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Auslandshöhlenbeschreibung - Auch im Ausland die Besten.
Höhle:

Bus del Diavolo

Lage: Italien, Gardasee, Arco
Koordinaten: N45°56.308' E10°54.59' [398m]
80839DE0-9CB0-11DE-9707-0019D1127B5A
Typ: Sandsiphonhöhle
Länge: 1023 m
Bewertung: 67
Anspruch: 7
Höhlenbuch:
Material: Klappspaten für Sandsiphon
Getier:
Verschlossen: Zum Zeitpunkt des Einfalls (Juli) war die Verschlusseinrichtung offen.
Gesamtzeit: 10:38 Stunden
Bekrochen durch: Jürgen WipplingerStephan BunkPeter LanigAntje HeidenreichFlorian SeeleitnerMichael KreilOliver ArendtErik Zenkner
Auszeichnungen:
Spektakuläres: Bus del DiavoloBus del DiavoloBus del Diavolo
Missionen:
Beschreibung:

Totale Erschöpfung bereits vor dem Eindringen. 55Grad im Schlaz.�Hat man DEN Steinbruch gefunden, so folgt man dem Weg, welcher HINTER diesem vorbeiführt. An der höchsten Stelle - dort wo sich ein markanter Fels in den Himmel streckt - geht man den Berg in einer kleinen Schlucht den Berg hinauf. Nach 500 Metern, hilft ein Seil beim weiteren Aufstieg. Wenn man dort noch atmet.

Der Eingang von Innen.�Dann steht man keuchend vor einem großen Loch in der Wand, aus dem - zumindest im Sommer - angenehm kühle Luft dringt. In dieser willkommenen Brise kann direkt die Kasperadenuniform angelegt werden - wer das schon vor dem Aufstieg macht, wird den Eingang zum Loch nicht lebend erreichen. Die vollständig durchgeschwitzten Klamotten, Geldbeutel und iPhones können - bequem für den italienische Diebe - einfach am Höhleneingang zurückgelassen werden.

Beeindruckende Wasserspiele können hier beobachtet werden.�Vermutlich altersbedingt fehlen hier nun weite Teile der Erinnerungen des Autors. Nur soviel: Ein paar Abseil- und Kriechstrecken. Eine offene Tür mitten im Loch, danach ein recht imposanter Sinterfall - mit beeindruckendem Wellen- und Wasserspiel - und dann eine im italienischen Schrotthausstil gebaute Betonmauer, welche den Anfang des ersten Sandsiphons markiert.

Sandsiphonbezwingungseinbau. Recht hoch. Wirkt äusserst instabil.�Sollte es hier jemanden gelingen, die bereits am Loch wartenden Kameraden dazu zu bewegen, ihre müden Körper in Richtung Siphon zu bewegen - bewaffnet mit herumliegenden Eimern und bloßen Händen - so besteht eine Chance, dass sich die Gruppe relativ schnell durch den Siphon gräbt.

Auftauchen auf der anderen Seite.�Hat man einen Spalt freigelegt, der groß genug ist, um seinen Kopf hindurchzustecken, so glaubt man zu erkennen, dass der Schluf senkrecht nach oben weiterführt - was in dieser sandigen Situation schlimme Angstschübe auslösen kann. Allerdings täuscht dieser Eindruck. Der Schluf führt in einem Winkel von etwa 60 Grad nach oben - kein Grund zur Panik. Hier kann keine Sandwand einbrechen - wenngleich sich die recht liquiden Sandmassen vermutlich dennoch recht schnell bewegen können...

Gruppenidylle.�Hier hilft es das Hirn auszuschalten - wer keins hat ist wie so oft im Vorteil. Auf der anderen Seite wartet eine größere Halle voller Grabutensilien, alten Plastiktüten und ähnlichem. Ab hier ist das Loch weitgehend großräumig. Man klettert ein wenig - sucht nach Sinter und hofft sich nach Hause.

An den Decken hängen hunderte von vollständig transparenten Sinterfahnen. Keine einzige wurde mit der Begründung, man komme auf dem Rückweg ja noch mal vorbei, fotografiert. Schade eigentlich. Sinterfahnen wie aus Glas. Ohne Verunreinigung.

Vor dem zweiten Sandsiphon. Wunderbare Decke.�Plötzlich führt der Weg nach unten. Weit schräg nach unten. Und schon findet man sich am zweiten Sandsiphon, wo dann endgültig keine Motivation für ein weiteres Vordringen aufgebracht werden kann. Der Höhlenschlumpf weiß, dass selbst trotz einer längeren Grabaktion keine Fortsetzung freigelegt werden konnte.

 
Erzeuger: Text: Jürgen Wipplinger

 
KOORDINATEN REAKTOR ZWEI VERSION 0.22 - HIRNMACHT
CAVESEEKERS
 
  Antonia Vivaldi
02.04.2011 / 22:51:34 / 462 / 77.119.223.38 / KORREKTURVORSCHLAG / ÖFFENTLICH
  Sollte der hier gesammelt anwesenden Intelligenz schon aufgefallen sein, dass der Höhlenname ziemlich falsch ist? Welchem Schmalspur-Italiener seid ihr denn auf den Leim gegangen? Das Loch heißt Bus del Diaol - nix Diavolo - die gibts nur beim Pizzadienst.

Quelle: 1. vor Ort angeschrieben 2. Literatur der italienischen Höhlenforschung 3. lokale Höhlenforscher

Vielleicht interessiert´s ja, wenn nicht - auch egal. Die weltweite Ignoranz ist ohnehin grenzenlos....
 
