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Hohlraumbeschreibung - hier stehts.
Höhle:

Osterloch Rohrbach

Lage: Oberpfalz, Regensburg, Kallmünz, Rohrbach
Koordinaten: N49°11.442' E11°56.196' [400m]
Ungewisses Koordinatensystem. Wenns mit WGS84 nicht klappt, dann ist es meißt ED50.
Typ: vollständig verbrochenes Trockenloch
Länge: ca. 99 Meter
Bewertung: 1
Anspruch: 12
Höhlenbuch: ---
Material: nix
Getier: uninteressant
Verschlossen: nein
Gesamtzeit: 1:41 Stunden
Bekrochen durch: Jürgen WipplingerThomas LindnerMichael HärtlOliver Arendt
     
Spektakuläres: Großmeister H. Man beachte die Handschuhe - peinlich das.
     
Missionen:
     
Beschreibung:

Haupthalle: Großer Verbruchhaufen. Bereits am Namen der Höhle lässt sich vom Kenner erahnen wo die Höhle liegt: in der schlimmen Oberpfalz. Der Oberpfälzer, von Natur aus maulfaul und katholisch, bezeichnet Höhlen schlicht als „Loch“. Diese „Löcher“ werden dann wahlweise mit dem Prefix „Wind...“, „Hohl...“ oder „Oster...“ geschmückt und fertig ist der Höhlenname!

Bekanntermaßen ist die Oberpfalz nicht klein. Höhlen gibt es auch nicht wenige. Deshalb gibt’s in der Oberpfalz gleich mehrere Osterlöcher.

Da in der Umgebung wirklich sehr schöne Höhlen zu finden sind, erwartet man hier natürlich auch was Spektakuläres. Leider wird man aber enttäuscht.

Die Höhle ist zwar zu groß für eine Unhöhle, hat dafür aber wenig zu bieten - oder besser: nichts. Eine zentrale Halle, die aber längst wieder eingestürzt ist, erinnert ein bisserl an das „Alfelder Windloch“, im Gegensatz zu diesem ist das Osterloch aufgrund der überschaubaren Räumlichkeit aber auch Leuten zu empfehlen, deren Orientierungssinn beim Konsumieren von Formel Eins Übertragungen hoffnungslos verkümmert ist.

Mit optischen Reizen geizt der Hohlraumes auf sehr hohem Niveau, schmucke Tropfsteine sucht man vergebens, nur im hinteren Bereich der Höhle trauern ein paar unglückliche Alt-Versinterungen unter einer Rußschicht ihren abgebrochenen Freunden nach.

Irgendjemand hat mit deutscher Gründlichkeit die Höhle vermessen und alle Messpunkte mit roter Farbe an die Wand gepinselt. Deshalb kann man - gleich einer Schnitzeljagd - die Nummern der Reihe nach abklappern und landet somit in einem einigermaßen spannenden Schacht der sowohl nach oben als auch nach unten führt.

Runterzu hat irgendein Wichtigtuer einen weißen Pfeil an eine recht enge Spalte gepinselt. Mutige Gestalten quetschen sich einfach so nach unten, die etwas vorsichtige Natur flucht gewaltig, da das Seil ständig an irgendwelchen Verbruchblöcken hängen bleibt. Unten jedenfalls stellen beide dasselbe fest: man ist einfach zu fett für das verlockende Loch im Boden.

Noch oben verliert sich der triste Eindruck ein wenig, leider verkündet schon relativ bald die verwurzelte Decke das obere Ende des Hohlraums.

12 Punkte bei Anspruch wegen des krassen Zustiegs und einen Punkt bei Optik wegen des tollen Zeckenschilds. Ende. Sogar Gute Zeiten, Schlechte Zeiten ist spannender.

 
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