| Besprechung: |
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Nachdem man sich in Feucht an der guten SS20 eingefunden hatte machte sich die Truppe
acht Mann hoch auf die Fahrt.
An dieser Stelle warf sich dann - wie so oft - die Frage auf, warum die Kollegen
mit der kürzesten Anfahrt immer die letzten sind.
Am Hohlraum angekommen, galt es erst einmal die für Franken obligatorische Verschlusssicherung
zu lösen. Letztendlich waren dazu dann zwei Ingenieure notwendig, wobei sich hier
unsere Frau vom Bau besonders hervortat.
Nun galt es, die ersten 15m als Schacht in die Höhle einzufahren. Der Normalkriecher
wähnte sich hierbei besonders gut aufgehoben waren doch ein Seil (20m) und jede Menge
ausgebildetes Alpinistenvolk zugegen, wie Staatl. Bergführer, Bergwacht, FÜ´s. Von
diesen verschwand dann einer nach dem anderen im Schacht, um sich persönlich davon
zu überzeugen, dass für ihn selbst kein Abseilgerät von Nöten sei.
Schließlich erbarmte sich einer, knüpfte ein paar Sackstiche ins Seil und verschwand
damit im Loch. "S´geht gut ohne …". Ungläubig starrte der letzte in voller Montur
mit Gurt und Abseilgerät Verbliebene auf die Sackstiche im Seil. " Sch…"
Schlußendlich kamen dann doch alle wohlbehalten unten an. Man teilte sich eher zufällig
in zwei Gruppen auf, die einen links, die anderen rechts, traf sich zu gleicher Zeit
wieder am Schachtfuß und wechselte die Seiten.
Zwei Dinge der Befahrung gilt es festzuhalten: Alle waren begeistert von den gewaltigen
optischen Reizen der Höhle und vom Anspruch der Befahrung selbst. Erstmals kam hierbei
auch eine neue Befahrungstechnik, die sog. Original CaveSeekers PASSIV-Schluf
Technik© zum Einsatz. Auf Grund körperlicher Nachteile (ob selbst verschuldet
oder nicht sei hier einmal nicht Gegenstand der Diskussion), ist es nicht jedem vergönnt,
sich durch engste Löcher oder Schlufe fortzubewegen. Der Fettsack mit Handicap begibt
sich also zur Engstelle, nimmt den Helm zum Letzten Gebet ab, presst das letzte bisschen
Luft aus seinen Lungen, konzentriert sich nur noch auf sein Innerstes und lässt sich
am Hosenbund von seinen Kameraden durchziehen. Perfekt!
Bleibt noch zu erwähnen, dass die Idee, den Deckel von innen zu schließen, drei Mann
eine zeitlang beschäftigte und die unten wartenden veranlasste, laut über den Sinn
von Alarmzeit und Rückmeldung nachzudenken.
Beim obligatorischen Bier der Alpinisten - Spezi-Trinker und Franken mussten sich
bereits wieder bei Mutti zuhause zurückmelden - wurde noch über die eine oder andere
Neopren-Hose, die frau noch auf dem Speicher hätte, schwadroniert und von irgendwelchen
harten Befahrungen - die man(n) nur vom hören sagen kennt - gefachsimpelt. Falki
und Elsachbröller, wir kommen!!
Fazit: Kurzum, ein korrekter Sonntagnachmittag mit lauter Verrückten.
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