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Neues - Missionen, Spezialeinsätze und Politik. |
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         | Donauschwimmen
Im Regen in Nürnberg gestartet und bei Regen in Kelheim angekommen, flüchtete man
sich zunächst mal ins trockene Schiff nach Weltenburg. Die Rückreiseutensilien konnten
problemlos an Bord geschmuggelt werden.
Obwohl eigentlich eher alt, waren wir dennoch in der Lage den Altersdurchschnitt
auf dem Schiff erheblich zu senken. Akkustisch begleitet von einem Sprecher vom Band
wurden die vorbeiziehenden Felsformationen analysiert und entsprechende Ziele für
zukünftige Missionen ausfindig gemacht.
Im Kloster angekommen, fand man erst einmal ein vermeintlich trockenes und unter
dichtem Blattwerk vor Regen geschütztes Plätzchen. Just als die ersten Biere ihren
Weg zu uns gefunden hatten, sah man sich mit einem Wolkenbruch konfrontiert.
Gestärkt und bei strahlendem Sonnenschein warfen sich die Männer ihre Neos und 3
Schlauchboote (eines für die Mädels, eines für’s Gepäck und eines für die, die die
Strecke eventuell nicht schwimmend schaffen würden) wurden aufgepumpt.
Unter den neidischen Blicken etlicher Schaulustiger ging es dann los. Die 3 Boote
hintereinander ans Seil gebunden, schaffte man die erste Kurve und die ersten 300
Meter bis zur Engstelle nur unter großen Anstrengungen, bedingt auch durch den ständigen
Schiffsverkehr. Während die Verzweiflung ob der Aussicht, für die restlichen 4,6km
vermutlich noch Stunden zu brauchen, zunahm, kam der nächste Wolkenbruch. Jetzt waren
auch die 'Zugpferde' im Boot bis aufs Letzte durchnässt. Zum Glück saßen sie im einzigen
Boot das dicht – zumindest Wassertechnisch – war.
Weiter gings nach kurzer Unterbrechung am Ufer zwecks Leerung des Bootes und Verscheuchung
einer grippalen Gans. Nachdem nun die Strömung auch in Ufernähe zu spüren war, ging
es doch sehr viel flotter voran - und das trotz der zahlreichen Kraftlosen, die sich
immer mal wieder an oder in die Boote geflüchtet und den Vortrieb somit immer wieder
zum Stillstand gebracht hatten.
Nach kurzer Panik über das plötzliche Verschwinden des Herrn Wolfram ging es weiter
und das Ziel Schiffanlegeplatz Kelheim wurde nach ca. 2 Stunden erreicht.
|     | Mission 157: Wolkenkratzer 19:04-01:07 [20:23-21:56]:
Bereits anständig angeheitert trafen die beiden Herren Wolfram und Kreil an der SS20
ein. Soweit so lustig. Während der Anfahrt zum Loch stieg die Stimmung mit jedem
weiteren Schluck, nur um dann vor Ort, beim Anblick eines weiteren Kastens Flaschenbier,
welcher im Fahrzeug des eilig herbeigeeilten Arztes zum Vorschein kam, beinahe zu
eskalieren.
|       | Mission 156: Sandig 14:00-23:13 [18:12-20:10]:
Die erste Frage, die sich bei dem Namen dieser Höhle stellt: Haben sich die Franzosen
nur dort versteckt oder sind sie dort hingeschieden? Dies war auch bei der Begehung
Thema Nr. 1, deswegen wurde auch vorwiegend nach menschlichen Knochen Ausschau gehalten.
|       | Mission 155: Kleines Lochl 14:00-23:13 [14:42-16:23]:
Wunderschönes Wetter an einem Sonntag Nachmittag und was machen die Caveseekers:
Sich in ne Höhle verkriechen, damit man ja nichts mitbekommt von der Sonne.
|     | Mission 154: Zwei auf einen Streich 14:00-21:45 [16:45-17:03]:
Wenn man sowieso schon in der Schönsteinhöhle vor den Touristenmassen flüchtet kann
man ja auch einen kleinen Abstecher in die Brunnsteinhöhle machen.
