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Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik.

Jürgen WipplingerMichael Härtl

Mission 261: Atemstillstand
19:53-23:39 [21:11-22:21]: Einen langweiligen Dienstagabend vorm Fernseher verbringen, sich entspannen, früh zu Bett gehen und am nächsten Morgen ausgeschlafen zur Arbeit...

Roland Konopac

Mission 260: Die Entdeckung
8:38-17:42 [9:21-17:07]: Es gibt ihn, den Berg "Feuchter" und auch die "Feuchter Störung". Die gegen Ende der Forschungswoche entdeckte Kluft "Feuchter Tropfsteingang" ist tatsächlich feucht, dieser Umstand hat jedoch nichts mit dem Namen zu tun. Die Vermessung dieses Teils des Feuertalsystems war ein Genuß:

Michael KreilLisa KreilAntje Heidenreich

Blumenkinder und die blaue Grotte
Schon seit langem lockt uns das Bild eines wassergefüllten Steinbruchs, dessen Wasserqualität der von Mauritius zumindest ebenbürtig sein soll. Kurzerhand wurde beschlossen, bei gar herrlichem Sonnenschein ins Fichtelgebirge zu reisen, um der Sage nachzugehen, es würden sich dort unter der Wasseroberfläche des Steinbruchs endlose Hohlräume verstecken. Bei knackig arschkaltem Wasser und 15 Minuten aktiver Suche konnte jedoch keine nennenswerte Öffnung im Berg festgestellt werden. Wer ist dran schuld? Natürlich die Eingeborenen. Macht aber nix, weil die komplette Gegend rundherum viele botanische Besonderheiten bereit hält. Was zwar langweilig, aber nicht wirklich schlecht ist.

Roland Konopac

Mission 258: Eis und Märchen
08:34-18:52 [9:51-17:57]: Der große Rundgang in der Raucherkarhöhle versprach einen Tag Entspannung von den Strapazen und Härten der der Forschungswoche. Eine echte Koriphäe der Höhlenforschung, Herr Ludwig, übernahm die Führung.

Jürgen WipplingerMark Weiss

Mission 259: Der Bagger
16:10-19:21 [17:00-18:12]: Da es nicht viele CaveSeekers gibt, die sich in einem Zustand der allgemeinen körperlichen und geistigen Unversehrtheit befinden, und die darüber hinaus auch motiviert sind, eben mal 10m³ Erde und Gestein per Hand zu bewegen, entschloß man sich vorsichtshalber, einen Oberpfälzer zu bestechen und ihn - zusammen mit seinem dicken Bagger - vors Loch zu zitieren.

Roland Konopac

Mission 256: Schwarzes Wasser
08:34-16:32 [9:01-16:07]: Ein Eingang von Gott geschaffen um Sterbliche zu selektieren: der Seperatistenschacht. Der Herr hat dieses Wunder mit 2,5 Metern senkrechter Enge mit Bedacht an seinen Ort gelegt, um zu filtern die Schlanken von den Dicken - denn nur Dünne dürfen hinein. Alle ''Anderen'' sollten besser draussen bleiben. Menschen mit mehr als 101 cm Bauch- oder Brustumfang - ausgeatmet - müssen steckenbleiben. Selbst Hungerhaken erfahren beklemmende Enge bein Einschlufen und zumeist Panikanfälle beim Ausstieg per Steigklemme, wenn der nachgezogene Scheifsack verkeilt. Ein besonderes Schmankerl: Niemand kommt trocken durch, alle Befahrer des Schachtes werden durch das humusreiche Wasser nass bis auf die Haut und schwarz, schneller als unter der Sonnenbank.

Jürgen WipplingerDirk HeumannMark WeissPeter WüstnerMichael KreilAntje HeidenreichMichael HärtlOliver Arendt

Mission 257: Der Stromfund
10:00-18:12 [10:00-18:12]: Wie gewöhnlich wurde zunächst die obligatorische Verspätungsstunde auf der Landstrasse verbracht. Aber nicht so wie sonst bei ca. 150 km/h, sondern bei vorsichtigen 80 km/h. Schließlich mussten die beiden guten Müllverbrennungsanlagenfeuerschutztüren zum Loch transportiert werden ohne Schaden zu nehmen. Nach einer Stunde bei achtzig fragt man sich, warum die Selbstmordrate bei LKW-Fahrern nicht bei 100% liegt.

Roland Konopac

Schwarzenbergalm vor der IschlerhütteDer neue EingangEbendieser Eingang von seine attraktiven SeiteNach Befahrung des neuen EingangsBlick über das Tote Gebirge vom SchönbergFeuertalFeuertal-EishöhlePerspektive des MaterialsAufziehendes Schlechtwetter: Baumstämme regnen vom Himmel

Der Anschluss
Nervosität bestimmte die Tage vor der Forschungswoche, denn Frau Tirge und Herr Konopac kannten niemanden. Auch herrschte Unsicherheit über mitzuführende Ausrüstungsgegenstände. Schliesslich wurde nur leichte Tourenausrüstung eingepackt, die Ischler Hütte bot Halbpension! Viel zu früh wurde in München gestartet, so waren die beiden schon 2 Stunden vor der Zeit am Treffpunkt Rettenbachalm. Eine Sorge weniger, das 'leichte' Gepäck (2 Hochtourenrücksäcke und 5 Schleifsäcke) würden nun mit dem Materialtransport nach oben gebracht. Mit Freundlichkeit regierte die Bedienung der Rettenbachalm. Dieses hohe Niveau wurde auch beibehalten, als Herr Wimmer und weitere Kameraden vom Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich eintrafen: Zuerst werden die Gäste bedient, die reserviert haben.

