punkten durch ein Hinausstrecken
der Zunge mit gleichzeitigem Testen auf Festfrieren an der Eisdecke wurde nicht wahrgenommen.
Herr Wipplinger tauchte brav am anvisierten Loch auf.
Nach Beendigung der geistigen Unterkühlungstouren folgte der gemütlichere Teil bei
Wein, Weib und Gesang. Brennende Benzinöfen und pyrotechnischen Sprengeinlagen im
Hiroshima-Format von Herrn Kreil wärmten zusätzlich. Während all dem mutierten die
Semmeln, im Feuer unbeachtet, zu Brikett. Eine erotisch anmutende Kakophonie knarrenden
Eises untermalte das Geschehen: Geräusche, welche jeder zumindest einmal im Leben
gehört haben sollte.
Vier Stunden nach Sonnenuntergang wurden sämtliche ausgebrachten Stolperfallen und
Tretminen entfernt. Die Teilnehmer des Spezialeinsatzes machten sich fett und aufgewärmt
auf den Heimweg.
|     | Mission 285: Fümpf Heumänner mit Blitz 22:55-03:31 [0:11-02:27]:
Das Helmloch war bereits das Ziel mehrerer Erkundungsmissionen.
Die aktuelle Gruppe bestand aus drei verschiedenen Untergruppen, die jeweils unabhängig
voneinander, und zu verschiedenen Zeitpunkten (die allerdings alle innerhalb eines
Zeitfensters von einem Monat lagen) bereits im Loch waren. Das Ziel war es, die neue
Fotoschachtel der Division Oberpfalz erstmals im Feld einzusetzen, und Herrn Bugelmüller
zum perfekten Schattenfotografen heranzubilden.
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   | Jahresendfestivität
'Fressen und Saufen bis zum Platzen' war das Motto der diesjährigen Jahresendfestivität
im beschaulichen und unübersehbar fränkischen Obersteinbach.
Untermalt wurde die dekadente Völlerei mit lustigen Bilderchen aus dem CaveSeekers
Nicht-Vereinsleben. Allerdings dauerte es etwas bis die schwerfällige und offensichtlich
museumsreife PC Technik - nach dem Motto 'mit dem Rechner gehts schneller dafür dauerts
ein bisschen länger' - funktionsfähig war. Doch Dank magischer Hände am Gerät verschwand
der üble Geist aus der Maschine. Passend zum Wiener Schnitzel, in einigen Fällen
auch zum gebackenen Karpfen, wurden appetitanregende Bilder von schleimig triefenden
Glühwürmern und käferskelettierter Fledermäuse gezeigt.
Umrahmt von den Geräuschen eines ständig steigenden Alkoholpegels präsentierte Herr
Bunk dann einen feuerfesten, dachschadendichten und sauschweren Rettungskoffer
mit Ambubeutel. Keiner der Anwesenden braucht nun jemals mehr die Angst ausstehen
müssen, sein unter Umständen kotzendes Gegenüber Mund zu Mund beatmen zu müssen.
Herr Bunk stellte den weiteren Inhalt des gestifteten Rettungskoffers
überlang und in epischer Breite vor. Die richtige Anwendung allerlei sensibler Materialien
wurde vorgeführt, exemplarisch sei erwähnt:
- eine Amputationssäge
- ein Set zur Hodenresektion
- eine Playboy-Ausgabe von 1968
- ein Skalpell zum Pettiküren verlorener Zehen oder Vorfüße
Den Inhalt des Koffers wurde spontan und generös von Herrn Härtl um eine Ketchupblutkonservenimitation
erweitert. Lediglich Herr Konopac zeigte, besorgt bezüglich der turnusgemäßen Wartung
des Koffers, leichte Anflüge von Vereinsallüren und Überforderungssymptomatiken.
Es wurde auch ein Erinnerungsphoto des Koffers gestaltet, wobei der gestiftete Ambubeutel
rechtsmedizinisch korrekt als Burka-Ersatz diente.
Der Gassenhauer 2007, aka 'Rostnagelhöhle', wurde in seiner gänzlichen Krankheit,
Verwesung, Wiederauferstehung und möglicher Entsorgung von den Herren Arendt und
Wipplinger präsentiert und kommentiert. Anschließend war jeder hautnah bei der Entstehung
des achten Weltwunders dabei als 4 der 8 Rostnagel HD Filme zur Vorführung gelangten.
Herausragend in der Rolle des Geisteswissenschaftlers, hammerschwingend Herr Bunk
.
Der Abend nahm einen weiterhin feuchtfröhlichen Verlauf, wobei in unregelmäßigen
Abständen der langgezogene Ruf ' Buuuunk! ' erklang. Leicht zu sprechen
- auch im Suff.
Auch die Einheimischen fanden zunehmend Gefallen an unserer Anwesenheit und kommentierten
das für sie ungewohnte Geschehen, gottlob zumeist schwer verständlich. Herr Arendt
wurde höflich durch ein 'Ahhh, da Wurzlsepp. Du worsd oba a scho lang nimma beim
Booda!' an den Stammtisch gelockt. Um Verständigungsschwierigkeiten und eine mögliche
Eskalation zu vermeiden wurde er, nach einer Übersetzung ins Hochdeutsche, von jeder
weiteren Konversation mit den Franken abgehalten. Herr Arendt war trotz seinem gefährlich
wirkenden Äusserem im Umgang angenehm, im Gegensatz zu den stark alkoholgefährdeten
Stammgästen.
Diese Vorkommnisse außer Acht lassend, gestaltete sich der Abend weihnachtlich friedlich
in der schönen, hierzu passenden, Dekoration der Wirtsleute.