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           | 1. Mai Feier
Wie so oft zeigte sich auch das Wetter der Tradition verpflichtet, sich am ersten
Mai von einer besseren Seite zu zeigen. Stellenweise zwar noch ein wenig kühl, konnten
längere Abschnitte bei strahlendem Sonnenschein verbracht werden - und das bei einer
maximalen Personendichte von 24 / Hohlraum und trotz beschwerlicher Anreise zum Hohlen
Stein über dem Happurger Speichersee.
Geübt wurde das, was immer geübt wird, nämlich professionelles Aufseilen, ebensolches
Abseilen, Umbauen von Auf- zum Absteigen und umgekehrt, Überwinden von fitznerschen
Seilbomben und Seilminen, Einsatz eines Flaschenzuges, Überwindung von Höhenangst
an einer Seilbahn. Der Austragungsort bot hervoragende Bedingungen - und der herdentrieb
motivierte den einen oder anderen seine erste Abseilerei direkt über 25m und dies
sogar teilweise frei hängend, durchzuführen. Die Alten - insbesondere Herr Kreil
- bemühten sich nach Kräften, alles in geregelten und dennoch spannenden Bahnen verlaufen
zu lassen.
Extrem erfolgreiche Aktion. VMP für alle.
|  | Mission 153: Freizeit in Franken 14:00-17:00 [13:00-18:00]:
Herr Maccioni konnte als Führer für die Mission angeworben werden. Im Vorfeld verbreitete
er jedoch insbesondere bei Frau Tirge, Angst und Schrecken, da er sich in diesem
legendären Hohlraum mit Herrn Kreil mehr als 11 Stunden vergnügt hatte. Zitat: „Wir
hatten jede Orientierung verloren, aber endlich entdeckten wir einen unserer Schleifsäcke
durch einen Spalt und erweiterten dann diesen durch Graben, so dass wir glücklich
wieder den Ausgangspunkt erreichten.“ Ursprünglich wollte auch Herr Zimmer mitfahren,
schob jedoch überraschend am Tag der Entscheidung eine Autopanne vor.
|    | Mission 152: Der Anstich 2006 11:17-22:35 [14:02-19:07]:
Öl wechseln, Vermessen des 'großen' Raumes und Graben stand
auf dem Programm. Allerdings wurde zunächst ein Wartungsfehler des Herrn vertraulich link
am Generator, infolge dessen starke Schreinerhände eine Schraube abrissen, zum Problem.
Nachdem dieses durch eine Drahtkonstruktion - zumindest kurzfristig - in den Griff
bekommen war, wurde das Öl der Seilwinde ausgetauscht. Dies alles fand parallel zu
einer spontanen Grillfeier statt, die unter dem Autohafen abgehalten wurde. Aufgrund
der am Erdfall vorherschenden 5 Grad kam das gute brennende Stahlfass zum Einsatz.
Schön, denn zwischendurch hatte der Wetter-Arsch selbst Hagel auf dem Programm.
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 | VHM Vortrag
Angeregt durch einen Vorschlag des Herrn Konopac, wurde bereits Ende letzten Jahres
entschieden, dass Herr Wipplinger einen 'Vortrag' beim VHM (Verein für Höhlenkunde
München) halten solle.
Zügig wurde daraufhin der 'CaveSeekers Site Creator' um einen Bilderpräsentationsmodus
erweitert - schließlich hieß es zunächst, man solle einfach ein paar Bilder und eventuell
die Webseite zeigen. Dann geriet alles zunächst in Vergessenheit.
Ca. 2 Wochen vor dem 26.04. allerdings, bekam Herr Wipplinger einen Anruf von Familie
Glaser, ob denn der Termin noch stünde und wie denn der Vortragstitel laute. Der
Termin wurde sofort bestätigt, nur ein Titel war nicht greifbar. Nach kurzen Verhandlungen
war der Titel gefunden: 'Randesacker Erdfall und drumherum'. Das Ganze geschah ohne
jeden Hintergedanken - es musste eben nur schnell ein Titel gefunden werden.