Die Forschungswoche gestaltete sich abwechslungsreich. Eis und Temperatur wurden gemessen, sehr viel Ausrüstung geschleppt, kein Weg war ohne Arbeit. Entsprechende Schmerzen stellten sich ein. Einzig Herr Tenreiter schien gegen körperliche Schwächeanfälle gefeit. Ob 300 Meter Schacht oder völlige Durchnässung mit humusangereicherten, daher schwarzem, Wasser - unermüdlich und jeden Tag war er bei jeder Anstrengung dabei. Diese 'Konstante Inhumanität' führte am letzten Foschungstag zum Zusammenschluss des Feuertalsystems mit der Raucherkarhöhle zum Schönsteinsystem. Vermutlich ist der verbindende Höhlenteil zurecht so benannt. Der Verfasser kann dies nicht beurteilen, denn am letzten Forschungstag zog er es vor, gemütlich die Ausrüstung zu waschen, aufdass damit kein Dreck ins Auto gelange. Respekt an alle, die an dem Anschluss des Feuertalsystems mitgewirkt haben.

Roland KonopacStephan Bunk

Richtung MekkaUnerwartet, aber bayrisch!

Fernaufklärung
Ein besonderer Tag. Die erste Fernaufklärungsaktion der CaveSeekers. Benutzt wurde in der Roßsteinwand ein Laptop und eine Webcam, verbunden durch 4 Meter USB Kabel. Das ganze befestigt an einem ausziehbaren Stock, den Herr Bunk überlegen bediente. Kein Wunder, die verwendete Teleskopstange wird üblicherweise zum Fischen von Golfbällen verwendet und Herr Bunk ist leidenschaftlicher Golfspieler. Reichtum verpflichtet.

Gezeigt hat sich, dass es sich nicht lohnt den untersuchten Versturz aufzugraben, denn schon einen Meter dahinter ist ein weiterer Versturz und überhaupt, eigentlich ist das ganze Loch zu eng.

Wirklich denkwürdig machte diesen Tag aber eine andere Erfahrung. Am Bahnhof Holzkirchen wurde ein Studienkollege des Herrn Bunk abgeholt. Dieser war auf den ersten Blick jedoch nicht anzutreffen. Statt dessen saß auf einer Treppe ein sehr islamisch aussehender Fremder, durch seine Erscheinung mutmaßlich sehr gefährlich und sehr verdächtig. Aber genau der sollte es sein.

Später im Auto wandelte er sich in einen supernetten zum Islam übergetretenen Oberbayern, der zusammen mit Robert Heinig den Aufklärungstrupp wirksam verstärkte. Von außerhalb des Truppentransporters war diese Umwandlung nicht sichtbar und so war es kein Wunder, dass wir bis zum Wallberg Autoschlangen hinter uns herzogen. Vermutlich handelte es sich trotz des sonnigen und heißen Wetters nicht um Ausflügler, sondern um den Verfassungsschutz. 7 Jahre dauert die Ausbildung an der Koranschule im Elsass! Streng observierende Blicke richteten sich auf uns, als auf der Wallbergstraße das Mittagsgebet und das Abendgebet gesprochen wurden.

Allah ist groß!

Ein Unterschlaz ersetzte den Gebetsteppich. Mekka wurde mit Hilfe eines dedizierten Kompasses ermittelt. Die irdischen Zuschauer nahmen es gelassen und zeigten keine weiteren Reaktionen. Es scheint das schwarze Bayern ist ein wahrer Hort der Toleranz. Darauf tranken wir eine Weiße und vertraulich Vertrauliche Informationlink - natürlich ohne Schweinefleisch.

Roland Konopac

Start Montanwanderweg SilberleitheDaher kam der Fernpaß BergsturzBefestigung für einen Widder, die PumpeFernpaßProf. Dr. Wolkersdorfer im ElementLinks unten Abraumhalde BarbarastollenErz: Bleiglanz oben, Zinkblende unten.Erzanzeigende Pflanzen, schon die Römer haben es gewußt.

Blei und Zink
Prof. Dr. Wolkersdorfer hat zu dieser Führung am Montanwanderweg eingeladen. Für´s Leben lernen wir. Deshalb sind wir gekommen.

Nun wissen wir, dass vor vielen Millionen Jahren die Alpen ein Meer waren und just der Wetterstein eine Lagune in der sich der Kalk abgelagert hat. Später hat sich dies gefaltet und gehoben. Heute sind schon annähernd 4000m Gesteine über uns weg erodiert.

Statt Höhlen zu bilden gibt es hier jedoch Bergwerke satt. Über 500 Jahre wurde hier gegraben und gebuddelt. Auch heute noch kann man Erze finden, wenn auch der Abbau nicht mehr lohnt. Wie nun die Metalle in den Kalk kommen, darüber gibt es heute folgende Theorie: Heißes Meerwasser hat die Metalle in Klüfte transportiert. Unsere Vorväter haben die Stellen an denen die Erzadern an dei Oberfläche treten u.a. am Bewuchs erkannt und zunächst im Tagebau Erz gewonnen, später kamen die Stollen hinzu.

Der Bergwerksverein Silberleithe plant nun ein Besucherbergwerk oberhalb von Biberwier, damit der Berg auch von innen betrachtet werden kann. Betreten kann man zur Zeit leider nichts, denn alle Stollen sind verschlossen.