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Hohlraumbeschreibung - hier stehts.
Höhle:

Brunneckerhöhle

[1511/1]
Lage: Österreich, Salzburg, Golling
Koordinaten: N47°34.362' E13°11.647' [552m]
Ungewisses Koordinatensystem. Wenns mit WGS84 nicht klappt, dann ist es meißt ED50.
Typ: Versinterungsfreie, alpine Wasser(fall)höhle
Länge: 4530m
Bewertung: 54
Anspruch: 5
Höhlenbuch: ---
Material: 20m Seil zum Abseilen, Fallgurt mit anständiger Selbstsicherung, Aufseilomat, Neoprenausrüstung unten dick oben eher dünn
Getier: ---
Verschlossen: Bei starker Vereisung, nach starken Niederschlägen, Schneeschmelze, Föhn und im Hochsommer weil Gewittergefahr
Gesamtzeit: 6:02 Stunden
Bekrochen durch: Michael SchmidtJürgen WipplingerHarald FitznerRoland Konopac
     
Spektakuläres: Idyllisch gelegenes Seelein.Experimentelle Fotografie bei 100% Luftfeuchtigkeit und extremem Nebel.
     
Missionen:
     
Beschreibung:

Die Höhle ist der Abfluss des Karstwassers eines Teiles des Tennengebirges. Sie liegt bei Paß Lueg, Golling, vormals betreut von der Hauptstadt der idyllischen Donaumonarchie. Jetzt aber regieren Jecken in Gestalt der Landesregierungen. Ein Ergebnis ist das Salzburger Höhlengesetz:

"Ziel des Höhlenschutzes im Bundesland Salzburg ist die Erfassung und der Schutz der im Land Salzburg gelegenen Höhlen einschließlich ihrer Umgebung, ihres natürlichen Inhaltes und ihrer hydrologischen Verhältnisse."

Zunächst fällt das gute Deutsch auf - wer hätte dies erwartet? Dann stellt man fest, das der Text eigentlich recht friedlich klingt - dem ist aber nicht so. Denn das Ergebniss sind allgemeine Hemmnisse zur Befahrung von Höhlen. Viele interessante Höhlen sind nur noch nach Voranmeldung oder als Mitglied des Salzburger Höhlenvereins zugänglich - zumindest offiziell.

CaveSeekers.So auch die Brunneckerhöhle. Wir reißten mit guten Wünschen des Salzburger Höhlenvereins an.

Der Schutz des natürlichen Inhalts dieser Höhle ist Blödsinn, da gibt´s nämlich nichts (mehr). Hier waren bereits vor Beginn des 19. Jhr. die Goldgräber am Werk. Die unnatürlichen Inhalte zu schützen (bzw. zu erneuern) wie z.B die Steiganlagen und Versicherungen wäre eine viel löblichere Sache. Aber wahrscheinlich rettet man bei unseren Nachbarn lieber. Dafür gibt´s Geld, Sanieren dagegen kostet.

Für unser bißchen Leben verhält es sich dabei aber genau umgekehrt: Hydrologisch sollte sich der Eindringling besser vor der Höhle schützen als umgekehrt. Wie erwähnt liegt der Karstwasserspiegel über dem Höhlensystem. Wenn Petrus oder der Gott der Schneesschmelze den Stöpsel aus dieser überdimensionalen Badewanne zieht, rauscht das Wasser durch die Gänge. Man wird sich dann ähnlich fühlen wie die Spinne, die man in der Dusche in den Abfluss treibt.

Der Schacht am Eingangsbereich läßt sich für Kurzbeinige am besten mit Seil bewältigen, der Langbeinige springt. Am eigentlichen Eingang am Fuße des Schachts können im Winter massive Eiszapfen ein Eindringen erschweren oder gar verhindern. Man folgt dem Gangsystem kleinräumig mit ein paar Wasserspielen bis zum Czoerning-Mahler-Platz. Sind diese engen, niedrigen und feuchten Kluftspalten überwunden, geht´s dann in, für den Franken ungewohnten, großzügigen Dimensionen weiter in den Berg hinein.

Siphon, Bachläufe, Wasserfälle, tiefe Schluchten mit Seilbrücken, das Wunder der "Hängenden Leiter": Ob und wer das wie überlebt hat, ist im Missionsbericht nachzulesen. Nähere Infos zum Loch, einschließlich Höhlenplan finden sich in: "Höhlen der Nördlichen Kalkalpen", Herbert Leitheim,ISBN 37633 3217 0 im Bergverlag Rudolf Rother GmbH.

Wer uns kennt, der weiß, dass wir sehr um Aufklärung und das Abwendung von Schaden an Leib und Seele unserer geneigten Leserschaft bemüht sind (Mitglieder von Höhlenvereinen gehören wohl weniger dazu!?). Darum auch diese Homepage. Lasst es besser beim virtuellen Rundgang durch die Höhlen auf unserer Homepage bewenden. Dies gilt im besonderen Maße für diese Höhle. Es ist einfach gesünder. Zur Einstimmung auf den Missionsbericht könnt ihr euch schon mal in die kalte Badewanne setzen und den Heizlüfter ohne Heizfunktion anstellen.

 
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