Auf gings in den Naturpark Rakov Skocjan. Dieser stellt eine
der eindrucksvollsten Karstlandschaften überhaupt dar. Flussschluchten, Dolinen,
Naturbrücken und Höhlen ohne Ende.
Durch eine der Riesendolinen gehts hinab in die Schlucht des Flusses Rak. Durch mehrere
Durchbrüche und Dolinen gelangt man zum Eingang der eigentlichen Höhle, welche dem
weiteren Flusslauf entspricht - nur eben unterirdisch!
Nach dem Aufpumpen der Boote wurde sich aufs kühle Nass begeben
- und diese neue Höhlenfortbewegungsart mit allen Sinnen wargenommen. Man gleitet
über schwarzes Wasser und sieht - aufgrund der Größe der Räume - schwarz. Photographieren
während des Paddelns gestaltet sich eher schwierig. Von fern hört man das Plätschern
der ersten Tragestelle. Als diese überwunden war, wurde der erste Trockenteil begangen.
Kilometerlang kann man hier durch korrekt versinterte Hallen wandern.
Am Ende wird auch dieser Höhlenteil so lehmig, dass nur noch
schwer vorwärts kam.
Zurück im Boot wurde zunächst bis zum Endsiphon vorgestoßen. Auf Geheiß des Herrn
Kreuß wurde jede Lehmwand linkerhand zwecks Eingang zum zweiten Teil erklommen -
jedoch zunächst ohne Erfolg.
Es stellte sich dann heraus, dass auch dieser Gang auf der
rechten Seite zu finden ist.
Zunächst gilt es eine steile Lehmmauer zu erklimmen, danach betritt man Raumteile
mit ganz anderem Charakter. Frischer, kleinerer reinweißer und zum Teil rötlicher
Sinter schmückt die etwas kleiner dimensionierten Gänge.
Nach dem Befahren dieses Teils wurde mit den Booten zum Eingang zurückgefahren. Dort
hies es erstmal mitsamt der Ausrüstung kräftig in die kalten Fluten hüpfen - um alles
wieder vom Lehm zu befreien...
Fazit: Gigantisch andersartig - so mit Boot und sehr empfehlenswert!