  Wolfgang Amadé
03.04.2011 / 01:01:20 / 463 / 77.119.223.38 / REAKTION AUF KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  wie unschwer beim betrachten der 2. mission erkennbar ist, wurde besagtes schild nicht nur fotografiert, sondern auch hier gezeigt.

es darf also als bekannt vorausgesetzt werden, wie dieses loch heißt. der belesene höhlenfan wird zudem feststellen, dass dieser hohlraum noch ca. 10 weitere namen besitzt - und damit sind offizielle namen gemeint (siehe kataster).

nun bleibt die anfängliche frage: wieso nennt sie der caveseeker SO - obwohl er es offensichtlich besser weiß?
darauf könnte ein philosophischer exkurs folgen, der auch elemente wie beispielsweise "verschleierungstaktik" beinhalten könnte, die wiederum für dieses meistbefahrene loch am gardasee unwahrscheinlich wären. wie auch immer - es gibt derart viele gründe, dass einem glatt die lust vergehen könnte.

daher dieser vorschlag: frollein vivaldi könnte sich am einfachsten mit "man wusste es nicht besser und ist zu faul" begnügen, damit ist auch ihre eitelkeit befriedigt und alle können guten gewissens schlafen.
 
  eiswolfi
03.04.2011 / 20:23:32 / 464 / 92.75.7.99 / KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  Oha, da redet Frau Vivaldi von Ignoranz und ist derselben in ihrem eigenen Beitrag verfallen.

Wiki meint hierzu: "Ignoranz (Unwissenheit, Beschränktheit) zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person etwas – möglicherweise absichtlich – nicht kennt, nicht wissen will oder nicht beachtet."

Nicht beachtet wurde, dass die CaveSeekers Heimatseite so gut wie immer Namen verwendet, die Bezug auf die Mission haben, somit zumeist "falsch" sind, dass ein nicht immer beabsichtigtes Chaos bei dem geodätischen Datum herrscht und sich die Verfasser der Beiträge bemühen sich selbst auf den Arm nehmen.

So auch hier, da offensichtlich in der Pizzeria der Höhlenname neu vergeben wude.

Merke, das Internet ist nicht zitierfähig. Herr Wipplinger hat es mit der erfundenen "Wipplinger Spalte" sogar in offizielles Kartenwerk geschafft. Dies sollte nicht dem Verfasser dieser Seite zu denken geben, sondern den Nutzern, die bedenkenlos und ignorant das Netz als stets seriös missverstehen.

Seriosität ist auf CaveSeekers.com nicht der Anspruch, trotzdem bin ich dankbar für die Erwähnung des richtigen Namens. Immerhin zeigt dies, unsere Leser denken mit, wenn auch ihre Beitäge mit mehr Respekt verfaßt sein könnten.


 
  Wipplinger
04.04.2011 / 15:43:10 / 465 / 175.136.249.158 / KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  Wir sind generell für jeden Verbessungsvorschlag empfänglich - und dankbar. Das gilt im übrigen für alle hier beschriebenen Höhlen.

Darum: Wer hat die längste Liste von "offiziellen Namen" der Bus del Diaol? Sollte eine solche Liste eintreffen, würde es sich sogar lohnen, den falschen Höhlennamen durch einen der korrekten zu ersetzen.
 
  eiswolfi
04.04.2011 / 16:23:58 / 466 / 192.35.17.26 / KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  Unbestritten, es bleibt wohl ein Hauch von Ignoranz haften ...
 
  Blindfisch
04.04.2011 / 22:10:33 / 467 / 84.150.136.191 / KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  ich hatte ja schon bei meiner Mission auf den korrekteren Namen hingewiesen, aber is ja wurscht. In meiner Rolle als Wolfgang Amadé konnte ich das ja nicht sagen :P

Hier eine Liste:
- Bus del Diaol
- Bus del Nigol
- Grotta di Patone
- Patone Grotto
- Caverna alla 1° Gana
- Grotta di Ceniga
- Grotta di Arco

Ich wär übrigens ziemlich scharf drauf, am 5. Siphon ein bisschen zu buddeln. Zwischen Ostern und Pfingsten. Noch jemand grab-geil? Der Franke sowieso?
 
  Vectran
05.04.2011 / 04:45:38 / 468 / 84.58.54.131 / KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  @Blindfisch: Franke hin oder her, fahre im September auf DIE französische Insel mitm Bus del Vectranolo, zum chillen bei Rotwein, Salami und reifem Käse. Ein Zwischenstop an der Grotta di Patone ist lang ersehnt. Ein Besuch der einschlägig bekannten Absinth-Bar am Hafen im Anschluss wünschenswert....
 
  Wipplinger
05.04.2011 / 11:18:58 / 469 / 120.138.87.34 / KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  Nur 7 Namen fürs Loch? Hoffentlich ist das für Vivaldi nicht zu wenig. Obwohl ca. 18 Flugstunden von Franken entfernt, habe ich die "neuen" Informationen sofort eingepflegt.

Nun heißt es nur noch auf den nächsten upload warten.

@Motzleitner: Bin mir sicher, dass es in Italien auch noch weit weniger beschrittene Löcher gibt als dieses. Warum soll der Italiener da nicht selber graben?

Fände es besser, kurz das Kataster runterzuladen, und Neuland zu reissen...
 
  Blindfisch
05.04.2011 / 12:11:49 / 470 / 195.145.76.50 / KOMMENTAR / ÖFFENTLICH
  @Wippl: der Italiener hat dort schon zigfach gegraben. Es wurde ja schon allein zweimal der ortsansässige Höhlenverein wegen DIESES Lochs gegründet. Die Erzählungen über die Grabungen am Ende machen aber Lust auf mehr, schließlich soll man schon in einen Hohlraum hineinschreien können (mit viel Hall/Echo), aber es muss noch gegraben werden. Klingt für mich kurz vorm Durchbruch. Vielleicht noch ein paar Tage buddeln. Ich würds machen.
 
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