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Missionsbeschreibung -

Burghöhle von Loch

ÖFFENTLICH
Höhle: Burghöhle von Loch interne Verknüpfung.Verknüpfung
Mission: 346 - Die Ziegen-Hochburg
Datum: [Samstag]
Zeitrahmen: 13:34-18:07 [16:49-17:53]
Nettozeit: 1:04 Stunden
Prozentsatz: 100%
Mobil: 6 Reifen
Mannschaft:
Jochen Pesahl interne Verknüpfung.Verknüpfung
Daniel Bohrer interne Verknüpfung.Verknüpfung
Auszeichnungen:
Wiki:
Besprechung:

Die Ruine der Burg - ab und zu beglückt sie das darunterliegende Kaff mit GeröllbrockenDas Team Pesahl-Bohrer hatte sich bei seinem diesmaligem Wanderausflug ausnahmsweise den wettertechnisch richtigen Tag ausgesucht. Bei schönstem Herbstwetter traf man sich auf dem Wanderparkplatz bei Eilsbrunn, um von dort aus zunächst zum Pfarrerfelsen hochzusteigen und dann eine Wanderung durch die malerischen Jura-Hänge des Labertals zu unternehmen.

Der zweite Eingang - meist vergittert um Ziegen am Verlassen der Höhle zu hindernAuf der Wanderung stieß man auf einen seitens Herrn Pesahls schon länger bekannten Dolineneinbruch, in dem wieder einmal zufällig ein Geo-Cache gefunden wurde, welcher den eigentlich recht unspektakulären Hohlraum als "Höhlenkirsche" auswies. Eine vermutete Fortsetzung der Höhle stellte sich leider als ziemliche Enttäuschung heraus. Bei der weiteren Wanderung fand man noch einige kleinere Verbruchlöcher, welche jedoch an Langweiligkeit kaum zu überbieten waren. Nachdem man die erfolglose Suche nach einem geeigneten kleinen Felsen zwecks Ausprobieren der von Herrn Pesahl neu erworbenen Steigklemmen beendete, ging es zurück zum Parkplatz, von wo aus der Weg zum eigentlichen Missionsziel eingeschlagen wurde: Der Burgruine in Loch.

Alte Gemäuer in der EingangshalleAufgrund der doch recht beschränkten Geschwindigkeit des Bohrerschen fahrbaren Untersatzes kam man etwas verspätet an der Örtlichkeit an. Zwecks wurde erst direkt in der Haupthalle angeschlazt, was sich aufgrund als durchaus sinnvoll herausstellte. In der Haupthalle angekommen, wurde sich also nach einer flüchtigen Besichtigung derselben in Schale geworfen.

Die große Halle weiter hinten - langweiligNach einer -diesmal etwas ausfürlicheren- Inspektion stellte man schnell fest auf was man sich da eigentlich fortbewegte: Im Gegensatz zur allgemeingültigen Regel wurde in der Haupthalle kaum Erde und Lehm, sondern etwa 10 Kubikmeter Ziegenkacke gefunden, was wohl auf die sommerliche Nutzung der Anlage als Weidefläche zurückzuführen war (welche übrigens aufgrund des Naturschutzes des bedrohten Magerrasens passierte). Bereits bei einer früheren Besichtigung einige Monate zuvor musste man sich durch Massen von Ziegen kämpfen, welche ihre neue Heimat tapfer verteidigten.

Sinter in einem seitlichen GangHerr Pesahl machte sich sofort mit dem üblichen Enthusiasmus daran, den Hohlraum abzulichten, was sich mangels ansprechenden Motiven als recht schwierig herausstellte. Die extrem verrusten Zwischenräume mit unzähligen Verewigungen längst vergangener Tage waren mit Dreck ebenso gespickt wie mit Glasscherben und anderem Unrat. Die Trostlosigkeit dieser Höhle ist wohl kaum zu überbieten, vergleichbar mit der Innenstadt von Hiroshima oder Nagasaki '45. Warum man sich im Mittelalter gerade diesen Hohlraum als Wohn- und Lagerfläche ausgesucht hatte, wird wohl auf ewig schleierhaft bleiben, wir wären jedenfalls lieber in die Klausenhöhle oder das Silberloch gezogen, als unser Leben in dieser teils wirklich potthässlichen Höhle zu fristen. Wer auf Dreck, rabenschwarzen Fels und Müll steht, ist mit diesem Hohlraum relativ gut beraten.

Seltenes Bild in der HöhleDie recht engen lehmgefüllten Schlufe im hinteren Teil der Höhle waren eine Bekriechung nicht wirklich wert, da diese ohne Ausnahme absolut unspektakulär enden. Während Herr Pesahl verzweifelt nach einigermaßen ansprechenden Motiven für seine Kamera suchte, machte sich Herr Bohrer zunächst daran, eine extrem enge senkrechte Spalte im hinteren Teil der Haupthalle zu erklettern - diese hatte man bei einer Vormission Ehemalige Türentdeckt. Ein Balkenstück das wohl einmal eine Leiter war, hatte vormals große Erwartungen geweckt, welche allerdings nach erfolgreichen Durchdrücken bitter enttäuscht wurde. Nach dieser Enttäuschung wurden alle Hoffnungen auf eine Kammer gesetzt, von der man vermutete dass sie eine Verbindung in den hinteren Teil der Haupthalle darstellt, jedoch müsste man hier wohl etwa 5 Jahre graben um einen Erfolg verzeichnen zu können.

Nach einer letzten Trauerandacht in Gedenken an die vielleicht früher einmal doch schöne Höhle (auch wenn dies wirklich äußerst zweifelhaft scheint) machte man sich bei bereits eintreffender Dunkelheit wieder auf den Weg.

 
Erzeuger: Text: Daniel BohrerBilder: Jochen PesahlBildassistenz: Daniel Bohrer 29.01.2012 - 23:32:20

Bilder: Der zweite Eingang - meist vergittert um Ziegen am Verlassen der Höhle zu hindernAlte Gemäuer in der EingangshalleDie große Halle weiter hinten - langweiligDer Boden der großen Halle - bei den runden Kugeln handelt es sich nicht etwa um Kieselsteine. Nein, überall Ziegenexkremente.Ehemalige TürMauergangEin Schluf führt noch ein paar Meter in den Berg hineinSeltenes Bild in der HöhleUnspektakulärer SchlufAtemberaubender DeckensinterDer Eingang der NebenhöhleÖde und verrußte GängeSinter in einem seitlichen GangHätte man hier nicht vermutetWenn es sonst nichts zu sehen gibt - die heimische FaunaSandsteingang, irgendwie trist
 
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