| Besprechung: |
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Deutschland im Herbst. Penetranter Regen seit zwei Tagen. Die fränkischen Helden
fahren zu viert im Höhlenford zum Austragungsort, die beiden Oberbayern mit Zug und
VW. Der Kanzler ist noch immer Kanzler, der Vizekanzler hat noch immer keinen Schulabschluß.
Zunächst war bekannt, es würde die eine oder andere Verschlußeinrichtung zu überwinden
geben - immerhin hatte man sich vorher wärend seiner spärlichen Freizeit informiert.
Allerdings waren diese Informationen, die telefonisch eingeholt wurden, eher wiedersprüchlich,
und, dialekt bedingt, nur schwer verständlich. Halbitaliener und Schwaben verstehen
sich nur sehr schlecht.
Daher stand man plötzlich vor dem Höhleneingang, die dortige Tür stand halb offen,
und ein Schlüssel steckte im Schloß.
Die im Hohlraum vorgefundenen eingeborenen waren - ganz schwäbisch - sofort bereit,
uns den Schlüssel zu überlassen; wir sollten ihn nur nach unserer Mission wieder
im Eseleck abgeben. Das dies nicht geschehen ist, ist der Grund, warum der Schlüssel
nun nicht mehr im Eseleck abzuholen ist, sondern beim CaveSeekers Management in Georgensgmünd
bei Roth im schönen Franken.
Um zu unterstreichen, welch' unfassbares Potential und Talent
in uns schlummert: Als wir in kompletter Montur wieder an der Verschlußeinrichtung
ankamen, steckte der Schlüssel - wie versprochen. Aber es gelang uns dennoch über
5 Minuten lang nicht die Tür zu öffnen. Typisch CaveSeekers - direkt vor dem Loch
nochmal kurz den falschen Abzweig nehmen, oder einfach zu blöd sein, eine Tür zu
öffnen.
Trotzdem war das Loch dann doch sehr schnell beinahe komplett begangen, bekrochen
und anständig fotografiert. Der eine oder andere brach in Tränen aus, als das Ausmaß
der Zerstörungen klar wurde, welches den zahlreichen und stellenweise rießigen ehemaligen
Sinterbecken einst zuteil geworden ist.
Im hintersten Bereich findet sich am Boden ein kleines Loch,
welches zu einem Drittel mit Wasser gefüllt ist, und nach dessen Durchschlufung man
sich in einem 7 Meter langen Bereich befinden soll, der natürlich nicht als Schauhöhle
benutzt wurde - war wohl doch ein bisschen zu eng für Opa. Allerdings hat auch noch
kein CaveSeeker je diese 7 Meter begutachtet - der Grund warum es von dort auch keine
Bilder gibt. Eventuell das übernächste Mal. Auch die zweite Befahrungsgruppe, in
Form der Herren Maccioni und Konopac, konnte trotz Bau eines kleinen aber dennoch
beeindruckenden Staudammes und verzweifelten Schöpfens mit der bloßen Hand, den wasserführende
Schluf nicht ausreichend entleeren. Es wurde erneut darauf verzichtet den Schluf
zu bezwingen, denn plötzlich war es wichtiger, im Wirtshaus seine zitternden Hände
mit Alkohol zu beruhigen.
Fazit: Sehenswertes Loch - auch ohne die sieben Meter!
Und: Die Geschichte mit dem Schlüssel war ein Scherz. Macht aber nix.
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