Herr Wipplinger - zunächst als der Vortragende gehandelt - war während der nächsten
Woche hilflos im Ausland und schon überschlugen sich die Erreignisse im CaveSeekers
Höhlenbuch: Es war von Eigentoren die Rede, von Vereinsmeiern, ANTIHÖFOS, usw. Eigentlich
nichts besonderes in unserem Höhlenbuch, ungewöhnlich war nur das Engagement und
die Empörung, mit der einige Einträge verfasst wurden: Es fing damit an, dass von
'Lichtermeer' im Höhlenbuch eine VHM-interne Mail kommentiert wurde, in der es hieß,
die CaveSeekers wären 'umstrittene Höhlengeher'. Der Text war kurz vorher genau so
in der CaveSeekers-Mailliste verteilt worden. Dort fiel er nicht weiter auf - ins
Höhlenbuch gestellt, war jedoch eigentlich klar was daraufhin passieren würde - Eskalation
.
Die Angst ob der Eskalation im Höhlenbuch nahm daraufhin Überhand und so wurde der
'Vortragsplan' kurzerhand umgestellt. Vom Randdesacker Erdfall sollte nicht mehr
die Rede sein, vielmehr sollte der Versuch unternommen werden, zu erklären, was die
CaveSeekers eigentlich tun - und eventuell auch warum. Dazu wurden Samstags Nacht
immerhin ganze 5 Folien erstellt.
Die Stimmung im Höhlenbuch war schlecht, stellenweise sogar feindseelig. Aus diesem
Grunde bat der Vortragende im VMP um Unterstüztung - falls es zu Handgreiflichkeiten
kommen sollte. Und tatsächlich, die CaveSeekers stellten mit 7 Kameraden einen nicht
unerheblichen Teil der Anwesenden. Dennoch fühlte sich Herr Wipplinger zunächst nicht
in der Lage das Wort an sich zu reißen. Memme halt.
So begann zunächst Herr Glaser mit einer kurzen Einführung, gefolgt von einer weiteren
Einleitung des Herrn Konopac, in der zur Sprache kam, wie es ihm erging, als ihn
seinerzeit der Drang zur Höhle überkam. Danach wurden die 5 Folien aufgelegt und
Herr Müller übernahm für ca. 30 Minuten das Wort. Der genaue Wortlaut der Folien
'Höhlen für Alle! Was soll denn das?' - sprengt den Rahmen dieses 'kurzen' Berichts.
Er wird in aufbearbeiteter Form bald irgendwo auf www.CaveSeekers.com zu finden sein.
Danach setzte eine zunächst kontroverse Diskussion ein, bei der viele Missverständnisse
und Problemchen weitgehend aus dem Weg geräumt werden konnten: Es ging um nicht vorhandene
Zensur im CaveSeekers Höhlenbuch - der Netzmeister solle besonders kranke Einträge
entfernen. Es ging um latentes und subtiles 'herumhacken' auf 'Höhlenforschern' und
die omnipräsente Distanzierung der CaveSeekers von Höhlenforschern. Man einigte sich
darauf, in Zukunft nur noch auf Höhlenvereinen - insbesondere auf denen, welche in
Franken beheimatet sind - herumzuhacken, nicht mehr auf 'den' Höhlenforschern. Der
Grund: Der Einzelne in Vereinen organisierte Höhlenforscher darf nicht mit der Organisiation
in der er gefangen ist, in einen Topf geworfen werden. Auch in einem Fußballverein
sind 90% Biertrinker und 10% Aktive... Genauso soll es auch in Höhlenvereinen sein:
Nur 10% sind meist eher CaveSeeker als Biertrinker.
Nachdem wir unsere Ideen und Beweggründe vermittelt hatten, konnte man sich darauf
einigen, dass das CaveSeekers-Konzept zumindest eines ist: Modern, schnell, zielführend,
aktiv und weitgehend ohne Hemmschwellen für Neueinsteiger. Dies scheint der entscheidende
Unterschied zu sein.
Der Vorschlag - und die Bitte - stehen nun im Raume: Höhlenforscher, die Unterstützung
brauchen: Wendet Euch an uns! Höhlenforscher, die es leid sind, die Früchte ihrer
Arbeit in dunklen Katasterräumen verrotten zu lassen: Wendet Euch an uns! Jeder kann
seine Höhlenberichte auf CaveSeekers.com publizieren - professionell, einfach und
schnell. Und: CaveSeekers gibt es nicht mehr nur in Franken...
