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Trotz Schneefall und starker Müdigkeit, wälzte man sich gegen fünf Uhr früh aus den
betten, vernichtete ein Liter Schwarztee, belud das Auto und rutschte gegen halb
sieben Richtung Autobahn. Eigentlich hätte man hier schon die Aussichtslosigkeit
dieser Tour erkennen müssen. Da jedoch der Drang zum Toten Gebirge vorzudringen ins
unermessliche gewachsen war, und auch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 Km/h
auf deutschen Autobahnen sowie eine Sicht von zum Teil unter 20 Meter nichts an den
Dickschädeln zu verändern vermochte, wurde glücklich bis nach Österreich gerutscht,
wo man trotz anhaltender Schneefälle auf freie Straßen stieß.
Eigentlich wollen wir wieder zur Schwarzmooskogeleishöhle, jedoch war die Mautstraße
ohne Schneeketten nicht befahrbar und der Neuschnee auf ca. 1600m über 150cm hoch,
so dass die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens, nun doch eingesehen werden musste.
Da man nun schon aber bis hier her gekommen war, disponierte man halt kurzerhand
um und begab sich in Richtung Kühlloch, wo denn auch gegen 16:30 eingefahren werden
konnte.
Nach dem Eingangstunnel, in welchem wir auch später nächtigten, stießen wir auch
gleich auf Wasser, welches uns fröhlich-nass-kalt entgegen spritzte, um zu unseren
Füßen in einer Art Schluckloch zu verschwinden. Nach dem dieses Hindernis umklettert
war, folgten wir den Flusslauf, solange es trockenen Fußes ging. Da die Gänge aber
immer kleiner, das Wasser immer tiefer und die Begeisterung immer größer wurde, entschied
man sich die Hosen hoch zu krempeln und die Schuhe auszuziehen. Nach dem die Füße
gründlich gewaschen und durch die teils scharfkantigen Steine gut massiert waren,
jegliches Gefühl und die Hoffnung auf ein Ende dieser Marter verschwunden waren,
traten plötzlich die Wände zurück und es tat sich ein kleiner, hoher Raum auf, aus
dessen Decke ein Wasserfall stürzte. Voller Begeisterung wurden Schuh und Strümpfe
übergestülpt, und an einem neben dem Wasserfall befindlichen Seil aufgestiegen.
Nach einiger Zeit wurde auch ein zweiter aber nicht ganz so hoher Wasserfall samt
Seilquergang entdeckt und bestiegen. Leider mussten wir kurz hiernach feststellen,
dass ein Weiterkommen dank unserer Bekleidung nicht mehr möglich war, schließlich
wollten wir noch halbwegs trocken nach draußen kommen, zumal uns da Temperaturen
von unter -7° erwarteten.
Fazit: Voller Erfolg, man plantscht sicher noch mal ein, dann aber mit entsprechender
Ausrüstung!
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