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 | Jahresendrechnerposing
Wie jedes Jahr, so wurde auch in diesem Dezember die Hardware an die gestiegenen
Ansprüche angepasst.
Acht Kerne, acht Gigabyte RAM - man möchte meinen dies sollte reichen bis Ende 2008.
Mal kuckn.
Mahlzeit.
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  | Bismarckgrottenverschluß
Schon vor einiger Zeit wurde hier im Höhlenbuch geunkt, dass ein Bismarckgrottenverschluß
kurz bevorstehe. Auch wenn oft geleugnet, so verkünden nun schlechte Bilder vom Projektfortschritt.
Wir fragen uns, warum nur die Höhle verschlossen, und nicht vorsorgleich gleich der
ganze Wald vermient und mit Stacheldraht gesichert wird. In neu angelegten Schützengräben
könnten dann Höhlenforscher auf die bösen Touristen warten, und deren Probleme hinterrücks
für immer erledigen.
Schönes Deutschland.
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  | Fledermausversammlung
Am Samstag, 17. November 2007, trug es sich zu, dass sich alle Fledermausschützer
Nordbayerns zum Schwärmen in Erlangen versammelten. Hierzu fanden sich auch ein paar
sicht- und unsichtbare Vertreter der CaveSeekers ein. In dem urwaldmäßig verwachsenen
und daher fast unauffindbaren Instituts für Zoologie II der Uni Erlangen tummelten
sich bei Eintreffen der CS große Populationen menschlicher Individuen. Es wurden
fleißig Neuigkeiten ausgetauscht, Getränke und Snacks zu sich genommen und die zahlreichen
zum Kauf dargebotenen Fledermaus-Artikel begutachtet. Auch die CS nutzten die Gelegenheit
alte und neue Kontakte zu knüpfen. Schnell traf man die bereits in München kennen
gelernten Vertreter der bayerischen Koordinationsstellen für Fledermausschutz, Matthias
Hammer und Dr. Andreas Zahn, und sagte in einem kurzen Plausch 'Hallo'.
Nun ging es endlich los. Das Programm versprach einen interessanten Tag. Leider wurde
der Vortrag über die kleine Hufeisennase wegen Ausfalls der Referenten abgesagt,
was man sehr schade fand. Man versprach allerdings diesen im nächsten Jahr nachzuholen.
Professor Otto von Helversen sprach ein paar Grußworte und verabschiedete sich im
gleichen Zug von allen Anwesenden, da er seine Tätigkeit am Lehrstuhl für Zoologie
II niederlegen wird. Um Enttäuschungen zu vermeiden, wurde auch gleich zu Beginn
bekannt gegeben, dass in diesem Jahr in der Mittagspause nicht der legendäre Leberkäse
gereicht wird, sondern 'nur' Braten.
Im Laufe des Tages gaben die eingeladenen Referenten interessante Vorträge zum Besten
und ließen Platz für Fragen und Diskussionen, der kräftig in Anspruch genommen wurde.
Besonders der Vortrag von Dr. Gudrun Wibbelt vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung
in Berlin über 'Krankheiten einheimischer Fledermäuse' fand gefallen. Dr. Wibbelt
erklärte mit viel Enthusiasmus und Witz die besten Methoden des Aufbewahrens von
Fledermausleichen im heimischen Gefrierschrank und vor allem die verschiedenen möglichen
bakteriellen, viralen und parasitären Infektionen der kleinen Flattertierchen.
Nach der laaaaaaaaaaangen Mittagspause folgten interessante Vorträge über die Fledermausforschung
in der Kalkberghöhle in Bad Segeberg und über den Einfluss von Straßenlärm auf den
Jagderfolg von Fledermäusen. Im Anschluss informierten die Koordinationsstellen aus
Süd- und Nordbayern über Neuigkeiten und Wissenswertes. Die abschließende Diskussionsrunde
ließ viel Platz für Meinungsaustausch, Lob, Kritik und Anregungen. Eins ist klar:
die CaveSeekers kommen nächstes Jahr wieder!
|    | Mission 284: Feuchtraumpfuscher 13:31-18:17 [15:12-16:55]:
Der Ausfall des Winters 07/08 war eigentlich bereits ausgemacht.
Nur kurz vor und kurz nach dem Neujahrsbaden sollte es -20 Grad haben - ohne Niederschläge
natürlich. Soweit der Plan.
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 | Alpine Cave Rescue Workshop, Untertage Alpin 2007
Mit viel Motivation wurde im Rahmen der Untertage Alpin 2007 ein Workshop zur Höhlenrettung
organisiert. Schon immer geahnt und nun festgestellt: Im Vergleich zu unseren Nachbarn,
insbesondere gegenüber der Schweiz, Italien und Frankreich scheint für Deutschland
bei der Höhlenrettung Entwicklungspotential zu bestehen. Dies zeigt sich unter anderem
daran, dass überall sonst ganz selbstverständlich für den Transport der Trage gesprengt
werden kann - sogar unter Wasser- und ausgebildetes Personal hierfür zur Verfügung
steht.
Nur Glück, dass bei uns wenig schwerwiegende Unfälle passieren - bislang.
Weil ein gravierender Vorfall nur eine Frage der Zeit ist, wird die internationale
Zusammenarbeit angestrebt. Dies ist nicht nur nötig um personelle und materielle
Ungleichgewichte zu nutzen. Sehr verstörend war auch eine Randbemerkung: Es soll
in der Fremde schon vorgekommen sein, dass aufgrund ungeklärter Zuständigkeiten und
diverser nationaler Eitelkeiten Kameraden zurückgelassen wurden - das Loch zum Abschluß
post mortem als Grab definiert wurde.
Bei uns natürlich undenkbar!
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