Als die Stimmen nach Bildern lauter wurden, kam der extra für diesen Tag entwickelte
'reverse presentationmode' des CaveSeekers Site Creator zum Einsatz. Alle (!) Bilder
vom Randesacker Erdfalls wurden in Rekordzeit abgespult (ca. 5 Minuten), gefolgt
von den Bildern unseres Donauhöhlenausfluges. Den Abschluß bildeten die guten Kästnerhöhlenbilder
- schließlich sollten auch unsere Alpenfreunde mal eine anständige Höhle sehen. Zumindest
auf Bildern.
Den Abschluß des Vortrages bildete ein Satz des Herrn Glaser, welcher mit Blick auf
den Randesacker Erdfall - sinngemäß - etwa folgendermaßen lautete: 'Wer mit so viel
Energie und Aufwand in einem solchen Drecksloch gräbt, der ist wohl oder übel ein
Höhlenforscher.'
Nach einer weiteren Stunde der - nun völlig friedlichen - Diskussion, wurde zufrieden,
und reich mit aktuellen VHM Publikationen beschenkt, die Heimreise angetreten.
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          | Ostermarsch 2006
Tradition verpflichtet: Daher wurde auch dieses Jahr ein CaveSeekers Ostermarsch
durchgeführt. Und auch dieses Jahr mit einer ein wenig anderen Botschaft. Nicht 'Kein
Krieg mit dem Iran', nein, 'Sicherheit für Zentraleuropa' wurde skandiert. Auch wurde
der Gesellschaft für die Rügli-Schule gedankt.
Dabei wurde keine Rücksicht auf das seit Monaten konstant beschissene Wetter in Merkel-wo-bist-du-Land
genommen: Bei strömenden Regen fand man kaum den Weg, doch just als Frau Schnurer
zum ersten Mal zum Kotzen raus vors Auto musste, war Schluss mit dem Regen - es blieb
nur unangenehme Schwüle. Gegen Ende der mörderischen 5 km zeigte sich sogar unser
Zentralgestirn - wenn auch zaghaft.
Da aber weniger das skandieren im Vordergrund stehen sollte, wurde der gute karstkundliche
Wanderpfad aus dem Jahre 1936 begangen, der wie zufällig an der Maximiliansgrotte
und einer dort installierten Gastwirtschaft vorbeiführt.
Man schritt zunächst vorbei an wunderbaren Felsformationen, um dann vor ein paar
im Wald verteilten Schildern stehenzubleiben:
'Die Lösungsdoline - Sie sind weit verbreitete Karstformen und prägen als Trichter,
flache Mulden oder steilwandige Kessl die Geländeoberfläche einer Karstlandschaft.'
Schön ist zu erkennen, dass innerhalb von Dolinen nur eher selten etwas wächst -
egal wie alt die Doline ist. Der kurz zur Überprüfung dieser Hypothese herangeschaffte
alte Mann klagte bereits schon nach wenigen Sekunden über Erschöpfungszustände und
damit einhergehende Errektionsstörungen. D.h. wer in Dolinen gräbt, gräbt gefährlich.
'Steinerne Stadt - Es liegen hier mächtige Felsmassive des Weißen Jura vor, die stark
von Klüften unterglieder sind. Dadurch bietet sich für den Betrachter der Eindruck
einer Stadt mit einzelnen Gebäuden und Türmen'. Obwohl zumindest Herr Hopf schon
das zweite Bier in Angriff genommen hat, konnte auch er noch keinerlei Ähnlichkeit
mit einer Stadt feststellen. Und die beiden Brüder erschienen - wenn überhaupt -
durch ihre Oberweite eher als zwei häßliche Schwestern.
'Die Vogelherdgrotte - Es handelt sich um eine Höhlenruine in Form einer großräumigen
Felsenhalle mit zwei Eingängen.' Ob Ruine oder nicht, Herr Hopf konnte - entspannt
auf einem Balken sitzend - trinken. Und das ist gut so. Die Ruine dient offenbar
hin und wieder anarchistischen Kräften als unterschlupf. Vorsicht: Ansteckungsgefahr
im Heu.
Um nicht die kompletten 13km ablaufen zu müssen - schließlich musste jedes noch so
kleine Loch eingehend untersucht werden - kürzte man kurzerhand ab: von Punkt 9 zurück
zur Maximiliansgrotte. Die ostdeutsche Belegschaft in der Kneipe hatte wie jedesmal
starke Verständnissprobleme, konnte dann aber doch mit dem Gewünschten aufwarten.
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