START
LINKS
KARTE
NEUES
HÖHLEN
KRASSES
KONTAKT
ÜBER UNS
DER BAATZ
STATISTIK
UNHÖHLEN
IMPRESSUM
KAMERADEN
HÖHLENBUCH


GAST
ANMELDEN

Der Baatz - Furchtlos im Abgrund

3

Tegernseer Tal und Umgebung Teil 1

Das Tegernseer Tal besticht nicht durch große Schächte oder gar kilometerlange Horzitonalstrecken. Soviel steht fest.

Trotzdem finden sich an dem Ort, den der Herrgott als Maßstab für das Paradies benutzt haben mag, fast 50 Höhlen. Und das auf engstem Raum. Schon weit vor Tegernsee befindet sich im Dobelpark bei Holzkirchen ein Höhlensymbol im Stadtplan. Dort tatsächlich ein stark vermauerter Eingang, der Größeres vermuten lässt.

Auch gab es in Holzkirchen einen wahnsinnigen Postboten, der ganz Bayern unterkellern wollte. Dieser durchgeknallte Postilion grub unter einer Kirche mit zusammengewürfelten Baumarktfliesen eine wahre Kultstätte. Er schuf dort - nach Gerüchten - ein schwarzes Becken mit tollen Totenköpfen. Leider ist das geistige Zeugnis dieses Blödmannes unter strengem hoheitlichen Verschluß geraten, so daß die Schande für den Ort nicht zu groß wird, wenn ein Bayer ohne Segen der Amtskirche seine eigene Relgion unterirdisch zementiert.

Fährt man an der Autobahn an Holzkirchen vorbei und bei der Ausfahrt Weyarn ab, befindet sich direkt unter Mangfallbrücke die Mangfallbrückenhöhle. Ein aus dem Kalktuff herausgeschlagenes 20 Meter langes Machwerk mit einer schönen Spinnensammlung. Quält man sich den Hang wieder hoch und marschiert auf einer bequemen Teerstraße in Richtung der Wirtschaft Maxlmühle, so kommt man auf etwa halber Strecke an einen im Buschwerk versteckten Felsen vorbei. Kurz ins Gebüsch geschlagen und man steht vor dem Eingang der Mangfallsinterhöhle. Ein ca. 30 Meter großes Loch mit schönen Versinterungen am Ende. Bei der Maxlmühle gibt es dann noch eine weitere bekannte Höhle - allerdings ist diese mehr als Grotte zu bezeichnen. Zudem extrem ausgelatscht und hoch frequentiert. An der ganzen linken Uferseite befinden sich zudem kleine und kleinste Löcher von 2 bis 4,99 Meter Länge. Auf der rechten Uferseite findet sich leider nichts. Es befinden sich zwar in den Konglomerathängen zahlreiche kleine Höhlen und Nischen, diese sind allerdings nicht der Rede Wert. Allerdings befindet sich dort eine sehr schöne Naturbrücke, welche für den Photografen sehr interessant ist.

Laut brodelender Gerüchteküche soll sich zudem in unmittelbarer Nähe der Mangfallbrückenhöhle ein noch größeres Loch befinden. Für den, der die Umgebung kennt, stellt sich jedoch die Frage, wo dieses sein soll. Evtl. ein Betonloch im Autobahnbrückenstützpfeiler?

Verläßt man nun das stille Mangfalltal und fährt über Holzkirchen zurück in Richtung Tegernsee, so erreicht man nach der Ortschaft Gmund den Ort "Sankt Quirin". Hier geht man nun einen Kuhweidehügel hoch und findet die 7 Löcher von St. Quirin. Sieben nebeneinander liegende Versuchsstollen - oft besucht und schnell vergessen.

Das blumengeschmückte Wallfahrtsloch Namens Mariengrotte am Riderstein kann man getrost übersehen und weiter Richtung Wallberg fahren. Am Wallberg in der Nähe des Gipfels gibt es ein angegrabenes Objekt mit Fortsetzungscharakter. Fährt man die Wallbergmautstraße bis zu einer linksseitigen Parkbucht hoch, gelangt man durch das Dickicht des Waldes in den Kleinhöhlenpark der Roßsteinwand. Wohl der unheimlichste und eigentümlichste Berg der Umgebung. Überall pfeift es eiskalt aus dem Berg, der große Einstieg ist noch immer nicht gefunden.

Mein erzählter Rundgang beginnt bei der keuschen Jungfrau, welche erst aufzufinden ist, wenn man bereits in das Loch gestürzt ist. Die Höhle erfordert einem hohen Aufwand (Meißel, Web Cam etc.), um sich weiterzubuddeln. Wenn man sich nach einem Besuch weiter den steinigen Hang hochquält findet man im Boden ein Loch an dessen Seite ein Spit gesetzt ist. Hier tut sich eine große Kluft auf. Leider sind die Seitenwände sehr bröselig. Der Zwischenboden von dem man sich abseilt, ist vermutlich ein hängender Versturz, und daher nichts für sanfte Gemüter.

Verlässt man diese gastliche Stätte für Lebensversicherungsverkäufer und orientiert sich vom Loch aus rechtsseitig zwischen zwei Felstürme, findet man einen ca. 20 Meter tiefen Schacht, dessen Befahrung nie dokumentiert wurde. Weiter oben im absoluten Haxenbrechergelände findet sich dann noch eine Höhle, welche im zweiten Weltkrieg als Artilleriebeobachtungsposten gedient hat. Ausserdem gibt es im ganzen Gelände viele Spalten und Überdeckungen.

Ende des ersten Teils.

 
Kommentare
 
 
NEUEN KOMMENTAR ERSTELLEN
NAME:
KOMMENTAR:    
TYP: KOMMENTAR KORREKTURVORSCHLAG ERWEITERUNGSVORSCHLAG REAKTION AUF KOMMENTAR
IQ VERIFIZIERUNG: